Die EU-Kommission hat im Januar einen strategischen Dialog zur Zukunft der Automobilindustrie begonnen. Die Autolobby macht ihren Einfluss geltend und kann die Maßnahmen abschwächen.
Kern der Diskussion sind die ab 2025 geltenden strengeren CO₂-Flottengrenzwerte für die Autobauer sowie das für 2035 geplante Verbrenner-Aus. Die schwache Nachfrage nach E-Autos führt zu Forderungen nach weniger strengen Vorgaben. Ein erste Errungenschaft der Autokonzerne zum Erhalt ihrer Wettbewerbsfähigkeit: Der Verkauf von Plug-in-Hybriden nach 2035 soll nicht ausgeschlossen werden. In einem kürzlich veröffentlichten EU-Strategiepapier heißt es, man wolle „mögliche Flexibilitäten prüfen, um sicherzustellen, dass unsere Industrie wettbewerbsfähig bleibt, ohne die Gesamtambitionen der Ziele für 2025 zu senken.“
Lockerungen bei CO₂-Vorgaben denkbar
Laut Berichten gibt es verschiedene Szenarien für die EU-Politik, darunter die Möglichkeit, CO₂-Strafen zu verschieben, diese mit künftigen Unterschreitungen der Grenzwerte zu verrechnen oder das „Verbrenner-Aus” durch die Zulassung von Plug-in-Hybriden nach 2035 abzuschwächen. Dass auch mit synthetischen Kraftstoffen, sogenannten E-Fuels, betankte Verbrenner weiterverkauft werden dürfen, gilt bereits als ausgemacht.
Das Original zu diesem Beitrag “Verbrenner-Aus ab 2035 auf der Kippe: EU-Kommission offen für Kompromisse” stammt von Bit Projects.