Erst Trinkgeld, dann Service: Die Prozente-Bettelei am Kartenterminal ist respektlos

by Nekronean

31 comments
  1. Hatten wir nicht mal nen Bot, der doppelte Einreichungen automatisch entfernt hat?

  2. > Ich fragte jüngst die Kassiererin: „Was ist das? Kann ich mir hier den Rabatt aussuchen, den ich bekomme, weil ich bei Ihnen anstehe, im Stehen warte und mir dann alles selber an den Tisch serviere, bevor ich Tasse und Teller am Ende in ein Regal mit benutztem Geschirr abstelle?“

    > Fand die nicht lustig.

    Normalster Wirtschaftswoche-Redakteur.

  3. das klingt jetzt sehr nach “r/iamverybadass” aber wenn ich das bei einem kartenautomaten sehe drücke ich immer “eigener betrag” und dann 0%. Ich hasse das wirklich sehr.

  4. Im Lokal grundsätzlich das „X“ für „Nix“ tippen, das kann gar nicht klein genug sein, als dass ich das nicht finde.

    An der Theke oder im Laden das Gerät zurückgeben und deutlich sagen, dass da etwas mit dem Kartenleser nicht stimmt und man nicht direkt zahlen kann.

    Abstimmung mit dem Geldbeutel, was anderes hilft nicht.

  5. Finde den amerikanischen Trinkgeld-Trend sehr bedenklich. Das sollten wir uns nicht abschauen.

  6. Bei solchen Dingen gibts dann 0,0€ Trinkgeld, und hingegangen wird danach auch nicht mehr. Ekelhaft

  7. Das MINDESTE wäre, dass der “kein Trinkgeld” Button genau so groß sein muss wie die anderen. Es kann nciht sein, dass man den irgendwo klein in der Ecke suchen muss.

  8. Wer aktiv nach Trinkgeld fragt bekommt von mir grundsätzlich keines und ich werde immer versuchen danach zu Alternativen zu gehen. Darauf weise ich das Personal dann aber auch hin.

  9. Bei uns in der Winterhütte, in der es bis Ende Januar Glühwein gibt (man will ja nicht schon Weihnachten fertig sein mit Geld verdienen), der eh schon 4,50€ kostet, wird auch seit letzter Saison nach Trinkgeld gebettelt beim digitalen Bezahlen. Wohlgemerkt, man geht an den Tresen, bestellt, nimmt sein Getränk und bringt das danach wieder da hin. Kein sonstiger Service. Das ist lächerlich. Kiezgebiet, das Ding ist jeden Tag rappelvoll, hier muss man also als Anbieter nicht gerade sehen, wo man bleibt.
    Gegen amerikanische Verhältnisse ist das aber noch wenig, da wird das mittlerweile bei jeder digitalen Zahlung gefragt.

  10. Konsequent 0% geben. Wenn die merken, dass das durchschnittliche Trinkgeld beim betteln geringer ausfällt als auf herkömmliche Weise hat sich der Spuk schnell erledigt.

    Es muss nicht alles aus den USA hierhin metastasieren.

  11. > Das Leipziger Start-up Tippie etwa bietet so etwas an. Bei denen kann theoretisch jeder Kellner seinen eigenen QR-Code am Hemd tragen und bekommt das Geld direkt persönlich überwiesen. Keine umständliche Aufteilerei mehr nötig.

    Oh ja, das freut die Kellnerinnen sicher sehr wenn Kunden ihre Handykamera auf ihren Oberkörper richten. 

  12. Ich finde es gut endlich die selbe Möglichkeit zu haben wie in den USA.
    Und wie beim Bargeld auch kann ich ja entscheiden, ob ich gebe oder nicht.
    Was schwierig ist, wenn ich das eingeben soll, bevor ich den Service hatte.
    Da kommt bei mir konsequent eine 0 mit mündlicher Begründung.

  13. **SCHREIBT ES IN DIE REZENSIONEN**

    Und behaltet ein Foto der Rechnung sonst löschen die das.

    Die Läden sehen nur dass anteilig mehr Trinkgeld reinkommt, nicht dass Kunden frustriert sind, auch nicht dass sie ggf. wegbleiben

  14. Das ist eben die “Rache” der Restaurantbetreiber dafür, dass Kunden nicht bar bezahlen…

  15. > Ich fragte jüngst die Kassiererin: „Was ist das? Kann ich mir hier den Rabatt aussuchen, den ich bekomme, weil ich bei Ihnen anstehe, im Stehen warte und mir dann alles selber an den Tisch serviere, bevor ich Tasse und Teller am Ende in ein Regal mit benutztem Geschirr abstelle?“

    >Fand die nicht lustig.

    Ich schon. Unlustig ist Zwangstrinkgeld für nix.

  16. Diese Antwort muss ich mir merken:

    “Ich fragte jüngst die Kassiererin: „Was ist das? Kann ich mir hier den Rabatt aussuchen, den ich bekomme, weil ich bei Ihnen anstehe, im Stehen warte und mir dann alles selber an den Tisch serviere, bevor ich Tasse und Teller am Ende in ein Regal mit benutztem Geschirr abstelle?“”

    Schon cool. Vermutlich vergesse ich das wieder, aber diese Schlagfertigkeit wird gebraucht.

    Zum Thema: Ich meide solchen Läden, wenn es irgendwie machbar ist. Super frech, übergriffig und die Meisten sehen sich dann auch noch im Recht.

  17. Trinkgeld ist eine schön Geste wenn man den Service gut fand aber es ist und bleibst eine Geste und nicht mehr.

    Betreffend dieser Trinkgeldfelder hat das soweit ich gelesen habe weniger mit dem
    Unternehmen XYZ zutun sondern das diese Bezahlsysteme alles Amerikanische Systeme sind und da dort das Trinkgeld sowieso zum „zwang“ mutiert/ mutiert ist. Wir bekommen einfach die Software und damit auch diese Felder

  18. Die EU reguliert doch sonst jeden Mist, hier wäre es mal wirklich notwendig…

  19. War neulich an einer Bar, keine Bedienung sondern direkt am Tresen, und das Display des Bezahlterminal hatte nur 5%, 10%, 15%, 20% als Auswahlmöglichkeit angezeigt. Ich hab dann ein bisschen rumgedrückt und der grüne OK-Button hat das letztendlich übersprungen, aber das war erstmal sehr irritierend und hatte einen Trinkgeldzwang vorgetäuscht. Kann mir gut vorstellen, dass viele sich da genötigt fühlen und einfach auf 5% drauf drücken.

    Vorallem direkt am Tresen ist das maximal frech und da vergeht einem echt die Lust auf Geld ausgeben.

  20. Man sollte dazu sagen das die Betriebe da nicht immer Kontrolle drüber haben wenn die Firma des Kartengeräts den Mist integriert. Klar man kann sagen anderen Partner suchen, ist aber halt auch nicht immer so simpel.

  21. Und man muss dem Gastronom auch vertrauen, dass er das Trinkgeld tatsächlich zu 100% weiter an seine Mitarbeiter gibt. Ich hab schon einige Lieferboten gefragt (die nicht bei Lieferrando selber angestellt waren), ob Sie denn das Trinkgeld aus der App erhalten würden. Fast alle haben “Nein” gesagt. Ich denke in der Gastro wird das ähnlich sein.

  22. Ich frage meist “Und wie stelle ich das auf Null?”, und gebe der Bedienung anschließend Trinkgeld bar auf die Hand.

  23. Genau deswegen bin ich so gerne in Asien unterwegs. Ob China oder Japan, Trinkgeld ist verpönt.

  24. Zwei zerdrückte Laugenstangen am Bahnhof in eine Tüte gedrückt, bitte 15 % Trinkgeld danke 🙏

  25. so ein button ist abrechnungstechnisch ein kompletter albtraum. trinkgeld ist in deutschland ein direktes geschenk des kunden an den arbeitnehmer, das sollte in der buchführung des arbeitgebers niemals auftauchen. wenn es an den arbeitgeber überwiesen wird, dann muss er es als einnahme versteuern und sich dann überlegen wie er es an auf die arbeitnehmer aufteilt und auszahlt (wo es dann nochmal besteuert wird).

  26. Bekomme ich auch Trinkgeld, wenn ich als Kunde den Service (Bestellung ausnehmen, Bestellung zum Platz bringen) für das Unternehmen erledige?

  27. Können wir nicht diesen amerikanischen Scheiß nachmachen?

    Wir stehen drüber.

  28. Ganz einfache Reaktion: Ich frage nach Rabatt. Für 10 % Rabatt gebe ich 10 % Trinkgeld.

  29. So Läden werden direkt gemieden, letztens hatte ich das auch beim Zahlen mit der Karte an der SB Essensausgabe bei “Frau im Mond”(Deutsches Museum/ München), Unverschämtheit hoch 3 sowas

  30. Finde ich auch nicht cool. Man fühlt sich blöd wenn man dann kein Trinkgeld gibt.

  31. Am besten sollten wir anfangen einen kleinen Betrag der Rechnung abzuziehen wegen schlechtem Service.

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