Ohne FPÖVP-Regierung auch keine milliardenschwere Budgetsanierung 2025, mit deren Versprechen der Finanzminister vor einem Monat ein EU-Verfahren wegen übermäßigen Defizits abwenden konnte.
Gunter Mayr ist nicht zu beneiden. Dabei sah es noch vor vier Wochen so aus, als sei einer der größten Kelche an ihm vorbeigegangen, vor denen sich ein österreichischer Finanzminister fürchten muss, nämlich ein EU-Verfahren wegen übermäßigen Defizits. Die Koalitionsverhandler von FPÖ und ÖVP hatten sich binnen Windeseile auf ein rund 6,4 Milliarden Euro umfassendes Paket an Maßnahmen geeinigt, um das Defizit im laufenden Jahr unter die Drei-Prozent-Grenze zu drücken. „Österreich wendet Defizitverfahren ab und bewahrt Budgetsouveränität“, konnte Mayr am 17. Jänner nach dem Sanktus durch die Europäische Kommission frohlocken.