
In 50 Prozent der Sozialwohnungen in NRW leben Menschen, die dazu nicht berechtigt sind. Das Land will trotzdem keine Kontrollen.
by PoroBraum

In 50 Prozent der Sozialwohnungen in NRW leben Menschen, die dazu nicht berechtigt sind. Das Land will trotzdem keine Kontrollen.
by PoroBraum
22 comments
Das ist auf NRW nicht begrenzt. Auch andere Bundesländer haben dieses Problem. Ein gängiger Trick ist dass man seine Partnerin, die tatsächlich weniger verdient, als Antragssteller angibt. Während man selber gut 3000€ netto verdient und schon kriegt man eine schöne 3-4 Zimmer Neubau Wohnung.
Wieder super Berichterstattung für die faschos, nicht das Leute da wohnen ist das Problem, der Mangel an Wohnungen und der regulatorische Aufwand ist das Problem mit dem der Wohnungsmarkt kämpft
Hier in Münster gibts da einige. Z.b. als Student mit WBS damals eingezogen, jetzt mit Frau, beide sehr gut verdienend und Kindern in der super günstigen großen Wohnung in zentraler Lage.
Die Frage ist doch: Auch wenn die Leute nicht mehr berechtigt wären ~ wie einfach ist es für die überhaupt umzuziehen?
Die Betroffene sagt ja selbst, dass viele Wohnungen einfach zu teuer sind und gewaltige Konkurrenz herrscht. Das ist etwas, das alle betrifft. Ich denke, auch die haben genau dasselbe Problem, dass sie quasi gefangen sind, da ein Umzug nicht marginale Mehrkosten, sondern immense Mehrkosten bedeutet und wir nicht wissen, wieviel mehr die Leute eigentlich verdienen.
Insofern muss eine Lösungen für alle her. Etwas, was Leute ohne Brechtigung ermöglicht umzuziehen.
Ich seh’ es hier ja selbst: Ein WB-Schein ermöglicht Zugriff auf Wohnungen, die viele hunderte Euro günstiger sind. Da ist ein gewaltiger Spalt und ich befürchte, dass viele besser gestellten (wir reden hier nicht von super reichen) sich dann plötzlich trotz gutem Job auf dem Niveau von Armen wiederfinden (oder nah dran).
*” Mit den Einnahmen wird der Verwaltungsaufwand der Kommunen finanziert, der Rest fließt in den Neubau von Sozialwohnungen.”*
Sollte das nicht vielleicht auch anders gewichtet werden?
„Will trotzdem keine Kontrollen.“ ist doch eher so, dass dafür ohnehin kein Personal zur Verfügung steht.
Selbst oft genug mitbekommen, dass in Wohnungen für die ein WBS benötigt wird, Studenten einziehen, und dann auch lange nach erfolgreich abgeschlossen Studium dort wohnen, wo man schwer davon ausgehen muss, dass sie mittlerweile ordentlich Geld verdienen.
Dem Vermieter kann es egal sein, der wird sich eher noch freuen, dass er einen zuverlässigen Mieter hat, aber Sinn der Sache kann es doch nicht sein.
https://de.wikipedia.org/wiki/Fehlbelegungsabgabe
Schön zu sehen, dass es nicht nur in NRW so ist.
>Durch eine neue Situation auf dem Wohnungsmarkt sowie erwarteten höheren Verwaltungskosten bei gleichzeitig sinkenden Einnahmen aus Fehlbelegungsabgaben wurde die Fehlbelegungsabgabe in den meisten Bundesländern zu unterschiedlichen Zeitpunkten abgeschafft. Ziel der Abschaffung der Fehlbelegungsabgabe war auch, für eine bessere Sozialstruktur in Wohnvierteln zu sorgen. Die Fehlbelegungsabgabe hatte oftmals dafür gesorgt, dass Besserverdienende aus vormals gemischten Wohnquartieren wegzogen, wodurch sich z. T. homogene Brennpunkte entwickeln konnten.
Inwieweit dieser Punkt bei den aktuellen Mieten weiterhin ein Rolle spielen würde vermag ich nicht zu beurteilen. Ich weiß aber, dass es bei mir in der Umgebung deutlich weniger Sozialwohnungen gibt als dies früher der Fall war. Gäbe also weniger zu kontrollieren aber auch weniger zu holen.
Wobei man auch erstmal die Arbeit auf die Vermieter abwälzen könnte.
Gibt auch echt so Fälle, da bin ich mir selbst nicht sicher, wie man damit umgehen sollte. Bspw. WBS aufgrund von Behinderung, aber die Person mit Behinderung stirbt. Was macht man jetzt mit der restlichen Familie? Das ist schon eine Art Härtefall. Wobei die meisten Beispiele einen solchen Härtefall nicht darstellen.
Chef, ich würde gerne einen Artikel über die eigentliche Problematik am Wohnungsmarkt schreiben.
Nein, ich habe eine bessere Idee!
Eine vollständige steuerzahlung eines Random Unternehmens wie Apple, Amazon oder Google und die Kosten dafür sind gedeckt. Hört endlich auf nach unten zu treten wenn wir da alle sind.
Sozialwohnungen für alle!!
Jep, kenne auch ein Paar die mal mit Paragraph 5 Schein in ne schöne 3Zimmer-Bude eingezogen sind. Gehören jetzt zu Topverdiener und leben immer noch in der gleichen Wohnung. Ich gehöre mit meinen Verdienst wohr eher zum unteren Mittelstand und bezahle aber bedeutend mehr für meine 1.5 Zimmer Wohnung.. 😆
Ich glaube die Lösung ist eher wesentlich mehr sozialen Wohnungsbau betreiben, Bedarf ist ja da.
Deswegen würde ich diesen ganzen Kack mit Sozialwohnungen abschaffen und nur noch Wohngeld verteilen. Hier bei uns gibt es top renovierte Häuser von der Stadt für „Bedürftige“ und direkt daneben das gleiche unrenoviert, für viel Geld. Das hat nichts mehr mit sozialer Gerechtigkeit zu tun.
Warum sollten sie das auch kontrollieren? Man muss sich nur vor Augen halten, was passiert, wenn sie die alle auf den ohnehin strapazierten Wohnungsmarkt zwingen. Solange das generelle Problem des Wohnraummangels nicht angegangen wird, braucht man sich um sowas gar keine Gedanken machen.
Nur mehr Sozialwohnung bauen reicht halt nicht wenn da dann zu 50% Nicht-Bedürftige leben, gut subventioniert vom Steuerzahler.
Und r/Finanzen so: yeah, 10 Jahre früher FIRE!
Heiße Idee: Die Leute müssen nicht die Wohnung verlassen, sondern nach Wegfall der Bedürftigkeit den aktuellen Mietspiegel zahlen. Der “Gewinn” geht wieder in den Fördertopf des sozialen Wohnungsbaus.
Die ehemaligen WBS-Mieter haben so immer noch einen fairen Mietpreis und müssen nicht wieder auf den Mietmarkt und gleichzeitig wird der Wohnungsbau gefördert.
Ein Entfernen aus der Wohnung währe ja ein Negativanreiz überhaupt Nettozahler zu werden. Stell dir vor du hast am Anfang deiner Karriere drei Kinder und musst dann wenn es drauf ankommt wieder auf den normalen Mietmarkt und hast am Ende weniger als zuvor, während Stopfhülsen-Stephan gemütlich in seiner WBS-Butze bleiben kann.
Baut mehr Sozialwohnungen!
Senkt die Miete für uns alle und bietet Leuten ein Zuhause.
Unpopuläre Meinung, aber: Dieses Problem entsteht durch Regulierung. Wenn zB Mieten erhöht werden können dann bleibt kein Einzelner in ner 90qm Wohnung weil er alleine das nicht tragen kann. Da ist es gut wenn er rausgepusht wird in was kleineres, und ein Paar sich das Große leisten kann.
Wie asozial!
Wird in Städten wie Hamburg nicht anders sein. Viele priviligierte ergreifen die Chance, wenn zum Beispiel die Kinder kommen und beide Eltern temporär durch Elternzeit und oder Reduktion der Arbeitszeit weniger Geld verdienen. Nach zwei Jahren gibt’s dann wieder 150k Haushaltseinkommen und die Miete bleibt schön bei 9 Euro. Interessanterweise fordert aber nicht mal die Linke die Einführung solcher Berechtigungschecks mit Ersatzabgabe, falls der Check die Nichtberechtigung ergibt.
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