Massive Luftangriffe auf Hamas-Ziele
Dienstag, 18. März 2025 | 08:58 Uhr
Von: APA/Reuters/dpa/AFP
Bei den neuen Angriffen Israels im Gazastreifen sind Hamas-Insidern zufolge mindestens fünf Hamas-Funktionäre und ihre Angehörigen getötet worden, darunter Mohammed al-Jmasi, der dem Politbüro der Hamas angehörte. Nach den nächtlichen Luftangriffen stieg die Zahl der Todesopfer nach Angaben der militanten Palästinenserorganisation weiter: Die von der Hamas kontrollierte Gesundheitsbehörde in Gaza meldete am Dienstag in der Früh mehr als 330 Tote.
Auch Familienangehörige Jmasis seien ums Leben gekommen, hieß es den Insidern zufolge. Unter den Toten seien Jmasis Enkelkinder, die sich in seinem Haus in Gaza-Stadt aufgehalten hätten. Eine ganze Anzahl von Opfern liege noch unter den Trümmern begraben. Die Angaben ließen sich unabhängig zunächst nicht überprüfen.
Auch der Leiter des Hamas-Innenministeriums wurde den Informationen zufolge getötet: Auch General Mahmoud Abu Watfa sei bei einem Angriff auf die Stadt Gaza umgekommen, hieß es. Watfa führte die Polizei und die Sicherheitsdienste im Gazastreifen an.
Israel: Angriffe, bis alle Geiseln frei sind
Es sind die schwersten Luftangriffe Israels seit Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und der Hamas vor rund zwei Monaten. Sie erfolgten auf die “wiederholte Weigerung der Hamas, unsere Geiseln freizulassen, sowie auf ihre Ablehnung aller Vorschläge, die sie vom Gesandten des US-Präsidenten Steve Witkoff und von den Vermittlern erhalten hat”, hieß es in einer Mitteilung des Büros des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanyahu. Ziel sei die Erreichung der Kriegsziele. Dazu gehört die Freilassung der Geiseln und die Zerschlagung der Hamas.
Israel will laut eigenen Angaben seine Angriffe im Gazastreifen fortsetzen, bis alle Geiseln zurückgekehrt sind. “Wir werden nicht aufhören zu kämpfen, bis nicht alle Geisel nach Hause zurückgekehrt und alle unsere Kriegsziele erreicht sind”, erklärte Verteidigungsminister Israel Katz am Dienstag.