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News zum Ukraine-Krieg: In Russland kommt es mehrfach zu schweren Explosionen. Putins Armee attackiert Cherson. Alle Infos im Ticker.

Update, 18.37 Uhr: Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat der Trump-Regierung vorgeworfen, im Ringen um eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg nicht alle ihr zur Verfügung stehenden Mittel auszuschöpfen. „Sie haben Werkzeuge zur Hand, mit denen sie Druck ausüben können“, sagte Kallas der AFP. „Sie haben diese Werkzeuge nicht genutzt“, stellte sie fest.

Russland spiele „all diese Spielchen und hält uns hin und will nicht wirklich Frieden“, sagte Kallas angesichts der vom russischen Präsidenten Wladimir Putin am Samstag verkündeten 30-stündigen Oster-Waffenruhe. Diese sei nur ein Trick gewesen, damit Donald Trump „nicht die Geduld verliert“. Kallas befürchtet, dass Trump dem Ukraine-Krieg den Rücken zukehren und dennoch „Abkommen und Geschäfte wie zuvor“ mit Moskau anstreben könnte.

Transparenzhinweis

Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen, sowie Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von den Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Krieg in der Ukraine lassen sich nicht unabhängig prüfen.

Massive Explosionen in Russland: Munitionslager fliegt in die Luft

Update, 17.29 Uhr: Östlich von Moskau ist ein Munitionslager der Raketen- und Artilleriestreitkräfte von einer schweren Explosion erschüttert worden. Der Gouverneur der Region Wladimir, Alexander Awdejew, bestätigte die Detonation, wollte jedoch vorerst keine näheren Angaben machen. Die Verbreitung von Bild- und Videomaterial über den Vorfall sei strafbar, schrieb er auf seinem Telegram-Kanal. Augenzeugenberichten zufolge werden wegen der anhaltenden Explosionen mehrere Dörfer in unmittelbarer Nähe der Munitionsbasis evakuiert. Offiziell wurde dies nach der staatlichen Nachrichtenagentur Tass für das Dorf Barsowo bestätigt.

Bislang ist nicht bekannt, was die erste Detonation ausgelöst hat, der weitere folgten. Bei ihrem Abwehrkampf gegen die russische Invasion hat die Ukraine aber mehrfach mit Drohnen russische Munitionslager beschossen. Das Munitionslager nahe der Stadt Kirschatsch zählt zu einem der größten Depots der russischen Streitkräfte. Es ist mehr als 500 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.

Putins Armee beschießt offenbar Krankenhaus in der Ukraine

Update, 16.16 Uhr: Russische Drohnen sollen ein Krankenhaus im Stadtzentrum von Cherson getroffen haben. Das berichtet die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Vier Menschen sollen bei dem Angriff verletzt worden sein. Die Militärverwaltung in Cherson erklärte: „Nach 12:00 Uhr hat eine feindliche Drohne das Gelände eines der Krankenhäuser in Cherson im Stadtzentrum angegriffen.“ Der Leiter der Militärverwaltung, Oleksandr Prokudin, bestätigte den Angriff und schrieb auf Facebook, dass durch die Drohnen medizinische Einrichtungen, Zivilfahrzeuge und medizinische Transportmittel beschädigt wurden.

Explosion in einem Treibstoffdepot in Russland

Ukrainische Kampfdrohnen erreichen immer wieder Ziele wie Treibstoffdepots und Militärstützpunkte im russischen Hinterland. Nun wurde östlich von Moskau ein Munitionsdepot getroffen. (Symbolfoto) © Andrey Arxipov/Kommersant Publishing House/AP/dpa

Update, 15.06 Uhr: Moskau warnt davor, überstürzt Friedensverhandlungen im Ukraine-Krieg zu beginnen. Einige Tage zuvor hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, dass ein Friedensvertrag zwischen Moskau und Kiew noch „diese Woche“ erreicht werden könne, wie die Kyiv Post berichtet. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow betonte: „Dieses Thema ist so komplex, verbunden mit einer Einigung, dass es sich wahrscheinlich nicht lohnt, sich einen starren Zeitrahmen zu setzen oder zu versuchen, in kurzer Zeit eine tragfähige Einigung zu erzielen.“

Kreml sieht Verantwortung bei der Ukraine eine Waffenruhe im Krieg zu erzielen

Update, 14.17 Uhr: Der Kreml sieht die Verantwortung für das Zustandekommen von Verhandlungen über eine begrenzte Waffenruhe bei Kiew. „Wenn die ukrainische Seite offen (für Verhandlungen, Anm. d. Red.) ist und diese wünscht, dann sollte sie wohl irgendwelche Schritte unternehmen, um die Hindernisse auf dem Weg zu solchen Kontakten abzubauen“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow. Zuvor hatte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seinen Vorschlag erneuert, dass beide Seiten auf Angriffe gegen zivile Objekte verzichten. Er wolle darauf aber auch eine klare Antwort aus Moskau haben, forderte er.

Bilder des Ukraine-Kriegs: Großes Grauen und kleine Momente des Glücks

Ein Einwohner von Cherson hebt seinen Daumen zur Unterstützung der Ukraine auf dem Hauptplatz der Stadt nach der Befreiung von den russischen Besatzern

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Generell hatte sich Kremlchef Wladimir Putin am Ostermontag gesprächsbereit zu dem Thema gezeigt. Zunächst gelte es aber genau zu klären, welche Objekte als zivil gelten. Das könne auch in bilateralen Gesprächen zwischen Moskau und Kiew geklärt werden, sagte er. Eine Antwort habe es darauf bislang nicht gegeben, teilte nun Peskow mit. Somit gebe es derzeit auch noch keine konkreten Pläne für ein Treffen.

Kreml widerspricht Gerüchten über Putins Teilnahme an Papst-Beerdigung

Update, 13.43 Uhr: Der Kreml hat Spekulationen um eine mögliche Teilnahme von Russlands Präsident Wladimir Putin an der Beisetzung von Papst Franziskus zurückgewiesen. „Nein, solche Pläne hat der Präsident nicht“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow auf eine entsprechende Frage russischer Journalisten. Wen Moskau zu der Trauerfeier am Samstag entsende, sei noch nicht entschieden, fügte er hinzu. 

Update, 11 Uhr: Der französische Außenminister Jean-Noel Barrot hat die Ankündigung von Kreml-Chef Wladimir Putin zum Oster-Waffenstillstand in der Ukraine als eine „Marketingoperation“ bezeichnet. Dies berichtete die Kyiv Post. Barrot zufolge zielte dies darauf ab, US-Präsident Donald Trump zu besänftigen.

„Der Oster-Waffenstillstand, den er etwas unerwartet verkündete, war eine Marketing-Aktion, eine Zauberoperation, die darauf abzielte, Präsident Trump davon abzuhalten, ungeduldig und wütend zu werden“, sagte Barrot demnach dem Sender FranceInfo. Russland hatte den angekündigten Oster-Waffenstillstand abrupt mit Luftangriffen beendet.

Russland mit Drohnenangriffen auf die Hafenstadt Odessa

Update, 10 Uhr: Russland hat die ukrainische Hafenstadt Odessa in der Nacht massiv mit Drohnen angegriffen. Drei Menschen seien dabei verletzt worden, schrieb der Gouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram. Zivile Infrastruktur, Wohngebäude, eine Bildungseinrichtung und Fahrzeuge seien beschädigt worden. Der ukrainische Zivilschutz veröffentlichte Fotos von Löscharbeiten. 

In der Region Kiew wurden nach Behördenangaben sechs Privathäuser, vier Autos, drei weitere Gebäude und drei Garagen beschädigt. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge griff Russland das Nachbarland in der Nacht mit 54 Drohnen an. Davon seien 38 abgeschossen worden. Von 16 Drohnen-Attrappen sei die Ortung verloren gegangen, was zumeist auf elektronische Abwehrmaßnahmen zurückzuführen ist. Entwarnung gab die Luftwaffe am Morgen nicht, weitere Drohnenschwärme näherten sich demnach aus dem Norden.

Drohnen-Angriffe im Ukraine-Krieg: Russland meldet Abschüsse

Update vom 22. April, 7.05 Uhr: Russische Luftabwehrsysteme sollen in der Nacht zehn ukrainische Drohnen zerstört haben. Dies meldete die russische Nachrichtenagentur Tass. Demnach seien fünf der Drohnen über der Krim sowie fünf weitere Drohnen über den Regionen Orjol und Belgorod zerstört worden. Russland und die Ukraine setzen immer wieder Drohnen für Angriffe ein.

Update, 22.22 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat sein Angebot zu einem gegenseitigen Verzicht auf Schläge gegen zivile Einrichtungen wiederholt. Die Ukraine halte ihr Angebot aufrecht, sagte der ukrainische Präsident in seiner abendlichen Videobotschaft: „Und wir erwarten eine klare Antwort aus Moskau.“ Zuletzt hatte Wladimir Putin eine Einigung dazu nicht ausgeschlossen, aber Vorbehalte geltend gemacht, die es zu klären gelte – womöglich auch in bilateralen Gesprächen zwischen Kiew und Moskau.

Nach Angaben Selenskyjs hat die Osterwaffenruhe gezeigt, dass es prinzipiell möglich ist, die Kampfhandlungen in dem vor mehr als drei Jahren von Putin begonnenen Ukraine-Krieg zu beenden. Denn in der Zeit habe es keinen Luftalarm und an einigen Frontabschnitten auch keine Gefechte gegeben. „Dazu muss aus Moskau selbst der reale Befehl an die russische Armee ergehen, das Feuer einzustellen – und wenn es solch einen strengen Befehl nicht gibt, dann gibt es auch keine Waffenruhe“, sagte Selenskyj.

Ukraine-Krieg: Russland soll neue Militärstützpunkte im besetzten Mariupol errichtet haben

Update, 20.30 Uhr: Nach Angaben des Zentrums für Besatzungsstudien sind im März und April in der vorübergehend besetzten Stadt Mariupol zwei neue russische Militärstützpunkte entstanden. Wie Ukrinform berichtete, gab Petro Andrjuschtschenko, Leiter des Zentrums und ehemaliger Berater des Bürgermeisters von Mariupol, dies per Telegramm bekannt. „Die Russen weiten ihre militärische Präsenz in Mariupol aus. Im März und April entstanden in der Stadt zwei neue Militärstützpunkte: einer im Bezirk Kalmiuskyj im Nordwesten der Stadt und ein Logistikstützpunkt im Bezirk Liwobereschnyj, nahe dem Wohngebiet Schidnyj.“

Putin zeigt sich bereit zu Gesprächen mit Selenskyj-Regierung

Update, 19.40 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin zeigt sich erstmals seit Jahren zu bilateralen Gesprächen mit der ukrainischen Regierung bereit. Er ging am Montag in Moskau auf ein Angebot des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ein, für eine Frist von 30 Tagen zivile Ziele von Angriffen auszunehmen. „Das ist alles ein Thema, das sorgfältig geprüft werden muss, vielleicht sogar auf bilateraler Ebene. Wir schließen das nicht aus“, sagte Putin.

Sein Sprecher Dmitri Peskow bestätigte, dass Putin sich auf die Möglichkeit direkter Gespräche mit der Ukraine bezog. Seit den gescheiterten Friedensbemühungen in den ersten Monaten des Krieges vor drei Jahren haben beide Seiten keine derartigen Gespräche mehr geführt.

Update, 18.15 Uhr: Wolodymyr Selenskyj hat für den kommenden Mittwoch (23. April) Gespräche zwischen der Ukraine, Frankreich, Großbritannien und den USA in London angekündigt. „Wir sind bereit, so konstruktiv wie möglich voranzugehen, um einen bedingungslosen Waffenstillstand zu erreichen, gefolgt von der Schaffung eines echten und dauerhaften Friedens“, schrieb der ukrainische Präsident auf X.

Russland erhöht im Ukraine-Krieg Druck in Kursk

Update, 17.45 Uhr: Russland erhöht laut einem Bericht von Kyiv Independent die Bemühungen, ukrainische Truppen aus Kursk zurückzudrängen. Das habe der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Oleksandr Syrskyj, am Montag (21. April) erklärt. „In der Oblast Sumy, in Gebieten nahe der Staatsgrenze sowie auf dem Gebiet der Russischen Föderation dauern die heftigen Kämpfe an“, so Syrskyj.

Update, 17.15 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin soll einen „Osterfrieden analysieren“. Das berichtete Ukrainska Pravda unter Berufung auf russische Medienberichte. Dort werde Putin mit den Worten zitiert: „Russland steht Waffenstillständen immer positiv gegenüber und hat deshalb die Initiative zu Ostern ergriffen.“ Putin wolle zudem einen Vorschlag der Ukraine prüfen, laut dem keine zivilen Ziele mehr angegriffen werden sollen.

Erstmeldung vom 21. April: Kiew/Moskau – Wie geht es für die Ukraine nach dem Ende des russischen Überfalls weiter? Die USA haben zumindest einer Nato-Mitgliedschaft eine endgültige Absage erteilt. Das teilte der US-Sondergesandte Keith Kellogg am Sonntag (20. April) mit. Gegenüber Fox News sagte Kellogg, dass eine Mitgliedschaft im Verteidigungsbündnis für die Ukraine „vom Tisch“ sei. Diese Einstellung sei zudem nichts Neues, erklärte der Sondergesandte.

USA: Keine Nato-Mitgliedschaft für die Ukraine

In Russland zeigt man sich erfreut über die Entscheidung der USA, der Ukraine eine Nato-Mitgliedschaft zu verweigern. „Wir haben von verschiedenen Seiten in Washington gehört, dass eine Nato-Mitgliedschaft der Ukraine ausgeschlossen ist“, zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Dmitri Peskow, den Sprecher des russischen Präsidialamtes, am Montag.

Weiter habe Peskow klargestellt: „Das freut uns natürlich und entspricht unserer Position.“ Denn durch eine Mitgliedschaft der Ukraine in der Nato würden russische Interessen bedroht werden. „Und tatsächlich ist dies eine der Hauptursachen dieses Konflikts.“ Trotz des Nato-Ausschlusses der Ukraine gehen die Kämpfe zwischen russischen Invasionstruppen und der Ukraine allerdings unerbittlich weiter.

Nach Putins Osterwaffenruhe: Ukraine greift russische Drohnenbasis an

Am Ostersonntag hatte der russische Präsident Wladimir Putin zu einer Feuerpause im Ukraine-Krieg aufgerufen. Jedoch berichteten sowohl die Ukraine als auch Russland, dass beide Seiten die Waffenruhe mehrfach gebrochen hätten. In einem Beitrag auf X berichtete der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, dass russische Truppen mehr als 2000 Mal gegen die Anordnung Putins verstoßen haben sollen.

Nachdem Russland die Feuerpause nicht verlängern wollte, gehen die Kämpfe weiter. Am Ostermontag meldete die Ukraine einen Angriff auf eine russische Drohnenstartbasis. Wie Ukrainska Pravda unter Berufung auf den ukrainischen Generalstab berichtete, seien bei dem Angriff bis zu 20 Drohnenpiloten der russischen Armee getötet worden. Von der Basis in der russischen Region Kursk seien Aufklärungs-, Angriffs- und FPV-Drohnen gestartet worden. (red mit Agenturen)