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Ein 23-jähriger Syrer sticht mit einem Messer auf Passanten in Villach ein. Am Tag darauf wird klar: Es war ein Anschlag mit IS-Bezug in Österreich.
Villach – Österreich ist tief getroffen. Ein 14-Jähriger ist tot, mehrere Menschen verletzt. Mit einem Messer wurden sie am Samstag (15. Februar) von einem 23-Jährigen auf offener Straße angegriffen. Was aktuell über den Messer-Anschlag in Villach bekannt ist.
Anschlag mit IS-Bezug in Österreich: 14-Jähriger stirbt – drei Personen aktuell auf Intensivstation
Wie viele Opfer gab es? Insgesamt sechs Menschen wurden vom Amokläufer verletzt. Laut Polizei befinden sich drei der Verletzten auf der Intensivstation, eine Person ist stabil und eine wurde ambulant behandelt. Ein 14-Jähriger starb.

Michaela Kohlweiß, Landespolizeidirektorin, nannte am Sonntag Details zum Anschlag von Villach. © Screenshot/ORF/Gerd Eggenberger/picture alliance/dpa/APAMesser-Anschlag in Villach: Mutmaßlicher Täter aus Syrien besitzt Aufenthaltsgenehmigung in Österreich
Wer ist der Täter? Nach Angaben der Polizei handelt es sich um einen 23-jährigen Mann mit syrischer Staatsbürgerschaft. Er war aus Syrien geflüchtet und besitzt eine Aufenthaltsgenehmigung in Österreich.
Villach-Täter stach „wahllos“ auf Passanten ein – offenbar Einzeltäter
Was war das Motiv? „Es handelt sich hier um einen islamistischen Anschlag mit IS-Bezug“, sagt Österreichs Innenminister Gerhard Karner bei einer Pressekonferenz am Sonntag (16. Februar). Der 23-Jährige habe sich innerhalb kürzester Zeit online radikalisiert. In seiner Wohnung seien IS-Flaggen gefunden worden. Beim Angriff in Villach soll der Täter „Allahu Akbar“ gerufen habe, das wird aktuell überprüft. Ein Polizeisprecher sagt, der Mann sei „wahllos auf Passanten losgegangen“. Bei allen Opfern handelt es sich um Zufallsopfer. Als Reaktion kündigte Karner unter anderem „anlasslose Massenüberprüfungen“ an.
War es ein Einzeltäter? Hierzu hatte es in Österreich zunächst Verwirrung gegeben. Kurz nach der Tat in Villach hatten diverse Medien weitere Taten in der Umgebung gemeldet, das stellte sich später jedoch als falsch heraus. „Wir mussten kurzzeitig davon ausgehen, dass es einen zweiten Täter geben könnte“, erklärt die Polizei am Tag darauf. Heute gehen die Behörden von einem unmittelbaren Tatverdächtigen aus.
Schlimmeres wurde in Villach von einem Essenslieferanten, ebenfalls Syrer, verhindert. Er hatte den Mann mit seinem Auto angefahren. (moe)