Mittelschicht am Limit: Familie fordert bezahlbare Mieten und Lebensmittel

by Silly-Ad-1312

28 comments
  1. Die nächste Bundesregierung solle dafür sorgen, dass Familien hochwertige Lebensmittel kaufen können, fordern Laura und Tim. Zum Beispiel, indem sie die Mehrwertsteuer auf Öko-Lebensmittel von sieben auf null Prozent absenke. Oder generell für Obst und Gemüse. Das hätte mehrere Effekte. Die Preise in den Läden würden sinken, Bauern aus der Region würden profitieren, Tierwohl und Klimaschutz würden in den Vordergrund rücken.

    Zitat aus dem Artikel

  2. > Besonders gespürt habe er es beim Bäcker. Statt in der Mittagspause ein belegtes Brötchen zu holen, bringe er sich jetzt meistens Essen von zu Hause mit.

    Das war aus meiner Sicht “früher” (bis vor 15-20 Jahren) doch aber eher normal. Sich jeden Tag was vom Bäcker oder aus der Kantine zu holen, ist für mich ein eher jüngeres Phänomen, oder täusche ich mich da?

  3. Dann sollte die Mittelschicht vielleicht mal Parteien wählen, die diese Probleme angehen wollen.

  4. Der soziale Wohnungsbau müsste eigentlich massiv ausgeweitet werden. Und nicht nur für Leute mit wenig Einkommen, sondern auch für Durchschnittsverdiener.

    Aktuell geht der Trend ja dazu, dass nur noch richtig Reiche und ganz Arme in den Städten wohnen können.

  5. > Wahrscheinlich wäre eine Immobilie auf dem Land etwas günstiger als in Stuttgart, aber die Familie ist im Stadtteil Plieningen verwurzelt. Die neunjährige Mathilda und die fünfjährige Juna haben viele Freunde hier, es ist nah zu Kindergarten, Schule und Arbeit.

    Wasch mich, aber mach mich nicht nass.

    > dreieinhalb-Zimmer-Wohnung, die knapp 100 Quadratmeter groß ist. Mit Nebenkosten zahlt die Familie dafür an die 1.500 Euro Miete

    In Plieningen gibt es über 80m² ab 300k. Bei 4% Zinsen und einer Rate von gut 1.5k, haben sie die Immobilie ohne Eigenkapital in 30 Jahren abbezahlt. Klingt doch ganz machbar.

  6. leider nicht Thema des Wahlkampfes, also nicht wichtig und wird nichts dagegen gemacht.

    kauf euch einfach ein Haus und Porsche… /s

  7. Okay Miete + Nebenkosten 1500€ . Wo sollen die anderen mindestens 2500€ hinwandern, wenn man nur gebraucht Kleidung kauft und kein Luxus hat, wie der Artikel suggeriert?

  8. Wie kann man nur so etwas übertriebenes fordern? Verdammte Kommunisten!

  9. Wir brauchen dringend:
    – schnellere Baugenehmigungen (aktuell dauerts oft 1+ Jahr)
    – mehr Nachverdichtung statt Einfamilienhäuser
    – weniger NIMBY-Klagen gegen neue Wohnungen
    – Bebauungspläne modernisieren für höhere/dichtere Bebauung
    – mehr Bauland

    tl;dr: Mehr bauen = niedrigere Mieten. Ist echt nicht rocket science.

    /r/de_YIMBY

  10. …und wählt trotzdem weiterhin rechte Parteien, anstatt denen, die sowas Umsetzen wollen?

  11. In Deutschland mussten die Menschen “früher” erheblich mehr für Lebensmittel ausgeben. Und auch im europäischen Vergleich geben wir wirklich wenig aus:

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/301863/umfrage/konsumausgaben-fuer-nahrungsmittel-und-getraenke-im-europaweitem-vergleich/

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/75719/umfrage/ausgaben-fuer-nahrungsmittel-in-deutschland-seit-1900/

    Da sind die Anstiege seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs eher gering, wenn man bedenkt, was für ein riesiger Umbruch das für die Energieversorgung war.

    Die Mietbelastungsqoute hat sich in Deutschland komplexer entwickelt:

    https://www.diw.de/de/diw_01.c.916094.de/publikationen/wochenberichte/2024_41_1/mietbelastung_in_deutschland__in_den_letzten_jahren_nicht_gestiegen__aber_ungleich_verteilt.html#:~:text=Insgesamt%20wuchs%20die%20Mietbelastung%20in,Miete%20aus%20als%20die%20einkommensst%C3%A4rksten.

    Ich bin allerdings sicher, dass diese Familie nun wirklich nicht als sozial schwach oder hilfebedürftig qualifiziert werden kann.

    Hier glaube ich eher, dass romantische Vorstellungen von “früher” oder “normal” zu einem Gefühl der Hilfebedürftigkeit führen.

  12. Alles vernünftige Forderungen, aber mir der vermutlich kommenden Bundesregierung können sie sich die genauso in die Haare schmieren. Waren solche Themen überhaupt mal Gegenstand einer der jüngsten Debatten und Duelle?

  13. >Mit ihrem Mann Tim und den Töchtern Juna und Mathilda lebt sie in einer dreieinhalb-Zimmer-Wohnung, die knapp 100 Quadratmeter groß ist. Mit Nebenkosten zahlt die Familie dafür an die 1.500 Euro Miete.

    Junge, ist das günstig.

    Ja, ich komme aus München – hier wären für sowas 2000-3000€ fällig.

  14. “Urlaub nur selten und wenn dann in Deutschland. Statt ins Restaurant zu gehen, kochen die Eltern selbst.” Deren Einkommen soll über dem Durchschnitt für eine vierköpfige Familie liegen. Finde ich schon krass, wenn die sich nicht mal einen Restaurantbesuch gönnen können. Können User hier bestätigen,  dass es tatsächlich mit 2 Kindern so teuer wird?

  15. Boah, sorry aber

    >Mit ihrem Mann Tim und den Töchtern Juna und Mathilda lebt sie in einer dreieinhalb-Zimmer-Wohnung, die knapp 100 Quadratmeter groß ist. Mit Nebenkosten zahlt die Familie dafür an die 1.500 Euro Miete.

    >Wahrscheinlich wäre eine Immobilie auf dem Land etwas günstiger als in Stuttgart, aber die Familie ist im Stadtteil Plieningen verwurzelt.

    und dann

    >Beide Eltern arbeiten und ihr Einkommen liegt über dem Durchschnitt für eine vierköpfige Familie.

    >Über 800 Euro mussten die Fetzers für Gas nachzahlen.

    >Eine Playstation gibt es nicht, Urlaub nur selten und wenn dann in Deutschland. Statt ins Restaurant zu gehen, kochen die Eltern selbst.

    >”Uns ist es super wichtig, hochwertige Lebensmittel kaufen zu können. Und deswegen sparen wir in anderen Lebensbereichen.”

    Was denn nun? Überdurchschnittliches (wohlgemerkt NICHT Median! Also HÖHER! und das trotz 70% Arbeit der Frau) Gehalt, aber man kann sich die 500€ Playstation nicht leisten? Und eine einmalige Gasnachzahlung von 800€ (wenn sie wahrscheinlich >1k€ Steuerrückzahlung bekommen) ist auch eine extreme Belastung?

    Was sollen dann Unterschichtfamilien sagen? Am besten direkt zu Soylent Green verarbeiten, oder?

    Also ich will denen jetzt nicht unterstellen, dass sie nicht mit Geld umgehen können, aber ich frage mich doch wo denn das ganze Geld hinfließt, wenn sie kaum Urlaub machen, eine bezahlbare Wohnung in einer Großstadt haben, nur Second-Hand Kleidung beziehen und sich lediglich hochwertige Lebensmittel gönnen.

    Jeden Monat 2k€ Sparquote für einen ETF oder gleich gottlos auf Tesla verhebeln?

    Ich kann das Geheule auf hohem Niveau echt nicht mehr hören…

  16. Die Familie im Beitrag legt einen großen Wert auf Bio-Lebensmittel aufgrund von Klimaschutz. Bio ist allgemein deutlich schlechter für das Klima als konventionelle Lebensmittel, laut UBA bis zu 40% mehr CO2 für die gleichen Lebensmittel. Man kauft Bio vor allem, wenn man Gentechnik ablehnt, einen hohen Wert auf tierwohl legt oder kulinarische Vorlieben hat.

    Wem Klimaschutz wichtig ist, sollte sich vor allem pflanzlich ernähren, oder zumindest fleischarm. Das macht einen viel größeren Unterschied als Bio oder nicht. Für mich ist die Fokussierung auf ökologische Lebensmittel ein bisschen ein luxusproblem.

  17. Was für ein nichtssagender Artikel. Sie verdienen mehr als Durchschnitt aber die 1500 € Miete sind das Problem? Weil sie sich kein Eigenheim leisten können? Wobei das laut Artikel etwas außerhalb sogar günstiger wäre, aber sie sind in ihrem Stadtteil verwurzelt?

    Was ist das für eine Logik?

    Genauso der Hinweis auf das Brötchen das man nicht mehr beim Bäcker kauft. Oder die Kleidung die ein Mädchen ans andere weitergibt. Nennt sich Nachhaltigkeit.

    Sorry, teurer ist sicher alles, aber diese Eltern haben Probleme mit Geld zu wirtschaften bzw sinnvolle Entscheidungen zu treffen bzw mit denen dann auch zu leben. Ja, man kann nicht alles haben, man muss auch mal auf etwas verzichten. Das ist auch nicht schlimm.

  18. Wer mit rund 5000 Euro Netto als vierköpfige Familie nicht klarkommt, macht irgendetwas falsch. Fixkosten dürften maximal 3000 Euro sein, was passiert mit dem restlichen Geld?

  19. Wir müssen auch mal über “sozialen Wohnungsbau” reden. Das klingt immer nach billigen, hässlichen Plattenbauten auf absolut niedrigstem Standard für die wirklich Armen, die sich keine “normale” Wohnung leisten können. Aber wer sind denn diese Leute, die im sozialen Wohnungsbau leben?

    Fun-Fact ist, dass z.B. meine Familie (2 Erwachsene, 2 Kinder im KiGa-Alter) mit 2 Gehältern in der IT (beide “Senior” oder höher, mit 2x 75% Stelle, also beide 30-Stunden-Woche) sich beim hiesigen Mietspiegel für eine Wohnung aus dem sozialen Wohnungsbau qualifizieren würde. (Ich schreibe “würde”, weil wir Glück hatten und nicht drauf angewiesen sind, aber der reine Fakt schockt mich immer wieder)

  20. Die Reichen meckern ja gerne, dass die Abgaben so hoch seien:

    viele Leute geben allein 50%+ ihres Einkommens für die Miete aus. Aber das ist ja egal.

  21. “Wahrscheinlich wäre eine Immobilie auf dem Land etwas günstiger als in Stuttgart, aber die Familie ist im Stadtteil Plieningen verwurzelt.”

    Tja. Man muss Prioritäten setzen. Ist hart. Rund 20% der Jungen aus Ostdeutschland mussten wegen der Arbeit ihre “verwurzelten” Heimat den Rücken kehren.

  22. Sorry, das beste was wir anbieten können sind weitere Rentengeschenke und steigende Sozialabgaben.

  23. Immobilieninvestoren und Supermarktketten verdienen Milliarden indem sie die Preise immer höher schrauben. Z.B. der Besitzer von Lidl hat in den letzten 15 Jahren sein Vermögen von 10 auf 40 Milliarden Euro vermehrt, das sind ca 1 Million Euro Stundenlohn. Solange die damit durchkommen werden die auch weiterhin die Preise bis zur Schmerzgrenze erhöhen, freiwillig werden die damit nicht aufhören, warum auch? Solange dem nicht politisch ein Riegel vorgeschoben wird sind alle Diskussionen darüber hinfällig. Steuerentlastungen oder Erhöhung des Mindestlohns? Hey, die Leute haben wieder mehr Geld, schnell die Preise erhöhen und alles ist wieder wie vorher.

    Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_500_reichsten_Deutschen

  24. CDU/AfD/FDP so: Tut uns leid, da haben wir leider nichts im Angebot. Aber wie wäre es mit “Ausländer raus”?

  25. Deutsche Politiker*innen: Abschieben!!

    Ne im Ernst wirkliche Probleme spielen doch gar keine Rolle im Wahlkampf.

  26. Wie kann man so einen Müll Artikel schreiben? Diverse Aussagen, die sich widersprechen, absolute Miete nennen, das Einkommen aber als “über Durchschnitt” ohne zahlen. Sorry, aber da brauch sich auch keiner wundern, wenn für so eine journalistische Leistung keiner zahlen will.

  27. CDU, AfD und FDP bieten dafür adäquate Lösungen: Obdachlosigkeit, Zwangsarbeit und Zwangsumsiedlung.

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