Die USA heben die Zölle auf Einfuhren aus China weiter an. Zeitgleich verkündet US-Präsident Donald Trump eine 90-tägige Zoll-“Pause” für mehr als 75 Länder. Alle Entwicklungen im Ticker.
10.21 Uhr: Fast zeitgleich zur nächsten Eskalationsstufe (siehe Eintrag von 10.13 Uhr) hat China im laufenden Handelsstreit die EU zur Zusammenarbeit aufgerufen. Bei einem Treffen mit Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez in Peking sagte Präsident Xi Jinping, dass China und die EU gemeinsam das internationale Handelsumfeld schützen und sich gegen einseitige und schikanöse Praktiken wehren sollten, um die internationalen Regeln und Ordnung zu wahren. In einem Zollkrieg gebe es keine Gewinner und man isoliere sich selbst, erklärte Xi laut der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.
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Sánchez sagte nach dem Treffen vor Medienvertretern: «Wir haben uns immer für Verhandlungen und eine einvernehmliche Lösung für eine Krise wie die derzeitige Handelskrise eingesetzt.» Davon ausgehend sei eine Tür zum Dialog offen. Er sei sich sicher, dass die Welt sowohl China als auch die Vereinigten Staaten brauche, sagte Sánchez.
10.13 Uhr: China zeigt sich im Handelsstreit mit den USA unnachgiebig: Die Gegenzölle auf US-Waren sollen von 84 auf 125 Prozent steigen, wie die Zollkommission des chinesischen Staatsrates mitteilte. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump die Zölle auf chinesische Einfuhren erneut erhöht.
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Freitag, 11. April, 07.39 Uhr: Die für Digitales, Sicherheit und Demokratie zuständige Exekutiv-Vizepräsidentin der EU-Kommission Henna Virkkunen kündigt harte Maßnahmen gegen US-Tech-Konzerne an. Mehrere der Verfahren gegen amerikanische Tech-Konzerne, in denen die Kommission wegen Wettbewerbsverstößen oder eines zu laxen Umgangs mit illegalen Inhalten gegen Firmen wie Apple, Meta und X vorgeht, seien bald fertig, sagte die Finnin im Interview mit der “Süddeutschen Zeitung” und mehreren europäischen Zeitungen. „Wir haben viele Verfahren in der Pipeline, und ich denke, dass wir sie unsere Ermittlungen in den kommenden Wochen bis Monaten abschließen werden“, sagte Virkkunen. „Wir werden unsere Regeln durchsetzen.“
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Die 52-jährige Finnin wehrte sich gegen den Vorwurf von Vertretern der US-Regierung, die europäischen Digitalgesetze stellten Handelsbarrieren dar. Der Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump, Peter Navarro, hatte die Tech-Regulierung der EU zuletzt sinngemäß als „lawfare“ eingestuft. Das Kunstwort steht im Englischen für eine Art Kriegführung mit den Mitteln des Rechts. Virkkunen widersprach dieser Darstellung: „Wir haben bestimmte Vorschriften in der EU“, sagte sie, „und das sind keine Handelshemmnisse. Es gelten dieselben Regeln für europäische, amerikanische oder chinesische Firmen.“ Man habe nie einzelne Konzerne im Visier, wobei jedoch gelte: je größer eine Firma, desto höher die Anforderungen.
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Nachdem Trump die „reziproken“ Zölle gegen zahlreiche Handelspartner vorerst für 90 Tage ausgesetzt hatte, zeigte sich Virkkunen erleichtert. Sie begrüße die Entscheidung des US-Präsidenten; jetzt sei es wichtig, ein gutes Verhandlungsergebnis zu erzielen. Um Raum dafür zu schaffen, hat die EU ihre Vergeltung für die auf Stahl- und Aluminiumimporte in die USA erhobenen Sektorzölle in Höhe von 25 Prozent ebenfalls um 90 Tage verschoben. Virkkunen stellte dennoch klar, dass Europa nicht zögern werde, wenn nötig seinerseits zu reagieren – auch im Bereich digitaler Dienstleistungen: „Darauf haben wir uns vorbereitet. Wir müssen bereit sein, unsere Industrien und Bürger zu schützen.“
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20.40 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat den vorläufigen Verzicht der Europäischen Union auf Gegenzölle als positiv bezeichnet. Dieser Schachzug sei “sehr schlau”, sagte Trump am Donnerstag in Washington bei einer Kabinettssitzung. Nach Trumps Kehrtwende im Zollstreit hatte die EU bereits beschlossene Gegenaufschläge für 90 Tage ausgesetzt.
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Trump sagte dazu, die EU sei “bereit zur Vergeltung” gewesen. Dann hätten sich die Europäer aber für Zurückhaltung entschieden, als sie sein hartes Vorgehen gegen China bemerkt hätten.
Trump hatte am Mittwoch eine 90-tägige “Pause” in seinem Handelsstreit mit allen Ländern angekündigt. Bis Anfang Juli gilt für die EU und die meisten anderen Handelspartner nun ein reduzierter Mindestzollsatz von zehn Prozent für Ausfuhren in die USA.
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Die EU setzte daraufhin Gegenzölle auf Stahlprodukte, Textilien, Rindfleisch und andere Produkte aus den USA ebenfalls für 90 Tage aus. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begründete dies mit der Chance für Verhandlungen.
Trump wiederholte trotz seiner Anerkennung für diesen Schritt frühere Vorwürfe gegen die EU: Sie sei “gegründet worden, um die Vereinigten Staaten auszunutzen”, sagte er.
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19.11 Uhr: Nach der Zollwende von US-Präsident Donald Trump und den folgenden Börsengewinnen an der Wall Street sind Vorwürfe des “Insiderhandels” laut geworden. Vor allem Politiker der Demokratischen Partei sprachen im Onlinedienst X von einem “Skandal” und forderten eine unabhängige Untersuchung. Der Kursanstieg dauerte nicht lange an. Am Donnerstag eröffnete die New Yorker Börse wieder im Minus.
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Grund für die Vorwürfe ist ein Trump-Post wenige Minuten nach Öffnung der New Yorker Börse am Mittwoch. Der Präsident schrieb in seinem Onlinedienst Truth Social, es sei ein “großartiger Zeitpunkt”, Aktien zu kaufen. Nur Stunden später senkte er die Zölle für die EU und viele andere Handelspartner für 90 Tage auf den Mindestsatz von zehn Prozent. An den Börsen führte die zu einem deutlichen Aufschwung.
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Der demokratische Senator Chris Murphy sprach auf X von einem “Insiderhandels-Skandal”. Trumps Tweet zeige, dass er seinen eigenen Leuten vorab einen Hinweis zum Geldmachen gegeben habe. Senator Adam Schiff – ebenfalls von der Demokratischen Partei – forderte eine Untersuchung und fragte auf X: “Wer in der Regierung wusste von Trumps Kurswechsel bei den Zöllen im Voraus? Hat jemand Aktien gekauft oder verkauft und auf Kosten der Öffentlichkeit profitiert?”
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Auch die demokratischen Mitglieder des Ausschusses für Finanzdienstleistungen im Repräsentantenhaus kritisierten das Vorgehen des US-Präsidenten scharf. Trump sei “buchstäblich in das größte Marktmanipulationsprogramm der Welt” verwickelt, erklärten sie auf X.
17.33 Uhr: Die Höhe der Zölle auf chinesische Produkte bei der Einfuhr in die USA beträgt laut dem Weißen Haus effektiv 145 Prozent, wie CNBC berichtet. Die Zahl nannte ein Mitglied der Trump-Regierung gegenüber dem US-Sender. Zuvor hieß es, dass die Zölle für Produkte aus China 125 Prozent betragen würden.
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Doch hinzu kämen laut dem Weißen Haus noch die zuvor bereits verhängten 20 Prozent Zölle, die die US-Regierung zuvor bereits wegen Problemen mit der Droge Fentanyl gegen China verhängt hatte. Die Trump-Regierung wirft China vor, für die Probleme mit der schwer abhängig machenden Droge mitverantwortlich zu sein, da ein Großteil des in den USA illegal gehandelten Fentanyls aus chinesischer Produktion stamme.
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Doch laut dem CNBC-Bericht könnte es noch dicker kommen. Denn wie die Reporterin des Senders berichtete, sollen die 145 Prozent wiederum auf bereits zuvor bestehende Zölle aufgeschlagen werden, die schon unter der Biden-Regierung bestanden.
12.33 Uhr: Die EU setzt ihre Gegenzölle auf US-Produkte für 90 Tage aus. Das verkündete Kommissionspräsidentin von der Leyen via X am Donnerstagmittag. “Wir haben die Ankündigung von Präsident Trump zur Kenntnis genommen. Wir wollen den Verhandlungen eine Chance geben”, teilt von der Leyen mit. “Wenn die Verhandlungen nicht zufriedenstellend verlaufen, werden unsere Gegenmaßnahmen in Kraft treten. ” Trump hatte nach großen Turbulenzen an den Aktien- und Finanzmärkten überraschend entschieden, vielen Staaten 90 Tage lang eine Pause von bestimmten Zöllen zu gewähren.
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Die Vorbereitungen für weitere Gegenmaßnahmen werden indes weiter fortgesetzt, so die Kommissionspräsidentin weiter. “Wie ich bereits gesagt habe, bleiben alle Optionen auf dem Tisch.” Eigentlich hätten erste Maßnahmen kommende Woche angewendet werden sollen.
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Bereits am Donnerstagmorgen meldete sich von der Leyen auf der Plattform X zu Wort und sprach sich dabei für ein “Null-Zoll-Abkommen” aus. “Zölle sind Steuern, die Unternehmen und Verbrauchern nur schaden. Deshalb habe ich mich stets für ein Null-Zoll-Abkommen zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten eingesetzt.”
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07.09 Uhr: Zölle in Kraft, Zölle für 90 Tage pausiert: Der US-Präsident hält die Welt mit seiner schlingernden Handelspolitik in Atem. Fox-Analyst Charles Gasparino rechnete am Mittwoch mit der Kehrtwende von Trump rigoros ab. “Lassen Sie uns klarstellen, was passiert ist, wer hier kapituliert hat und warum”, sagte der konservative Gasparino. “Wissen Sie, ich möchte das nicht sagen, weil ich ein Patriot bin, ich bin ein Amerikaner, aber nach allem, was ich höre und aus all meinen Quellen weiß, hat das Weiße Haus kapituliert.”
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Der Fox-Reporter würdigte Trump zwar für „einige der Kunststücke des Deals“, da der Präsident „China in die Ecke gedrängt“ habe, wiederholte jedoch, dass der Hauptgrund für Trumps Rückzug von der Zoll-Politik darin bestand, dass die Wirtschaft kurz vor dem Zusammenbruch stand.
„Man darf sich nicht täuschen: Diese Entscheidung hier lässt sich nicht von dem trennen, was gestern Abend passiert ist“, so Gasparino weiter. „Der Anleihenmarkt und die Kreditmärkte bilden die Grundlage der Wirtschaft. Und diese Märkte sind gestern Abend implodiert, deshalb haben wir eine 90-tägige Aussetzung verhängt. Mal sehen, ob sich die Märkte erholen.“
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Am Mittwoch stiegen zunehmend die Sorgen darüber, dass der Markt für US-Staatsanleihen einbrechen könnte. Dies löste Befürchtungen aus, dass das Land schon bald in eine Schuldenkrise geraten könnte.
Donnerstag, 10. April, 06.30 Uhr: Die angekündigten chinesischen Vergeltungszölle auf US-Importe sind offiziell in Kraft getreten. Für Einfuhren nach China aus den USA gilt damit nun ein Zusatzzoll von 84 Prozent.
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Bisher erfolgte aus Peking jedoch keine Reaktion auf die bereits nächste Eskalationsstufe der USA. US-Präsident Donald Trump kündigte an, die Zölle auf Importe aus China noch weiter auf 125 Prozent zu erhöhen, während er gleichzeitig für andere Länder bestimmte Zölle vorübergehend aussetzte.
22.53 Uhr: Der überraschende Zollschwenk von Donald Trump hat die US-Aktienmärkte am Abend nach oben katapultiert. Der Dow Jones Industrial machte nach der Meldung die deutlichen Kursverluste der vergangenen drei Handelstage innerhalb von Minuten wett und schloss mit einem Gewinn von 7,87 Prozent bei 40.608,45 Punkten (was allerdings noch deutlich unter dem Allzeithoch ist).
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Für den marktbreiten S&P 500 ging es am Ende um 9,52 Prozent auf 5.456,90 Zähler aufwärts. Der von den großen Technologieaktien dominierte Nasdaq 100 gewann gar 12,02 Prozent auf 19.145,06 Punkte.
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22.00 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat seinen Schwenk bei den internationalen Zöllen mit der Nervosität der anderen begründet. Die “Leute” seien etwas unruhig und “ein bisschen ängstlich” geworden, sagte Trump bei einer Veranstaltung vor dem Weißen Haus auf die Frage nach seinen Beweggründen für den jüngsten Kurswechsel in der Handelspolitik. “Man muss flexibel sein.”
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Der US-Präsident sagte bei seinem Auftritt am Weißen Haus, die Märkte hätten sich nach etwas düsterer Stimmung schnell wieder aufgehellt. “Man sagt, es war der größte Tag in der Finanzgeschichte.” Zu den vorherigen Turbulenzen an den Finanzmärkten infolge seiner Zollpolitik sagte Trump, es handele sich um eine Übergangszeit. “Es ist ein Übergang zur Großartigkeit.”
Trump argumentierte auch: “Der große Schritt ist nicht das, was ich heute gemacht habe.” Der große Schritt sei es gewesen, die Zölle überhaupt erst einzuführen, um die Ungleichheiten im Handel mit vielen anderen Ländern anzugehen. “Das erfordert Mut.” Kein anderer Präsident habe das getan, obwohl es notwendig sei.
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21.51 Uhr: Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Chuck Schumer, hat das wirtschaftspolitische Vorgehen des Präsidenten scharf kritisiert. “Das ist Chaos”, sagte Schumer. “Er ändert die Dinge von Tag zu Tag. Seine Berater streiten sich untereinander und beschimpfen sich gegenseitig. (…) Mit so einer Unberechenbarkeit, so derart mangelhafter Kenntnis dessen, was in der Welt geschieht, kann man kein Land regieren.”
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Trumps Finanzminister Scott Bessent bemühte sich indes, das Vorgehen seines Chefs als Erfolg darzustellen – es sei dessen Strategie gewesen, die mehr als 75 Länder dazu gebracht zu haben, an den Verhandlungstisch zu kommen. Bessent ging auch auf die Marktschwankungen ein, die Trumps Zollpolitik in den vergangenen Tagen verursacht hatte. Die Börsen bekämen nun mehr Gewissheit, argumentierte er.
“Präsident Trump hat erkannt, dass wirtschaftliche Sicherheit auch nationale Sicherheit bedeutet. Wir müssen die Kontrolle über die Herstellung, die Produktion und die Versorgungsketten für kritische Güter und Ressourcen zurückgewinnen, um Amerika nach Jahrzehnten des Missbrauchs endlich an die erste Stelle zu setzen”, schrieb Bessent bei X.
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20.13 Uhr: Der US-amerikanische Leitindex Dow Jones ist kurz nach der Ankündigung von Donald Trump, die jüngst verhängten hohen Zölle für die meisten Länder auszusetzen, nach oben geschossen. Von 37.941 Punkten ging es hoch auf mehr als 40.000. Mittlerweile pendelt sich der Kurs oberhalb der 39.500 Punkte ein.
Der von den großen Technologieaktien dominierte Nasdaq 100 gewann 9,7 Prozent auf 18.756 Punkte – der größte Sprung seit 2008. Der S&P 500 verzeichnete ebenfalls einen großen Sprung von 5024 Punkten auf fast 5400 Zähler. Aktuell liegt er bei über 5300 Punkten.
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Die zuletzt arg gebeutelten Aktien der “Glorreichen Sieben”, der sieben bedeutendsten US-Tech-Unternehmen, sprangen in Reaktion auf die Trump-Ankündigungen kräftig an. Amazon, Meta, Nvidia, Alphabet, Microsoft, Apple und Tesla verbuchten zuletzt Kursaufschläge zwischen 6,4 und 14,0 Prozent.
Noch stärker profitierten die Aktien von US-Fluggesellschaften von der Trump-Ankündigung. So schnellten die Papiere von Delta Air Lines und United Airlines um jeweils 19 Prozent nach oben. Jene von American Airlines gewannen mehr als 13 Prozent. Im US-Handel sind außerdem die Ölpreise nach der Ankündigung deutlich gestiegen und ins Plus gesprungen.
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19.30 Uhr: Donald Trump hat die erhöhten Zölle für mehr als 75 Länder für 90 Tage ausgesetzt. Für diesen Zeitraum gelte ein Einheitszoll von 10 Prozent für diese Länder, schreibt der US-Präsident auf seinem Sozialen Netzwerk “Truth Social”. Diese Länder hätten sich für Verhandlungen offen gezeigt und “keine Vergeltungsmaßnahmen” verübt, so Trump.
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Gleichzeitig will er mit noch mehr Härte gegen China vorgehen. “Aufgrund mangelnden Respekts gegenüber den Märkten der Welt” kündigte Trump an, die Zölle für Importe aus China auf 125 Prozent anheben zu wollen. Beide Maßnahmen würden sofort in Kraft treten, gibt Trump bekannt.
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Stunden zuvor waren die Anleihemärkte in den USA in Schieflage geraten und hatten Sorgen vor einer amerikanischen Finanzkrise genährt.
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17.22 Uhr: AfD-Chefin Alice Weidel hat US-Präsident Donald Trump für dessen Zollpolitik ungewöhnlich scharf kritisiert. Vor allem die Kommunikation und die Umsetzung der Ankündigungen sei “viel zu aggressiv und selbstschädigend”, sagte Weidel am Mittwoch vor Journalisten in Berlin. Ihre Botschaft sei, “dass Zölle grundsätzlich schlecht für den freien Handel sind”, ergänzte Weidel, die als große Fürsprecherin Trumps, aber auch als Verfechterin des freien Welthandels gilt.
Die angekündigten Zölle schadeten auch der US-Wirtschaft, betonte Weidel. Sie rief die Verantwortlichen auf, sich “an einen Tisch” zu setzen und nach Möglichkeit die Zölle wieder rückgängig zu machen. “Ich säße schon lange in den USA am Tisch und würde die Zölle wegverhandeln”, sagte Weidel. Sie sei aber eben nicht in Regierungsverantwortung.
Aus der AfD hatte sich zuletzt Ko-Parteichef Tino Chrupalla positiv zu den Zollankündigungen Trumps geäußert. Auf Chrupallas Verständnis für die Zölle angesprochen sagte Weidel: “Das habe ich nicht.”