Die Lebenshaltungskosten in Deutschland steigen, was viele Haushalte belastet. Wie viel Geld braucht man pro Monat zum Leben und wo schlummern vielleicht noch Sparpotenziale?

Viele Menschen in Deutschland haben mit gestiegenen Lebenshaltungskosten zu kämpfen. Doch wie hoch sollten die Ausgaben im Monat eigentlich liegen? Viele Menschen fragen sich, wie viel Geld sie im Monat benötigen. Der Artikel gibt einen Überblick über die durchschnittlichen Ausgaben und mögliche Sparpotenziale in den Bereichen Wohnen, Energie und Alltag.

Die Lebenshaltungskosten in Deutschland steigen stetig, da sich die Verbraucherpreise immer weiter erhöhen. Und obendrein bekommen viele Haushalte im Jahr 2025 weniger Netto vom Brutto. Viele Menschen sind besorgt und fragen sich, wie viel Geld man pro Monat wirklich zum Leben braucht. Eine Antwort auf diese Frage ist nicht nur interessant, sondern auch hilfreich, um die eigenen Ausgaben abzugleichen und die eigenen Finanzen gut planen zu können. Hier erklären wir, wie sich die Durchschnittsausgaben zusammensetzen und wo Sparpotenzial vorhanden ist.

Wie setzen sich die Lebenshaltungskosten zusammen?

Die durchschnittlichen Ausgaben für Konsum variieren in Deutschland stark und sind im Wesentlichen abhängig von der Größe des Haushalts, der Region, wo man lebt und dem Lebensstil. Laut dem Statistischen Bundesamt hat ein Mehrpersonenhaushalt (zwei Personen) 2022 im Durchschnitt 2846 Euro pro Monat ausgegeben.

Ein Ein-Personen-Haushalt gibt etwa 1833 Euro im Monat aus, bei drei Personen sind es im Schnitt 3760 Euro. Anteilig geben die Haushalte also etwa 80 Prozent ihres monatlichen Einkommens für Lebenshaltungskosten aus. Zurück zum Mehrpersonenhaushalt mit zwei Personen: Der größte Kostenblock fällt mit 1025 Euro auf den Bereich Wohnen, Energie und Wohninstandhaltung.

Für Lebensmittel und Getränke investieren Haushalte im Durchschnitt 417 Euro, gefolgt von 347 Euro für den Sektor Verkehr. Kultur, Sport und Freizeit beanspruchen 245 Euro. Gastronomie sowie Beherbergungsdienstleistungen summieren sich auf 177 Euro. Posten wie Bildung, mit 19 Euro, und Versicherungs- sowie Finanzdienstleistungen, mit sieben Euro, fallen überraschend niedrig aus. 

Wie kannst du Wohn- und Energiekosten senken?

Energie- und Wohnkosten zählen zu den größten Belastungen. Durch gewisse Maßnahmen lassen sich die Ausgaben jedoch senken. Den wichtigsten Punkt hast du vermutlich schon häufiger gelesen, er macht jedoch den größten Faktor aus: Steigere deine Energieeffizienz. Nutze Smart Plug (intelligente Stecker) oder Strommessgeräte, um gezielt Stromfresser in deinem Haushalt zu identifizieren, beispielsweise alte Kühlschränke oder Stand-by Geräte.

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Achte zudem darauf, konstant zu heizen. Du kannst deine Heizkosten um bis zu sechs Prozent senken, wenn du deine Heizung um nur 1 Grad absenkst. Halte Türen zu wenig beheizten Räumen geschlossen und vergleiche regelmäßig Strom- und Gastarife in deiner Region. Gute Fensterdichtungen oder Türvorhänge können den Wärmeverlust zusätzlich reduzieren.

Mietpreise lassen sich nur schwer verhandeln, wenn du nicht gerade umziehen möchtest. Du kannst jedoch beispielsweise mit deinem Vermieter sprechen, falls deine Miete zuletzt stark erhöht wurde. Vor allem, wenn es Leerstand in der Region gibt, kann bei einem längerfristigen Mietverhältnis eine Reduktion oder wenigstens Stabilität ausgehandelt werden. Zudem greift in einigen Städten die Mietpreisbremse, hier kannst du dich informieren, ob deine Miete über dem zulässigen Niveau liegt. Alternativ lässt sich der Wohnungswechsel strategisch planen: In Großstädten sind die Mieten im Durchschnitt doppelt so hoch wie in ländlichen Gegenden. Durch einen Umzug ins Umland kannst du deutlich sparen. Oder du denkst über Eigentum nach, um in die eigene Tasche zu wirtschaften.

Welche weiteren Sparpotenziale gibt es?

Auch die Alltagsausgaben bergen ein hohes Sparpotenzial. Beim Einkaufen kannst du gezielt auf die Eigenmarken der Discounter oder Supermärkte setzen, welche in der Regel qualitativ gleichwertig, dafür jedoch erheblich günstiger sind. Zusätzlich gibt es mittlerweile in vielen Regionen Food Sharing Angebote oder du setzt auf Bulk Buying: Dabei kaufst du Produkte des täglichen Bedarfs auf Masse, wenn diese reduziert sind.

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Sparen lässt sich zusätzlich durch Cashback Apps, digitale Coupons und einen Blick auf die wöchentlich wechselnden Angebote in Supermärkten. Wer hier ein wenig Zeit investiert, kann einiges an Geld sparen. Wenn du nicht zwingend auf ein Auto angewiesen bist, dann kannst du auch durch Car-Sharing, die öffentlichen Verkehrsmittel oder Fahrgemeinschaften Geld sparen, insbesondere in Zeiten, in denen es das DeutschlandTicket gibt.

Prüfe zusätzlich regelmäßig deine Mobilfunk- und Internet-Verträge, nach Ablauf der Mindestlaufzeit werden die nämlich häufig deutlich teurer als vergleichbare Angebote. Überprüfe auch deine Abos, beispielsweise für Fitnessstudio oder Streaming.

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