„Mit jeder Verzögerung wird das immer teurer“: Wirtschaftsweise fordert Wahlkämpfer auf, Rentenreform endlich anzupacken

by HironTheDisscusser

20 comments
  1. >Bereits jetzt gehe ein Viertel des Haushalts für Rentenzahlungen drauf, mit denen ausgeglichen werde, was nicht beitragsfinanziert sei. Die Ökonomin erwähnte unter anderem Belastungen durch die Rente mit 63, die Mütterrente und die Witwenrente: „Mit jeder Verzögerung einer Rentenreform wird das immer teurer.“

    Viertel des Bundeshaushalts. Wirklich ein Mysterium wieso wir einen so großen Investitionsstau haben.

  2. Ja, vielleicht wirds teurer, aber wenn wir es lange genug hinauszögern nicht mehr für mich!

    Nach dem Prinzip wirtschaften wir schon lange, und ich sehe auch keine Bemühungen, in eine andere Richtung zu gehen, bei sehr, sehr vielen, sehr dringenden Problemen, die wir haben. 

  3. Hahaha ja klar, bei knapp 60% Wähler die über 50 sind. Warum traut sich nur niemand die Rente an zu gehen, welch Mysterium

  4. Alle Vorschläge werden am langen Krückstock verhungern. Dafür unsere Rentner nicht.

  5. Rentreform= mit jeder Verzögerung wird es teurer
    Gesundheitsreform= mit jeder Verzögerung wird es teurer
    Klimaschutz= mit jeder Verzögerung wird es teurer
    Bundeswehrreform= mit jeder Verzögerung wird es teurer

    Wenn die Verzögerung nur 4 Jahre Legislatur sind..?

  6. Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass wir bei diesem Thema an die Grenzen unserer Demokratie stoßen. Anstatt eine Rentenreform auf den Weg zu bringen, die den Namen wirklich verdient, buhlen unsere frei wählbaren Parteien lieber um die Gunst genau derjenigen, die durch eine echte Reform wahrscheinlich schlechter dastehen würden – aber eben auch die größte Wählergruppe stellen.

    Vielleicht wäre es fairer, wenn Menschen mit der Geburt ein Wahlrecht hätten und die Eltern bis zur Volljährigkeit für ihre Kinder abstimmen könnten. Dann würden Parteien vielleicht auch mal die Interessen der jüngeren Generation ernst nehmen, anstatt sich nur auf die Stimmen der Älteren zu verlassen… Nur so ein Gedanke.

  7. Irgendwie schwingt bei “Rentenreform” immer automatisch mit, dass es schlechter werden muss. Wir sollten es als “Motor” Europas doch irgendwie hin kriegen Menschen nicht in Altersarmut zu treiben, deutlich kleinere Länder können eine steuerfinanzierte Mindestrente anbieten, für die man hier 30 Jahre arbeiten muss

  8. Was gäbe es denn für Reformvorschläge? Aktienrente zieht ja auch erst in einigen Jahrzehnten und bräuchte riesige Investitionen. Was steht denn außerdem im Raum? Wie kann man das Problem lösen? Ich lese immer viel davon, dass man es machen muss, aber wenig davon, wie.

  9. Und der norwegische Staatsfonds in der Zwischenzeit so…

  10. Rentenreform 🤣🤣

    Von allen Dingen die nie passieren werden wird das am allerwenigsten passieren

  11. Das Leben muss bezahlbar gemacht werden. Wenn wohnen nicht mehr so unfassbar teuer ist, dann kann man sich auch niedrigere Renten leisten. 

    Wir müssen aber niemanden 2 mal im Jahr  Strandurlaub + eine Kreuzfahrt finanzieren. 

  12. Das ist halt wirklich eines der größten Kernprobleme in Deutschland und anders als etwa bei der Energiewende scheint es wirklich *keine* Partei zu geben, die bereit ist harte Schritte durchzuführen.

    Die Lohnnebenkosten sind jetzt schon astronomisch hoch in Deutschland und es wurde ja bereits angekündigt, dass sie weiter steigen werden. Ohne ein Umdenken des Rentensystems wird das dann auch so weitergehen. Das heißt dann nicht nur, dass alle aktiven Arbeitnehmer die wachsende Rentnerkaste querfinanzieren, sondern auch dass Lohnkosten den Standort Deutschland noch weiter unattraktiv macht, obwohl das neben den Energiekosten jetzt schon den Produktionsstandort an den Rande der Wettbewerbsfähigkeit treibt.

  13. Hear me out:

    Die Boomer haben in vielerlei Hinsicht versagt. Sie haben zu wenige Kinder bekommen und gleichzeitig zu wenig Interesse an einer Rentenreform gehabt.

    Boomer sind zudem in einem Alter oder bald in einem Alter, in dem das Erbe ansteht.

    Neben anderen Reformen (Aktienrente) würde ich die Erbschaftssteuer richtig scharf stellen. Dann zahlen die Boomer, die erben, richtig hohe Erbschaftssteuern (nachträgliche Kompensation für die ausbleibende Rentenreform), die Boomer-Kinder dann nochmal und man hätte bei der Generation, die so maßgeblich die aktuellen Krisen sehenden Auges ignoriert hat (Rente, Klima), zwei Erbvorgänge mit hohen Steuern als kleinen Ausgleich.

    Dann Erbschaftssteuern wieder runter, bis auf sehr hohes Erbe von >10 Mio.

    Trifft es dann die Falschen? Man kann die Freibeträge gerne behalten, dann trifft es zumindest nicht diejenigen, die wirklich eine Kleinigkeit gespart haben für die nächste Generation. Aber ab 500k geht es dafür mit hohen Sätzen los.
    Ich bin hier offen für Diskussionen und habe nicht alle Daten und Zahlen geprüft.

    Mit diesem Vorschlag würde man nebenbei vielleicht einen wenn auch sehr kleinen Schritt zurück zur Leistungsgesellschaft machen, statt weiterhin eine Erbengesellschaft zu sein.

  14. Tja, wer will 50% der Bevölkerung verklickern, dass sie, in der Tat, sich nicht genug angestrengt haben, für das, was ihre Rentenpunkte grade wert sein sollen. Jahre abstottern reicht halt nicht, man hätte Friedensdividende, Verschließgewinne aus Infrastruktur nicht einsacken dürfen und sich dann darauf herausreden sollen, dass 1-2 Kinder richtig für einen seien und die Gesellschaft stecke das schon weg.

    Es tut weh und man hört es immer schön, wenn die Leute maulen, das Erbe werde einem weggenommen oder man hätte einen Anspruch darauf die Pflege finanziert zu bekommen. Nein. Ihr habt das System nicht in Schuss gehalten, dass euch das finanziert hätte (die Demographie erhalten) und dann habt ihr auch noch über die Verhältnisse gelebt. Ihr habt auch nicht Ersatzmaßnahmen ergriffen.

    Streicht das Maximum zusammen was ein Rentenpunkt wert ist und hebt die Rente nochmal 3 Jahre an. Niemand wird am Hungertuch nagen, dafür wird der deutsche Staat sorgen, aber irgendwo muss man anfangen.

  15. “Wirtschaftsweise” ist auch so ein Begriff, der sofort Brechreiz auslöst…

  16. Schön mal was über andere politische Themen zu lesen als “MiGrAtIoN!!!2!”. Und dann noch ein paar inhaltliche Punkte. Bin begeistert, mehr davon, richtig erholsam zur Abwechslung 

  17. Gebt mir doch wenigstens die Möglichkeit, mich privat selbst abzusichern über den Kapitalmarkt. Aber selbst da werden einem massiv Steine in den Weg gelegt. Keine Partei hat etwas für die Jungen im Angebot.

    Wir sehen dem Niedergang einfach entgegen, Hauptsache die Rentner und baldigen Rentner können noch irgendwie vom Wohlstand zehren. Danach ist sowieso alles vorbei.

  18. Ich verstehe nicht, was daran so kompliziert ist.

    Also die Umsetzung stell ich mir sehr sehr kompliziert vor.

    Aber das Ziel sollte mMn klar sein:

    – Abbau sämtlicher Steuerzuschüsse in die Rente in max. 5 Jahren, _inklusive Pensionen von Beamten_, die über die Grundsicherung hinaus gehen
    – Grundsicherung aka Hartz IV für alles übrige, mit Ausnahme der Regelungen für Erspartes und für die Größe der Wohnung, das sollte bei Rente+Hartz IV entspannter gesehen werden, auch bei Aufstockern (gut, hier gehört eigentlich der Mindestlohn erhöht)
    – Festsetzung einer automatischen Progression gekoppelt an Inflation, Lebenshaltungskosten, und die verfügbaren Mittel/Beiträge
    – Anschließend endlich Einführung einer Bürgerversicherung, wenn die Pensionen abgewickelt sind

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