Ich war immer der Auffassung, dass in Österreich das Widerspruchsrecht bzgl. der Organspende gilt: also Opt-Out, weswegen ich mich da nie weiter drum gekümmert habe.
Diesem Bericht nach haben das zwar nur 1% aller Österreicher*Innen gemacht, aber irgendwie können das Verwandte trotzdem verhindern?

Meine Frage daher: Wie kann ich sicherstellen, dass meine Organe auf jeden Fall medizinischem Nutzen zu Gute kommen, sollte ich ableben? Kann man da zusätzlich noch ein Opt-In machen, dass meine Hinterbliebenen keine Handhabe mehr darüber haben?

by VaraNiN

3 comments
  1. Hausarzt fragen ob man das bei der E-Card hinterlegen kann. Alternativ eine Schrift mitführen wo explizit drauf steht dass die Angehörigen brausen gehen können.

    Ich glaub selbst dann, wennst da so eine deppade Person sitzen hast die Rotz und Wasser heult das man dich nicht aufschneiden darf, dann lassen sies auch weil’s unnötige Streitereien sind.

  2. Das gab es ja schon ein paar Mal in den Medien bei tragisch verstorbenen Kindern – die Eltern haben da einen Aufstand gemacht. Bis das rechtlich geklärt ist, wären die Organe schon lange nicht mehr verwendbar.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass man – nach seinem Tod – da irgendwas machen kann, um das zu verhindern. Selbst mit einem gültigen Testament würde das alles viel zu lange dauern.

    Umgekehrt wurde da ja publik bei dem tödlich verunglückten U-Bahn-Surver im Herbst, dessen Organe mehrere Leben gerettet hatten.

  3. eventuell hilft es den Widerspruch nur auf bestimmte Organe zu beziehen – im Umkehrschluss wär das dann ja ein Ja zur Entnahme vom Rest.

    natürlich mit der Familie reden – wenn ihr euch versteht, sollte das kein Problem sein.

    (aktuell datierten) Zettel bei dir haben auf dem du eindeutig Ja sagst – brauchst du aber auch gar nicht, weil’s ja nur dem Krankenhaus zeigen soll, dass du eine Entnahme tatsächlich gewollt hättest. Das Recht dazu haben sie ja (theoretisch) sowieso.

    aber wie andere geschrieben haben: letzten Endes ist deine vorhandene/fehlende Zustimmung nicht das Problem, sondern die Scherereien die das Krankenhaus mit den Hinterbliebenen hat. Und die können sie trotzdem haben, selbst wenn du explizit zustimmst – nur weil das Krankenhaus im Recht ist, heißt das nicht, dass die Verwandten sich zurückhalten.

    Ich wär ja dafür, dass Krankenhäuser das beinhart ignorieren aber…naja.

Comments are closed.