Teil der Schweizer Dominanz: Franjo von Allmen, Marco Odermatt und Alexis Monney (v.l.nr.).
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Die Schweiz ist die erfolgreichste Ski-Nation des Winters. 13 WM-Medaillen, über 10’800 Weltcup-Punkte und diverse Doppelsiege reihen sich in die Saison-Statistik ein.
Die Schweiz hat in der abgelaufenen Weltcup-Saison im alpinen Ski-Zirkus ordentlich abgeräumt. 71 Weltcup-Rennen fanden kumuliert bei den Männern und Frauen statt – mit insgesamt 64 Podestplätzen für die Schweiz. Auch an der WM stellte die Schweiz alle in den Schatten, gewann mit fünf goldenen, fünf silbernen und drei bronzenen gleich 13 Medaillen.
Gut-Behrami auf den Spuren von Vreni Schneider
Im Weltcup fuhren die Schweizerinnen in insgesamt 34 Rennen 20 Mal auf das Podest. Darunter sind fünf Siege und zwei Doppelsiege. Camille Rast gewann im abgelaufenen Weltcup-Winter zwei Rennen, bei denen Wendy Holdener auf Rang zwei fuhr (Slaloms in Killington und Flachau). Das Kunststück schafften die beiden auch beim WM-Slalom in Saalbach.
Lara Gut-Behrami sammelte drei Siege (Super-Gs in Garmisch und Sun Valley, Riesenslalom in Sun Valley) und ordentlich weitere Podestplätze. Sechsmal wurde die Tessinerin entweder Zweite oder Dritte und durchbrach so die magische Marke von 100 Weltcup-Podestplätzen – was zuvor nur einer Schweizerin glückt: Vreni Schneider erreichte in ihrer Karriere 101 Podestplätze.
In der Nationenwertung schafften es die Frauen hinter Italien (4’256 Punkte) auf Rang 2 (4’128 Punkte). Mit Gut-Behrami holte eine Schweizerin eine kleine Kristallkugel (Super-G).
Schweizer Männer lassen die Muskeln spielen
Überlegener Sieger der Nationenwertung sind derweil die Herren. Odermatt, Meillard, Von Allmen und Co. spielten mit ihrer Konkurrenz Katz und Maus. Die Zahlen sprechen Bände. Sage und schreibe 6’695 Punkte ergatterten sich die Athleten von Swiss Ski. Zum Vergleich: Österreichs Männer holten sich auf Rang zwei 3’967 Punkte. Das macht eine Differenz von über 2’700 Punkten.
Auch in puncto Siegen und Podesten ist die Bilanz eindrücklich. 44 Podestplätze, davon sechs Doppelsiege und drei Dreifachsiege. In insgesamt 37 Rennen gab es im Schnitt also rund 1,2 Schweizer Podestplätze. Der bisherige Top-Wert an Klassierungen unter den besten drei wurde pulverisiert. 1984/85 fuhren die Schweizer Männer zu insgesamt 38 Podestplätzen. Marco Odermatt alleine fuhr 17 Mal aufs Podium und sicher sich vier der insgesamt fünf Kristallkugeln (Gesamtweltcup, Super-G, Abfahrt und Riesenslalom).
Schweiz neuer Seriensieger – Österreich historisch schlecht
In der gesamten Nationenwertung hat die Schweiz mit insgesamt 22 Saisonsiegen wenig überraschend die Nase vorn. Swiss-Ski hat den Österreichern mittlerweile den Rang abgelaufen und ist zum dritten Mal in Folge die erfolgreichste Nation im Ski-Weltcup. Zuvor war Österreich von 1990 bis 2019 ununterbrochen Sieger der Wertung.
Die Differenz zu Österreich ist grösser als noch in den Jahren 2023 und 2024. Mit 10’823 Schweizer Punkten beträgt das Loch zwischen den beiden Nachbarn 3’364 Zähler, zuvor waren es deren 2’589 (2023) und 1’595 (2024). Nach der abgelaufenen Saison kommen die Österreicher auf insgesamt 7’459 Punkte. Tiefstwert. Seit der Einführung des neuen Punktesystems 1992 hatte Österreich noch nie weniger Punkte gesammelt.
Trotz der grandiosen Saison der Schweiz resultieren in der Endabrechnung 59 Punkte weniger als noch letztes Jahr. Die Ausbeute pro Rennen allerdings ist mit 152,43 Zählern höher als in den Vorjahren (2023: 144,71 Punkte, 2024: 147,05 Punkte).
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