TV-Kritik zur „Wahlarena“: Die Normalisierung der AfD ist hiermit abgeschlossen

by Taddy84

13 comments
  1. Die Art und Weise wie Alice Weidel und die AfD medial behandelt werden, sind meiner Meinung nach **auch** ein Grund dafür, dass die AfD so stark geworden ist. Ich halte es für absolut dumm der AfD bei jeder Gelegenheit einen Stock zwischen die Beine schmeißen zu wollen. Vor allem dann, wenn es augenscheinlich nicht mal funktioniert!

    Die AfD und deren Unterstützer fühlen sich durch diese Behandlung doch nur bestärkt in ihren Ansichten. Man muss sich selbst noch nicht mal ins Gespräch bringen, das machen ja ohnehin schon alle anderen

  2. Ja ist scheisse, aber das Problem ist halt daß eine rechtsextreme Partei je nach Umfrage zweistärkste Kraft werden könnte. Da ist halt der Punkt erreicht, wo man sie schlecht ausschliessen kann.

    Allerdings ist es sehr schade, daß Medien kein Kontra mehr geben können und jeder einfach Lügen oder Scheisse reden darf wie er will. Das hilft der AfD viel mehr als ihre reine Präsenz.

  3. Für den normalsterblichen ist halt aber deutlich geworden was für eine Politik die AfD anstrebt, dass sie keine sinnvollen Konzepte hat und außer Migration kein Thema auch nur ansatzweise relevant für sie ist.

    Hinzukommt das Weidel gezeigt hat wie sie ist: eine Roboterhafte empathielose arrogante Frau ohne jegliche ideale. Das alte Navigationssystem meines Vaters von Ende der 90er hatte mehr Persönlichkeit als diese Person.

  4. Es geht nunmal nicht mehr um Wahrheit und Verantwortung, sondern nur darum wessen Polemik am Lautesten ist. Und genau da punkten AfD, aber auch Trump/Musk/Vance. Die werbefinanzierte und paywallgesicherte Clickbait-Landschaft der Medien tut ihr Übriges, dass wir daran gewöhnt sind, unsere Meinung aus Überschriften und Statements zu ziehen, ohne sich die Mühe zu machen in die Tiefe zu gehen

  5. Die AfD ist etwa bei 20% und bildet damit etwa ein Fünftel der Wählerschaft ab. Zudem ist die Partei so die zweitstärkste in ganz Deutschland. Warum sollte diese also anders behandelt werden als der Rest der Parteien bzw. nicht als normale Partei gelten? Wohl oder übel muss man sich langsam mal mit der Idee abfinden, dass die Partei nicht einfach ignoriert werden kann und ein Umdenken nötig ist.

  6. Sehe ich nicht so.

    Weidel hat in allen ihren Auftritten eine äußerst schlechte Figur gemacht. Inkompetent, dünnhäutig und opportun.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass die AfD durch die TV-Duelle signifikant Menschen von sich überzeugt hat, im Gegenteil. Selbst in den rechten und AfD-Bubbles waren viele teils schockiert über das unsouveräne Auftreten von Weidel.

    Das war meiner Meinung nach die sicherste Form der “Entzauberung”, ohne die AfD in politischer Verantwortung sehen zu müssen.

  7. Joa man lässt sie halt scheiße reden und Faktenchecks intressieren sicher das Klientel nicht. Mich nervt bei den Talkshows auch massiv das so getan wird als hätten wir ein großes Migrationsproblem und die AFD-Thesen einfach übernommen werden, nur weils halt 2-3 Parteien laut schreien. Hier werden häufig Verfassungsrechtlich komplett unmögliche Dinge disktuiert, ohne Einordnung. Oder faktisch unmögliche wie Grenzssicherung mit der Bundespolizei. Oder Dinge wie die Grenzkontrollen die komplett sinnlos und nur eine show für viel Steuergeld sind als etwas positives Dargestellt.

  8. AfD oder nicht afd. Bislang fand ich alle Formate bescheiden. Bin eher der Meinung das Publikum sollte besser geschult werden und ausgewählt werden, damit da mal eine Diskussion mit Substanz kommt. Dieses ewige Gerambel was in Teilen schwurbelmäßig ist, aber trotzdem irgendwie in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Beispiel der Mann mit den 70 Pflegeheimen der unbedingt ungelernte Aushilfen aus dem Ausland braucht 🥲 oder gestern der völlig illusorische Ruf, dass man bitte 10000 Psychotherapeuten herzaubert (Ausbildungszeit stand heute 13 Jahre ab Bachelor), die auch noch syrisch, afghanisch und ein Dutzend afrikanische Dialekte sprechen. Sind das wirklich die Diskussionspartner, die wir als Herausforderer für Politiker brauchen, die Deutschland aus der schwersten Krise helfen?

  9. Eine Demokratie muss Debatten mit einer Partei, die in Umfragen bundesweit bei 20 Prozent liegt, führen. Auch außerhalb des Parlaments.

    Alles andere währe zusätzliches Wasser auf die Mühlen der AfD.

    Diese Debatten sind schwierig, weil Fakten im Moment der Debatte bisweilen wenig zählen. Diese Debatten sind mitunter unangenehm, weil die AfD vor einem Millionenpublikum zur besten Zeit rechtsradikale Meinungen äußern kann.

    Diese Debatte nicht zu führen, wäre allerdings der entschieden größere Fehler und würde von der AfD weitaus mehr ausgeschlachtet werden als die Chance sich neben CDU, SPD und Grünen in der gleichen Fernseh-Debatte präsentieren zu können.

  10. Ich verabscheue die AfD, doch sie bekommen nun einmal 20%, da hilft nur offenlegen was für ein Schwachsinn die labern. Wenn es die Wähler trotzdem nicht interessiert, dann ist das wohl leider so.

  11. Leute ich hatte nie gedacht dass ich mir das gute alte ViSdP zurück wünsche und Redaktionen für Leserbriefe.

    oder authentifizierten Pseudonymen. also Anonym nach außen aber haftbar, verantwortlich für Hetze und Lüge.

    irgendwelche Mechanismen.

    die ungebremste und völlig haftungsfreie Verbreitung von beliebig gequirltem Mist macht uns alle kaputt.

  12. Die AfD ist aktuell doch schon quasi zum Mittelpunkt der deutschen Politik geworden. So lang sich daran nichts ändert ist es auch egal wo jetzt Weidel (nicht) eingeladen wird oder wie die Gesprächsrunden ablaufen.

    Wenn keiner da ist um mit der AfD zu reden würde man zumindest über die AfD reden. Die Union wird aller Voraussicht nach die nächste Regierung führen und selbst bei denen wurde in letzter Zeit gefühlt nur noch über die Brandmauer gesprochen.

    Die AfD bestimmt den politischen Diskurs, ob aktiv oder passiv. 

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