
Hallo naturverbundene und tierliebe Österreicher!
Ich betreue mit einem freiwilligen Team seit Jahren einen Amphibienschutzzaun im Wienerwald (Nö) und obwohl wir immer früher mit dem Aufbau der Zäune entlang der Straße starten und länger gehen, werden die Zahlen der gesicherten Amphibien jedes Jahr weniger…
Alle Arten, ob Kröten, Frösche oder Molche sind bei uns am Verschwinden.
Hat noch jemand solche Beobachtungen gemacht, habt ihr auch so ernüchternde Zahlen, seht die Biodiversität cor eurer Tür schwinden?
Woran es liegt wäre wahrscheinlich zuviel gefragt, so viele Faktoren spielen da rein,
aber was kann ich kleiner, einzelner Mensch noch tun außer zuschauen und traurig sein?
Danke Euch! 🐸
by StayinWienerWald
3 comments
Traurig sowas zu lesen. Ich hoffe wir schaffen es die verschwindende Biodiversität in der Griff zu bekommen und nicht noch mehr den Lebensraum anderer Lebewesen zu zerstören.
Du kannst Dich politisch dafür engagieren, dass die längst überfällige Begrenzung des Bodenverbrauchs endlich kommt.
Privat wäre wichti, neben der super Arbeit die Du eh schon machst, vor allem keine Freigängerkatzen zu halten und, wenn Du einen Garten haben solltest, darauf zu achten, dass es keine bodentiefen Zäune und giftigen Substanzen am Rasen gibt. Ideal wäre noch ein naturnaher Gartenteich. Ja, und natürlich gemäßigte Geschwindigkeit beim Autofahren oder wenn möglich andere Verkehrsmittel nutzen.
Hi! Super, dass du mitmachst. Ich betreue seit 2 Jahren einen Zaun im Bezirk Wr.Neustadt, aber ich kenne die Zahlen seit 2019. Es gab einen Einbruch um über 50% 2021, dann leichte Erholung, wieder runter 2024, aber 2025 wieder 200% vom Vorjahr und wieder das Niveau von 2019. Ist aber ein sehr kleines Revier.
Ich kenne auch noch Zahlen eines größeren Nachbarreviers. Dort auch ein relativ starker Rückgang in den letzten Jahren. Zu Vielfalt kann ich eher wenig sagen, da es sich in beiden Revieren um >90% um Erdkröten dreht.
Insgesamt sicher eine Situation, die Sorgen bereitet, aber die genauen Gründe weiß auch die Biologin “über mir” nicht.
Was mich ein wenig positiv stimmt, ist, dass es bei uns auch im Wohngebiet sehr viel Gequake in der Nacht gibt – offensichtlich sind Gartenteiche auch gute Lebensräume für Amphibien. Ich hatte selbst heuer Springfrosch-Laich und einige adulte Teichmolche in meinem Mini-Teich. Leider habe ich vorgestern auch eine Ringelnatter drin entdeckt, also weiß ich nicht, was von den Amphibien übrigbleiben wird. 🙁
Wenn dich genaue Zahlen interessieren, frag mal beim Naturschutzbund. Die sind afaik für die Zäune verantwortlich und sollten auch die Daten irgendwie managen. In Wr. Neustadt kümmern sich sogar Mitarbeiter der Stadt um die Tiere.
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