Publiziert6. April 2025, 12:50
Emmen: Nach Asbest-Vorfall: Schüler (11) «völlig verstört»
Ein Bub kickt in Emmen einen Ball an die Decke – danach spricht die Lehrerin von Asbest. Es geht keine Gefahr von dem Vorfall aus, doch die Mutter kritisiert die Kommunikation der Schule.
In einer Emmer Schule wurde Asbest entdeckt, was bei Eltern Sorgen auslöst.
Die Schulleitung verzichtet auf proaktive Kommunikation mit den Eltern.
Die Gemeinde Emmen erklärt, dass die Asbestfasern ungefährlich für die Schüler sind.
Eltern wurden zuletzt 2020 über den Asbestfund informiert, seither wird nur auf Anfrage über den Asbest informiert.
Nach der Schule kam ein elfjähriges Kind sehr besorgt nach Hause. Seine Lehrerin beauftragte es, heute seine Kleider speziell zu waschen und erwähnte das Wort Asbest. Damit konnte das Kind nicht viel anfangen und erschrak nach einer Googlesuche sehr.
«Er kam völlig verstört damit zu mir», erzählt seine Mutter 20 Minuten. Beim Spielen schossen er und ein Freund einen Ball an die Decke, woraufhin Belag herabbröckelte. Die zuständige Lehrperson wies die Kinder daraufhin an, Abstand zu halten und ihre Kleidung zu Hause getrennt zu waschen. Die Abwärtin kam anschliessend mit einem speziellen Staubsauger.
«Es gab nie eine Information durch die Schulleitung.»
Mutter von Schüler
Der jungen Mutter macht es nun sehr Angst, dass es Asbest in den Wänden und Decken der Schule haben soll. «Es gab nie eine Information durch die Schulleitung», erklärt die Mutter. Sie erhielt lediglich Informationen von ihrem Sohn. «Es geht um die Gesundheit unserer Kinder», sagt sie empört.
Asbest ist in dem Fall nicht lebensbedrohlich
Bruno Odermatt, Leiter Departement Immobilien und Sport der Gemeinde Emmen, bestätigt die Sorge der Mutter: Tatsächlich befinden sich in der Decke wenige gebundene Asbestfasern. Doch er entwarnt: «Diese sind versiegelt und auf keine Weise gefährdend für die Kinder.» Im Januar 2025 seien neue Raumluftmessungen gemacht worden, bei dem jegliche Ergebnisse keinen Asbest in der Luft anzeigten.
Als der Asbest vor fünf Jahren entdeckt wurde, wurde ein Teil davon im EG und im ganzen Treppenhaus entfernt. Der Rest soll während der Teilsanierung im Jahr 2028 bis 2029 fachgerecht entsorgt werden.
«Die Kommunikation der Lehrperson im geschilderten Fall war nicht ganz optimal.»
Bruno Odermatt, Leiter Departement Immobilien und Sport Gemeinde Emmen
Bei einem Vorfall, wie ihn der News-Scout beschrieb, gibt es ausserdem klar geregeltes Vorgehen. Odermatt sagt: «Die Lehrpersonen werden alle gebrieft.» Die Kinder sollen sich vom Staub fernhalten. Für die Reinigung vom Staub kommt der spezielle Staubsauger zum Einsatz.
Im Jahr 2020 wurden die Eltern der Schülerinnen und Schüler über die Sanierung informiert. «Seither gab es von unserer Seite keine proaktive Kommunikation mehr», sagt Odermatt. Selbst bei einem Vorfall, wenn die Decke beschädigt wird, würde man die Eltern nicht informieren. Bei Anfragen von Eltern würde man antworten. «Wir sind dialogoffen und nehmen uns gerne Zeit, die Fragen im persönlichen Gespräch zu klären».
Er räumt ein: «Die Kommunikation der Lehrperson im geschilderten Fall war nicht ganz optimal». Die Lehrpersonen sollen nochmals sensibilisiert werden.
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