StartseitePolitik

DruckenTeilen

Die USA drängen im Ukraine-Krieg auf eine schnelle Waffenruhe. Putin weicht aus und stellt Telefonat mit Trump in Aussicht. Der News-Ticker.

Update, 22.40 Uhr: In der ukrainischen Stadt Charkiw sind bei einem russischen Drohnenangriff mindestens sieben Menschen verletzt worden. Wie Bürgermeister Ihor Terechow auf Telegram mitgeteilt hat, sei unter den Verletzten auch ein Kind. Zudem seien durch die Angriffe mehrere Brände ausgelöst worden. Der Angriff ereignete sich inmitten der Gespräche um eine mögliche Waffenruhe im Ukraine-Krieg.

Update 20.57 Uhr: Der ukrainische Präsident hat die Äußerungen von Russlands Präsident Wladimir Putin über eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg als „sehr vorhersehbar“ und „sehr manipulativ“ bezeichnet. „Putin hat natürlich Angst, Präsident Trump direkt zu sagen, dass er diesen Krieg fortsetzen will, dass er Ukrainer töten will“, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Die Aussagen auf der Pressekonferenz am Nachmittag seien nichts weiter als „eine weitere russische Manipulation“ gewesen.

Waffenruhe im Ukraine-Krieg? Trump warnt Putin vor „enttäuschendem Moment“

Update 18.57 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat mit Blick auf die Äußerungen von Russlands Staatschef Wladimir Putin zu einer möglichen Waffenruhe im Ukraine-Krieg von einer „vielversprechenden“, aber „nicht vollständigen“ Erklärung gesprochen. „Viele Details eines endgültigen Abkommens sind bereits besprochen worden. Jetzt werden wir sehen, ob Russland dabei ist. Falls nicht, wird das ein sehr enttäuschender Moment für die Welt sein“, sagte Trump in Washington.

Offen zeigte sich Trump derweil für ein weiteres persönliches Gespräch mit Putin. Der russische Präsident hatte bei der Pressekonferenz am Nachmittag ein erneutes Telefonat mit Trump in Aussicht gestellt. Der US-Präsident bekräftigte, er wolle sich „gerne mit Putin treffen oder mit ihm reden“. „Aber wir müssen es schnell hinter uns bringen.“

Die USA wollen in der Ukraine eine schnelle Waffenruhe. Doch Putin reagiert zurückhaltend auf die Pläne.

Die USA wollen in der Ukraine eine schnelle Waffenruhe. Doch Putin reagiert zurückhaltend auf die Pläne. © Montage: Kristina Kormilitsyna/imago-images/Alex Brandon/dpaReaktionen auf Putins Aussagen zur Waffenruhe – „Viele Worte, um Nein zu sagen“

Update 17.50 Uhr: Auch der frühere Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat die Reaktion von Russlands Präsident Wladimir Putin als „ein Ja mit ganz vielen Aber“ bezeichnet, die deswegen „eben kein Ja“ sei. Das schrieb der frühere deutsche Botschafter in Washington in einem Beitrag auf X. „Hoffentlich lässt Washington sich jetzt nicht von Moskau am Nasenring rumführen, sonst wird die Ukraine ganz schnell zum Opfer“, schrieb Ischinger weiter.

Update 17.25 Uhr: Nach der mit Spannung erwarteten Pressekonferenz von Russlands Präsident Wladimir Putin scheint die Chance auf eine baldige Waffenruhe im Ukraine-Krieg weiterhin gering zu sein. „Viele Worte, um Nein zu sagen“, kommentiert der Militärexperte Carlo Masala von der Universität der Bundeswehr in München die Aussagen Putins zu dem US-Vorschlag auf X.

Der ukrainische Kriegsreporter Illia Ponomarenko schrieb auf X: „Nun, keine Überraschungen. Das einzige ‚Ende des Krieges‘, das der Kreml akzeptieren wird, ist die Auslöschung der Ukraine.“ Damit bezog Ponomarenko sich auf die Aussage Putins, ein Friedensdeal müsse die „tieferliegende Ursachen“ des Konflikts berücksichtigen.

Putin äußert sich zu möglicher Waffenruhe im Ukraine-Krieg

Update 16.55 Uhr: Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko in Moskau äußerte Putin sich auch zu einer möglichen Waffenruhe in der Ukraine. Putin dankte US-Präsident Trump für seine Bemühungen mit Blick auf ein Ende des Ukraine-Kriegs und sprach von einer „noblen Mission“. Russland stimme mit dem Vorschlag für eine Waffenruhe grundsätzlich über ein, führte Putin weiter aus – verwies jedoch auf offene Fragen.

Die Waffenruhe müsse nach Ansicht Russlands zu einem andauernden Frieden führen, der sich auch mit den „zugrundeliegende Ursachen“ des Konflikts beschäftige. Putin verwies auch auf Bedenken bezüglich der aktuellen Lage auf dem Schlachtfeld in Kursk. Dort sei die Situation nach seinen Aussagen „vollständig unter unserer Kontrolle“ und die ukrainischen Truppen in der russischen Region „isoliert“. Für die ukrainischen Soldaten vor Ort gebe es nur zwei Möglichkeiten „sich ergeben oder sterben“.

Putin stellte infrage, was eine Waffenruhe für die ukrainischen „Eindringlinge“ in Kursk bedeuten würde und wer die Waffenruhe entlang der Frontlinie kontrollieren wolle. „Die Idee ist gut und wir unterstützen sie. Aber es gibt Punkte, über die wir sprechen müssen“, sagte Putin und stellte auch ein Telefonat mit Präsident Trump in Aussicht.

Selenskyj richtet Vorwürfe an Russland: Wollen „Frieden hinauszögern“

Update 15.47 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Putin und dem Kreml vorgeworfen, den Krieg bewusst in die Länge ziehen zu wollen. „Bedauerlicherweise wartet die Welt seit über einem Tag auf eine sinnvolle Reaktion Russlands auf die Vorschläge“, schrieb der ukrainische Staatschef auf dem Kurznachrichtendienst X. „Dies zeigt einmal mehr, dass Russland den Krieg verlängern und den Frieden so lange wie möglich hinauszögern will.“

Verhandlungen über Ende des Ukraine-Kriegs.Trump-Gesandter in Moskau eingetroffen

Update 14.45 Uhr: Steve Witkoff, der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump, ist für Gespräche über eine 30-tägige Waffenruhe im Ukraine-Krieg in der russischen Hauptstadt Moskau eingetroffen. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben eines Kreml-Beraters könnte Witkoff den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von internationalen Medien und Nachrichtenagenturen, aber auch von den Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Krieg in der Ukraine lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Update 14.01 Uhr: Russland könne den US-Vorschlag über eine 30 Tage lange Waffenruhe im Ukraine-Krieg offenbar ablehnen. Der russische Unterhändler und Putin-Berater Juri Uschakiw hatte sich unzufrieden über die Details des Vorstoßes geäußert und betont, dass ein Waffenstillstand derzeit nur der Ukraine helfen würde. Das meldet die russische Nachrichtenagentur Tass. Schritte, die „die friedlichen Aktionen imitieren“, seien für „niemanden nötig“. 

Das Ziel Russlands sei hingegen eine „langfristige, friedliche Lösung“. Diese Position habe er US-Sicherheitsberater Mike Waltz am Mittwoch (12. März) dargelegt. Ein Waffenstillstand sei nach Ansicht des Kreml „nichts weiter als eine vorübergehende Pause für das ukrainische Militär, nicht mehr.“ Wie Putin selbst dazu steht, ist nicht ganz klar. Womöglich spricht der russische Präsident heute noch auf einer Pressekonferenz in Belarus über Russlands Bereitschaft für eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg.

Russland warnt vor europäischen Friedenstruppen – Reaktion mit „allen Mitteln“ angekündigt

Update, 12.10 Uhr: Die Entsendung von europäischen Friedenstruppen in die Ukraine würde nach Ansicht der Regierung in Moskau den Eintritt in einen „direkten bewaffneten Konflikt“ mit Russland bedeuten. „Es ist für uns absolut inakzeptabel, dass Armeeeinheiten anderer Staaten unter irgendeiner Flagge in der Ukraine stationiert werden“, sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Donnerstag. Russland würde darauf mit „allen verfügbaren Mitteln“ reagieren.

Update, 11.10 Uhr: Russland ist zu Gesprächen mit den USA über eine Friedensinitiative bereit, berichtet Reuters unter Berufung auf das russische Außenministerium. Diese könnten noch heute stattfinden, sagte demnach Außenamtssprecherin Maria Sacharowa. Präsident Wladimir Putin könnte noch im Laufe des Tages ein internationales Telefonat führen.

Putins Zirkel der Macht im Kreml – die Vertrauten des russischen Präsidenten

Wladimir Putin, Jewgeni Prigoschin, Ramsan Kadyrow, Sergej Lawrow, Dimitri Medwedew, Alina Kabajewa, Wladimir Solowjow, Alexander Bortnikow, Sergej Schoigu, Kyrill I., Aleksander Dugin, Nikolai Patruschew, Sergej Naryschkin

Fotostrecke ansehenBaldige Waffenruhe mit Russland? Putin will sich heute äußern

Update, 9.58 Uhr: Mit Spannung wird eine offizielle Reaktion Russlands auf den US-Vorschlag einer Waffenruhe im Ukraine-Krieg gewartet – heute könnte es so weit sein: Kremlchef Wladimir Putin werde sich heute nach Gesprächen mit dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko der Presse stellen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. „Alles wird davon abhängen, was die Reporter fragen werden“, so Peskow. 

Ukraine-News: Kiew gehen im Abwehrkampf gegen Russland ATACMS aus

Update, 09.24 Uhr: Der Ukraine gehen im Krieg mit Russland wohl die Mittelstreckenraketen des Typs ATACMS aus. Das berichtet die Nachrichtenagentur AP und beruft sich dabei auf Informationen aus der US-Politik und der Ukraine selbst.

Ukraine-News: Putin-Sprecher meldet erfolgreiche Offensive in Kursk

Update, 7.55 Uhr: Nach Angaben von Kreml-Sprecher Dmitri Peskow steht die russische Militäroperation zur Zurückeroberung der Grenzregion Kursk kurz vor ihrem Abschluss. Die Operation sei nun in ihrer „Endphase“, sagte er laut der staatlichen Agentur Tass. Die Kampfgruppe in dieser Region habe Kreml-Chef Wladimir Putin bei seinem Besuch an die Front darüber informiert, hieß es.

Trotz Verhandlungen über Waffenruhe

Update, 6.25 Uhr: Zwei Tage nach massiven ukrainischen Luftangriffen hat Russland nach Angaben seines Verteidigungsministeriums in der Nacht zu Donnerstag erneut mindestens 77 ukrainische Drohnen abgeschossen. 30 ukrainische Drohnen seien über der westlichen Region Brjansk an der Grenze zur Ukraine abgefangen und zerstört worden, erklärte das Ministerium in Moskau am Donnerstag. 25 weitere Drohnen wurden demnach über Kaluga abgeschossen. Zudem seien weitere Drohnen über den Regionen Kursk, Woronesch, Rostow und Belgorod abgewehrt worden.

Update, 5.40 Uhr: Der amerikanische Außenminister Marco Rubio hat betont, dass die US-Politik bereits in „ein paar Tagen“ einen Waffenstillstand in der Ukraine sehen wollen. Dies sagte er laut der New York Times bei einem Zwischenstopp in Irland auf dem Weg von Saudi-Arabien nach Kanada. „Wir möchten, dass die Welt in ein paar Tagen so aussieht: Keine Seite schießt aufeinander – keine Raketen, keine Raketen, keine Kugeln, nichts, keine Artillerie“, so Rubio. Er ergänzte: „Die Schießerei hört auf, die Kämpfe hören auf und das Reden beginnt.“

Waffenruhe in der Ukraine: Putin könnte wohl zustimmen

Update vom 13. März, 5.10 Uhr: Eine Kreml-nahe Quelle hat gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg betont, dass der russische Machthaber Wladimir Putin wahrscheinlich früher oder später einer Waffenruhe in der Ukraine zustimmen werde. Zuvor wolle er aber die russischen Bedingungen erfüllt haben, weshalb der Kreml die Verhandlungen in die Länge ziehen und so das Datum eines möglichen Waffenstillstands nach hinten schieben werde, so die Quelle. Gleichzeitig hieß es, Putin könne eine Waffenruhe auch an ein vollständiges Ende der Waffenlieferungen an die Ukraine knüpfen.

Putin überraschend zu Besuch an der Front in Kursk

Update, 21.39 Uhr: Russlands Präsident Wladimir Putin hat angesichts der erfolgreichen Gegenoffensive seiner Truppen in der Grenzregion Kursk überraschend eine Kommandostelle in dem Kriegsgebiet besucht. Er gab dabei den Befehl, die restlichen ukrainischen Einheiten aus Kursk zu vertreiben, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete. Bilder der Besprechung mit Generalstabschef Waleri Gerassimow zeigten Putin in Tarnuniform. Der genaue Ort wurde nicht genannt.

Armeechef deutet Rückzug ukrainischer Soldaten in Region Kursk an

Update, 20.50 Uhr: Nach den Gebietsverlusten in der russischen Grenzregion Kursk hat der ukrainische Armeechef Oleksandr Syrskyj einen Teilrückzug seiner Truppen angedeutet. Das meldet die Nachrichtenagentur AFP. „In der schwierigsten Situation war und ist es meine Priorität, das Leben der ukrainischen Soldaten zu retten“, erklärte Syrskyj am Mittwoch auf Facebook. „Zu diesem Zweck begeben sich die Einheiten der Verteidigungskräfte, wenn nötig, in günstigere Positionen“, fügte er hinzu und nutzte eine Formulierung, die typischerweise verwendet wird, um einen Rückzug zu verkünden.

Großbritannien weist russische Diplomaten aus

Update, 19.09 Uhr: Großbritannien verweist als Reaktion auf die Ausweisung britischer Diplomaten aus Russland ebenso zwei russische Abgesandte des Landes. Zudem wurde der russische Botschafter einbestellt. Russland habe in den vergangenen Monaten eine „aggressive und koordinierte“ Kampagne mit „böswilligen und völlig unbegründeten Anschuldigungen“ gegen britische Diplomaten betrieben, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Die Ausweisung der Briten stelle eine „weitere Eskalation“ dar.

US-Vertreter „in diesem Moment“ auf dem Weg nach Russland

Update, 17.50 Uhr: Unterhändler der US-Regierung sollen bereits auf dem Weg nach Russland sein. US-Präsident Donald Trump teilte dies während eines Treffens mit dem irischen Regierungschef Micheál Martin im Oval Office mit. Laut der britischen BBC sagte Trump, dass sich Vertreter der US-Regierung „in diesem Moment“ auf dem Weg nach Russland befänden, um über eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg zu verhandeln. Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin dem US-Präsidenten Donald Trump ein Telefonat angeboten.

Gespräche mit Trump in Washington – Nato-Chef Rutte kündigt USA-Reise an

Update, 17.18 Uhr: Nato-Generalsekretär Rutte will am Donnerstag (13. März) US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus besuchen. Zudem plane er, bis Freitag weitere Gespräche mit US-Regierungsmitgliedern und Kongressabgeordneten zu führen.

Mögliche Waffenruhe im Ukraine-Krieg: Russland reagiert verhalten

Update, 14.17 Uhr: Der Vorschlag einer 30-tägigen Waffenruhe im Ukraine-Krieg beschäftigt weiter die Politik in Russland. Nun hat die Sprecherin des russischen Außenministeriums die Verhandlungen in Saudi-Arabien kommentiert. „Russlands Außenpolitik wird nicht im Ausland entschieden“, sagte Maria Sacharowa laut der staatlichen Nachrichtenagentur TASS. „Die Hauptnachrichten“ rund um den Konflikt mit der Ukraine entstünden in Russland.

Kreml äußert sich zu Ukraine-Verhandlungen

Update, 12.54 Uhr: Sergej Lawrow hat die Präsenz von Friedenstruppen in der Ukraine abgelehnt. „Die Anwesenheit von Nato-Truppen auf ukrainischem Territorium, egal unter welcher Flagge und in welcher Funktion, einschließlich Friedenstruppen, stellt eine Bedrohung für Russland dar“, sagte Russlands Außenminister laut der Nachrichtenagentur RIA.

Nach Verhandlungen: China hofft auf Waffenruhe im Ukraine-Krieg

Update vom 12. März, 10.41 Uhr: Nach den von Donald Trump angeleierten Verhandlungen zum Ukraine-Krieg glaubt man auch in China an eine baldige Waffenruhe. Peking hoffe, dass „alle Konfliktparteien mithilfe von Dialog und Verhandlungen einen nachhaltigen und anhaltenden Friedensplan finden werden, der die jeweiligen Bedenken berücksichtigt“, sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Mao Ning am Mittwoch vor der Presse. Russlands Präsident Wladimir Putin – bei dem die Entscheidung jetzt liegt – wurde jedoch nicht erwähnt.

Putin entscheidet über Waffenruhe im Ukraine-Krieg: „Der Ball liegt nun in ihrem Feld“

Erstmeldung: Kiew/Moskau – Nach dem grundsätzlichen Ja der Ukraine zu einer 30-tägigen Waffenruhe im Ukraine-Krieg richten sich die Erwartungen jetzt an Moskau. „Der Ball liegt nun in ihrem Feld“, sagte US-Außenminister Marco Rubio in Richtung Kreml. Er und seine Delegation hatten zuvor mit ukrainischen Vertretern in der saudischen Hafenstadt Dschidda über den Eintritt in einen Friedensprozess gesprochen. 

In den vergangenen Tagen hatten die USA die Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew massiv unter Druck gesetzt – vor allem mit einem zeitweisen Stopp von Waffenlieferungen. Auch wichtige Aufklärungsdaten wurden nicht mehr an die Ukraine weitergeleitet, die sich seit drei Jahren gegen eine Invasion Russlands verteidigt. Nach dem Einverständnis der Ukraine zu einer Waffenruhe lief noch in der Nacht die US-Militärhilfe sofort wieder an, wie der Vizechef der ukrainischen Präsidialkanzlei, Pawlo Palissa, mitteilte.

US-Präsident Donald Trump sagte, hoffentlich werde auch Russlands Präsident Wladimir Putin dem Vorschlag für eine Feuerpause zustimmen. „Wir wollen diesen Krieg hinter uns bringen.“ Die US-Delegation werde schon „heute und morgen“ Gespräche mit Russland führen. Und Trump selbst wolle schnell mit Putin reden – vielleicht noch diese Woche.

Trump will ein schnelles Ende des Ukraine-Kriegs erzwingen, der seit mehr als drei Jahren andauert und Zehntausende Menschen das Leben gekostet hat. Allerdings setzt Trump bisher vor allem Kiew unter Druck. Gegenüber dem Aggressor Russland tritt er weit weniger fordernd auf.

Verhandlungen über Waffenruhe im Ukraine-Krieg: Russland bleibt bei Maximalforderungen

Moskau ist bei den Verhandlungen im Ukraine-Krieg bislang bei seinen Maximalforderungen geblieben. Es hält etwa ein Fünftel des Nachbarlandes besetzt und fordert weitere Gebiete, die es als sein eigen betrachtet. Auch will es die politische Kontrolle über eine Restukraine. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti schrieb, dass die gemeinsame amerikanisch-ukrainische Erklärung nicht auf die Frage von Gebieten oder Grenzen eingehe. „Diese Abwesenheit ohne eine Erwähnung bedeutet eins: Kiew hat verstanden, dass es sich mit den territorialen Änderungen abfinden muss.“

Der ukrainische Präsident Selenskyj ging nicht auf den verdeckten Punkt ein, dass sein Land mit einem Einfrieren der gegenwärtigen Frontlinie von einer Wiedereroberung der von Russland im Ukraine-Krieg besetzten Gebiete abrückt. Rubio hatte vor dem Treffen in Dschidda gesagt, dies sei ohnehin in einer absehbaren Zeit nicht möglich.

Europäer fordern Putins Zustimmung zu Waffenruhe: „Wichtiger Moment für Frieden in der Ukraine“

Der britische Premierminister Keir Starmer forderte Russland zur Zustimmung zu einer Feuerpause im Ukraine-Krieg und einem „Ende der Kämpfe“ auf. „Wie sowohl die amerikanische als auch die ukrainische Delegation gesagt haben, liegt der Ball nun im russischen Feld“, sagte Starmer. „Dies ist ein wichtiger Moment für den Frieden in der Ukraine.“ 

Auch Außenministerin Annalena Baerbock schrieb mit Blick auf mögliche Waffenruhe und weitere Verhandlungen auf X von einem Wendepunkt. „Es liegt nun an Russland, seinen Angriffskrieg zu beenden.“

In Paris wollen am Mittwoch die Verteidigungsminister der Fünfer-Gruppe wichtiger Nato-Staaten über die weitere Unterstützung der Ukraine beraten. Außerdem soll es bei dem Treffen der Vertreter aus Frankreich, Deutschland, Italien, Polen und Großbritannien um die Stärkung der europäischen Verteidigung gehen, wie das französische Verteidigungsministerium mitteilte. Der ukrainische Verteidigungsminister soll per Video zugeschaltet werden. (red mit Agenturen)