Die EU-Kommission kommt der Autoindustrie bei den CO2-Strafzahlungen entgegen. Die Unternehmen sollen nun drei Jahre Zeit erhalten, um die CO2-Grenzwerte einzuhalten, sagte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen am Montag. Bei der Berechnung von möglichen Strafen soll nach Informationen aus Branchenkreisen der Durchschnittswert für die Jahre 2025 bis 2027 gebildet werden. Ursprünglich sollten die Werte für jedes Jahr einzeln gelten. Die Ziele selbst würden aber nicht verändert, sagte von der Leyen. Die EU-Kommission will am Mittwoch ihren Aktionsplan für die Branche vorlegen.
Die Autoindustrie in Europa leidet unter der schwachen Nachfrage, insbesondere nach Elektroautos. 2024 wurden nach Daten des Branchenverbandes ACEA 5,9 Prozent weniger Elektroautos verkauft als im Vorjahr. Das ist auch deswegen ein Problem für die Branche, weil seit diesem Jahr schärfere CO2-Grenzen gelten und Bußgelder in Milliardenhöhe drohen, wenn der Elektroauto-Anteil nicht deutlich steigt. Die Industrie macht sich seit Längerem dafür stark, diese CO2-Strafzahlungen zu verschieben oder abzumildern.
In einem Entwurf, der Reuters am Freitag vorlag, wurden zudem Pläne aufgezeichnet, wie Flottenbetreiber bei der Umstellung auf Elektroautos unterstützt werden sollen. Zudem soll die Batterieproduktion in Europa gestärkt werden.