Der Benzinpreis lag im Jänner in Österreich durchschnittlich bei 1,571 Euro und damit um 6,3 Cent höher als im Dezember 2024. Diesel kostete im Jänner im Schnitt 1,609 Euro (plus 6,2 Cent). Diese Preissteigerungen liegen deutlich über den drei Cent pro Liter, die durch die Erhöhung der CO2-Bepreisung zum Jahreswechsel zu rechtfertigen seien, heißt es vom ÖAMTC.
Ausschlagegebend für die zusätzliche Erhöhung sei der gestiegene Ölpreis: Speziell Mitte Jänner ließ dessen Niveau laut ÖAMTC auch die Preise an den Zapfsäulen kurzfristig auf die bisherigen Jahreshöchstwerte von 1,619 bei Super und 1,659 bei Diesel ansteigen. Zum Ende des Monats hin relativierte sich dieser Aufschlag etwas, sodass man seit Anfang Februar wieder etwas günstiger tanken kann.
Günstiger als im EU-Schnitt
Im EU-Vergleich tankt man Superbenzin in Österreich etwas günstiger als im Durchschnitt, geringer ist der Unterschied bei Diesel. Besonderes Urlaubende, die die Semesterferien für eine Fahrt nach Deutschland oder Italien nutzen, sollten möglichst noch in Österreich tanken, wie der Automobil-Club empfiehlt: Beide Nachbarn gehören traditionell zu den eher hochpreisigen Ländern, was Sprit betrifft. Etwas günstiger als in Österreich ist es hingegen in Tschechien, Ungarn und Slowenien. In der Slowakei ist Super teurer, Diesel günstiger als hierzulande.
Vorarlberg auch derzeit über dem Österreichschnitt
Auch innerhalb von Österreich zahlt sich der Preisvergleich aus. Speziell wer vom Osten Richtung Westen aufbricht, tankt zuhause oft günstiger. In Vorarlberg, Tirol und Salzburg liegen die Preise hingegen meist über dem Österreich-Durchschnitt.
Die E-Control ermittelt laufend den Median über die Spritpreis-Meldungen an den offiziellen Spritpreisrechner. Am Dienstag lag dieser österreichweit für Diesel bei 1,612 Euro und für Super bei 1,586 Euro. In Vorarlberg lagen die Preise bei 1,639 Euro für Diesel und bei 1,619 für Super.
Wie man günstig tankt
Aufgrund der aktuellen Verordnung über die Erhöhung von Kraftstoffpreisen ist es derzeit laut ÖAMTC am günstigsten, knapp vor 12.00 Uhr zu tanken. Diese Verordnung besagt, dass Preiserhöhungen nur einmal täglich, nämlich um 12.00 Uhr erlaubt sind. Preissenkungen sind jedoch jederzeit in unbegrenzter Anzahl und unbegrenztem Ausmaß möglich.
Sprit für einen Cent: Polizei ermittelt
Tendenziell sind die Spritpreise am Sonntag bzw. Montagvormittag am günstigsten. Zum Wochenende hin wird es tendenziell teurer. An Autobahntankstellen zahlt man die österreichweiten Höchstpreise.
Tipps zum Spritsparennach dem Start sofort losfahrenvorausschauend und möglichst konstant fahrenBeschleunigungsphasen nur so lang wie erforderlichunnötige Schaltvorgänge vermeiden – Gänge, wenn möglich, überspringenim höchstmöglichen Gang fahrenRollphasen nutzenim Stand Motor abschaltenTempomat sinnvoll einsetzenReifendruck prüfenkeine unnötigen Lasten mitführen