EU-weit sind die Asylanträge im ersten Quartal des Jahres 2025 deutlich zurückgegangen. Im Schnitt verzeichnen die europäischen Staaten 19 Prozent weniger Anfragen als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres. Ausnahmen sind Polen und Belgien. In der Union wurden bis Ende März 210.641 Asylanträge gestellt. Es handelt sich um vorläufige Daten.
Österreich: Rückgang von 33 Prozent
Die Zahl der Asylanträge in Österreich ist zum Beispiel im ersten Quartal 2025 deutlich gesunken. Insgesamt wurden 4.644 Anträge gestellt – ein Rückgang von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der März verzeichnete mit 1.329 Anträgen den niedrigsten Monatswert seit Juli 2020. Auffällig ist der Rückgang bei Erst-Anträgen: Nur rund ein Drittel der Ansuchen war neu, der Rest entfiel auf Statusänderungen, Kinder von Asylberechtigten oder Familienzusammenführungen.
Asylanträge in Italien
Die aktuellen offiziellen Daten zu Asylanträgen in Italien beziehen sich auf das gesamte Jahr 2023. Auch diese Daten zeigen: Die Zahl der Asylanträge sind in Italien ebenfalls zurückgegangen. Rund 46.000 Asylanträge wurden 223 gestellt. Das Coronajahr 2020 ausgenommen, waren es nur 2014 weniger Anträge (ca. 36.000).
Anzahl der Asylanträge in Italien (2014–2023) (Innenministerium)
21/04/2025
Pprozentuale Veränderung der Asylanträge in Italien (2014–2023) (Innenministerium)
21/04/2025
Übrigens: Die meisten positiven Asylbescheide gab es in den vergangenen Jahren in Estland. Dort wurden 97,2 Prozent aller Anträge bestätigt. Dahinter folgen die Niederlande mit 76 Prozent und Litauen mit 74 Prozent. In Österreich werden rund 62 Prozent der Aslyanträge bestätigt. In Italien sind es 27 Prozent aller eingereichten Anträge.