Publiziert4. April 2025, 08:31

Sohn von US-Präsident: «Letztes Land wird verlieren»: Eric Trump rät zu schnellen Deals

Mit einem Post auf X rät Eric Trump den von den Zöllen seines Vaters betroffenen Ländern, möglichst schnell zu verhandeln.

Simon Misteli

Eric Trump warnt Länder davor, das letzte zu sein, das mit Donald Trump verhandelt.

Donald Trump plant hohe Zölle auf Importe aus China, Mexiko und Kanada.

Zum einen möchte er damit die Produktion in den USA stärken, zum anderen könnte er die Zölle auch als Druckmittel in Verhandlungen benutzen.

«Ich würde nicht das letzte Land sein wollen, das mit Donald Trump verhandelt», schrieb Eric Trump am Donnerstag auf X, und bezog sich dabei auf die Zölle, die sein Vater zuvor angekündigt hatte. «Das erste Land, das verhandelt, wird gewinnen – das letzte wird absolut verlieren», fuhr er fort. Die Schweiz ist ebenfalls von den Strafzöllen betroffen.

Donald Trump selbst hat angedeutet, dass er bereit für Verhandlungen über die Zölle ist. «Solange sie uns etwas geben, das gut ist», sagte der Präsident auf die Frage einer Journalistin.

Produktion, Handelsdefizit und Deals

Am Montag gab Donald Trump bekannt, nebst den angekündigten Zöllen von 60 Prozent für China, auch Zölle in Höhe von 25 Prozent für Mexiko und Kanada verhängen zu wollen. Zudem will er auf alle importierten Waren 20 Prozent erheben.

Mit den Importzöllen will Trump die US-Wirtschaft, die Produktion von US-Firmen wieder in die Staaten zurückholen und damit mehr Arbeitsplätze zu schaffen. Gleichzeitig will er das US-Handelsdefizit damit bekämpfen. Doch offenbar ist er auch bereit, die Zölle als Druckmittel einzusetzen, um Deals für die USA einzuheimsen. Ob die Zölle schlussendlich also so hoch in Kraft treten, wie sie angekündigt sind, bleibt offen.

Was bedeutet Erics Tweet?

Doch Trump geht auch ein grosses Risiko ein, denn es ist möglich, dass die betroffenen Staaten gar nicht so gross an einem Deal mit den USA interessiert sind, wie die «Bild» schreibt. Viele Länder haben bereits Gegenmassnahmen angekündigt oder suchen neue Handelsabkommen mit anderen Ländern, zumindest, um ihre eigene Position bei Verhandlungen zu verbessern. Eric Trumps Tweet könnte also als Druck gelesen werden, die Länder dazu zu bringen, überstürzt mit den Verhandlungen zu beginnen.

Die «Bild» mutmasst, dass Eric Trump auch aus der Erfahrung spricht. Eric ist das dritte Kind des US-Präsidenten, seine älteren Geschwister sind Donald Jr. und Ivanka Trump. Demnach gäbe es Spekulationen, dass zwischen den Trump-Geschwistern eine grosse Rivalität existiere. Gerade Ivanka hatte Trump mehrfach als seine «Lieblingstochter» bezeichnet, während Trumps erster Präsidentschaft hatte sie ausserdem eine prominente Rolle als offizielle Beraterin ihres Vaters im Weissen Haus.

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