
Ich hab diesen Beitrag vom Falter gelesen wo gemeint wurde es wäre ein wenig ungerecht dass die ORF Gagen so diskutiert werden und gefragt warum nicht auch die Spitzengehälter (beim ORF ist es anscheinend alle die mehr als 170.000 Euro im Jahr verdienen) von anderen staatlichen oder staatsnahen Betrieben veröffentlichen.
Der Boulevard hat es fein. Seit 2024 muss der ORF mit Ende März eine Namensliste all jener, die mehr als 170.000 Euro brutto pro Jahr abkassieren, veröffentlichen. So billig entsteht selten ein Cover. „Radio-Star verdient mehr als seine Chefs. Das sind die wahren Gagen-Kaiser im ORF“, titelte am Montag die Kronen Zeitung, nachdem das neue, dank Inflationsanpassung etwas längere Gehaltsranking erschienen war.
Das Gesetz, das dem ORF diese Neiddebattensteilvorlage auferlegt, stammt noch aus der türkis-grünen Regierung, es war damals ein ausdrücklicher Wunsch der ÖVP.
Grundsätzlich spricht nichts dagegen, Höchstgagen öffentlich auszustellen, auch mit vollem Namen, aber warum gilt diese Supertransparenz nur für den ORF und nicht für andere Betriebe im staatlichen und staatsnahen Bereich?
Es gibt ja immer wieder die Diskussion ob überhaupt Transparenz wie in Finnland gescheit wäre. Generell ist die Meinung Österreich würde das nicht aushalten.
Aber vielleicht wäre es ja eher durchsetzbar wenn es nur für die wirklich obersten Gehaltsriegen wäre?
by wegwerferie
10 comments
Ich wäre grundsätzlich dafür. Jede Firma muss Gehälter über 100k öffentlich bekanntgeben.
Frei nach Mario Basler, in den USA, wenn einer 100 Millionen verdient, klatscht der Nachbar Applaus, bei uns musst du aufpassen, dass sie dir am nächsten Tag nicht die Reifen klauen.
mMn sollten alle öffentlichen Stellen (Bund, Land, Gemeinden, öffentliche Unternehmen) detaillierte Budgetabschlüsse veröffentlichen die die gesamte Gebarung nachvollziehen lassen und nur Ausnahmen für öffentliche Sicherheit oder Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse zulassen für öffentliche Unternehmen die am Markt agieren.
Und nicht nur Top-Gehälter. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und meine, dass in vielen öffentlichen Unternehmen auch Positionen unter 170k p.a in Relation zur Privatwirtschaft überbezahlt sein können und werden.
Unbedingt, vor allem weil Österreich sparen muss.
Nein, das lehnen wir strikt ab. Unsere Leistungsträger müssen hier geschützt werden. Wären diese Gehälter öffentlich, dann könnte das dazu führen, dass sich die Herrschaften für ihre Leistungen rechtfertigen müssen. Das ist völlig unangebracht und wir können keinesfalls riskieren, dass hart arbeitende Leistungsträger in den verantwortungsvollsten Positionen des Landes zum Schluss noch Verantwortung tragen müssen. Das ist Ihnen wirklich nicht zuzumuten.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre IV (Irre Vereinigung)
ich würde alle gehälter veröffentlichen, wäre auch ein großer schritt für die gleichberechtigung
das lohnthema wird unnötig tabuisiert in österreich
ps ich finds ne absolte frechheit was kratky verdient, für einen job den jeder redebegabte machen könnte
Ja wäre ich sowas von für, aber wirklich nur die spitzengehälter und Positionen und nicht der Dipl. Ing. Dieter Meier welcher als Experte für Brückenbau angestellt ist weil er einer von 10 ist und verlangen kann was er will.
Es sollte auch eine “So hoch sind die reinen Personalkosten der derzeitigen Regierung pro Monat” geben.
Überhaupt wenn es heißt, wir müssen ÜBERALL sparen.. Sparen dann wirklich alle? Überhaupt Politiker (bei sich selber)?
Man weiß halt nur Brutto-Gehälter pro Position/Posten. Aber wieviele andere MA haben die? Wo findet man eine Auflistung über alle?
Und am Besten gleich mal rückwirkend für paar Jahre, zwecks Vergleiche…
Ab 100.000. nicht die gewürfelte Zahl.
Warum muss in einem staatsnahen Unternehmen überhaupt jemand mehr als 170k/Jahre verdienen?
Wenn einer dann von der Privatwirtschaft abgeworben wird kommt doch sicher jemand nach…
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