Bisher hat nur Tabellenführer Puntigamer Sturm Graz (54) mehr Saisontore erzielt als der WAC (45). Blau-Weiß hält bei 31 Ligatreffern, allein 13 davon gehen auf das Konto von Ronivaldo. Kühbauers Respekt vor dem Führenden der Schützenliste ist deshalb groß. „Du wirst ihn über 90 Minuten nicht komplett neutralisieren können, weil er ein gutes Gefühl für Situationen hat“, erklärte der Ex-Internationale. “Aber wir haben in den letzten Wochen gezeigt, dass wir sehr gut verteidigen können.“
Die ersten beiden Saisonduelle gingen jeweils an das Auswärtsteam. Der WAC siegte im Oktober in Linz etwas glücklich mit 1:0. Die 1:2-Heimniederlage vor einem Monat bezeichnete Kühbauer als „Selbstfaller“. Sein Team hat seither kein Ligaspiel gewonnen, erreichte aber erstmals das Finale im Uniqa-ÖFB-Cup und blieb zuletzt gegen die beiden Topteams Sturm Graz (1:1) und Austria Wien (0:0) ungeschlagen. In den jüngsten drei Ligaspielen gelang den Kärntnern allerdings nur ein Tor. „Das ist nicht im Kopf drinnen, dafür haben sie es bis jetzt zu gut gemacht“, meinte Kühbauer.

GEPA/Christian Moser
In den bisherigen beiden Saisonduellen ging jeweils das Auswärtsteam als Sieger vom Platz
WAC hofft auf Einsatz von Pink
Nur zwei Schüsse aufs Tor ließen die Wolfsberger gegen Sturm und die Austria zu. Ob ihr eigener Stürmerroutinier Markus Pink in Linz beginnen wird, ist offen. Der 34-Jährige hatte am Sonntag in Wien eine leichte Gehirnerschütterung samt Nackenprellung erlitten. „Es geht ihm nicht schlecht. Ich glaube, dass das jetzt nicht mehr das große Thema ist. Ich bin super zufrieden mit ihm – psychisch wie physisch“, sagte Kühbauer.
Bundesliga
Spielplan und Tabelle
Bundesliga, 25. Runde
Freitag, 19.30 Uhr:
BW Linz – WAC
Hofmann Personal Stadion, SR Sadikovski
Mögliche Aufstellungen:
BW Linz: Vitek – Pasic, Maranda, Moormann – Anderson, Diabate, Briedl, Pirkl – S. Seidl, Ronivaldo, Goiginger
WAC: Polster – Baumgartner, Nwaiwu, Wimmer – Matic, Schöpf, Piesinger, Ullmann – Zukic – Ballo, Pink
Es gebe zwar keine ärztlichen Probleme, ebenso wie beim angeschlagenen Adis Jasic sei ein Einsatz aber nicht sicher. „Sie haben beide noch viele Spiele vor sich, da muss man schon aufpassen.“ Auf den WAC wartet das vierte Pflichtspiel in 13 Tagen. „Ausreden sind nicht mein Metier“, sagte Kühbauer über die Spielplangestaltung. Mit einem Sieg würde sein Team zumindest für zwei Tage bis auf vier Punkte an die Tabellenspitze heranrücken.
„Wir sind auf Augenhöhe“
Von einer klaren Rollenverteilung wollte Kühbauer aber nichts wissen: „Ich habe nicht das Bedürfnis, dass wir der große Favorit sind“, betonte der WAC-Coach, „wir sind auf Augenhöhe”. Blau-Weiß-Trainer Gerald Scheiblehner stellte sich jedenfalls auf einen „sehr spielstarken Gegner“ ein, der „natürlich gewinnen muss, um ganz vorne dranzubleiben. Sie wollen sicher über Platz drei den internationalen Startplatz fixieren.“ Die Linzer kassierten nach einem 0:2 gegen die Wiener Austria zuletzt ein 1:2 in Salzburg. „Wir haben es als Mannschaft nicht geschafft, das Tor zu verteidigen“, sagte Scheiblehner.
Der Linzer Coach nahm deshalb seine Spieler in die Pflicht. “Wir müssen konsequenter sein, aufmerksamer und die Ballgewinne besser ausspielen“, meinte Scheiblehner. Er sei mit der Entwicklung seines Teams aber sehr zufrieden. „Wir haben unsere Ziele noch immer vor Augen, daher ist es ein wichtiges Spiel.“ 4.600 Karten waren bis Donnerstagmittag verkauft. „Beide Spiele gegen den WAC waren sehr eng“, erinnerte Offensivmann Thomas Goiginger. „Es heißt, die Fehler so gering wie möglich zu halten und etwas mehr Energie reinzubringen.“