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Laut eines Berichts kommt eine Zeckenart aus Asien in Österreich an. Als Erkrankung droht ein tückisches Fieber. Doch: Ein Experte hat Ratschläge gegen Zeckenbisse.

Wien – Sie sind winzige und heimtückische Wegelagerer. Wie gefährlich sind Zecken wirklich? Dieser Frage gehen Fachleute seit Langem nach. Überliefert ist: Viele der Milben tragen Erreger in sich, die Krankheiten wie Borreliose oder die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis, kurz FSME, verursachen können.

Gefahr durch Zecken: Riesen-Art wohl auch in Österreich entdeckt

Das Robert Koch-Institut (RKI) und die Deutsche Hirnstiftung beschreiben zum Beispiel die Lyme-Borreliose als eine Erkrankung, die verschiedene Organe, Gelenke, die Haut und das Nervensystem betreffen kann. Ein Symptom ist nach einem Zeckenstich etwa eine ringförmige Hautrötung. Eine aktuelle Auswertung für Zecken-Risikogebiete zeigt, wo die Gefahr in Deutschland am größten ist.

Die Versandapotheke mycare analysierte RKI-Fall- und Inzidenzzahlen aus dem Jahr 2024. Von 11.040 Borreliose-Fällen wurden demnach alleine in Bayern 4054 festgestellt, es folgten Brandenburg (1638) und Sachsen (1629). Im bayerischen Nachbarland Österreich ist einem Medienbericht zufolge indes zuletzt eine regelrechte Riesen-Zecke aufgetaucht: die sogenannte Hyalomma marginatum.

Die sogenannte Hyalomma marginatum ist eine vergleichsweise große Zecke. (Symbolfoto)

Die sogenannte Hyalomma marginatum ist eine vergleichsweise große Zecke. (Symbolfoto) © IMAGO / PanthermediaHyalomma marginatum in Österreich: Große Zecke in der Alpenrepublik aufgetaucht

Davon berichtet das österreichische Nachrichtenportal oe24. So seien in der Alpenrepublik einige der Riesen-Zecken mit dem Krim-Kongo-Fieber-Virus entdeckt worden. Eine Anzahl oder Orte, wo dies geschah, werden in dem Bericht indes nicht genannt. Bisher war die Verbreitung der Hyalomma marginatum insbesondere aus subtropischen Gegenden Nordafrikas und im westlichen sowie mittleren Asien bekannt. Auch an der türkischen Mittelmeerküste ist sie etwa schon aufgetaucht. Eine Überquerung der Alpen, sozusagen, wäre neu.

Zunehmend tropische Temperaturen begünstigen neue Zeckenarten in Europa. Frostfreie Winter tun ihr Übriges dazu. Mit etwa fünf bis sechs Millimeter Länge ist die Schildzecke deutlich größer als die in Deutschland und Österreich ansonsten verbreitete Art Gemeiner Holzbock (rund drei Millimeter). Im aufgesogenen Zustand wirkt die Zecke mit dem Schild als Merkmal noch größer (siehe Foto oben). Immerhin: Laut der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (Ages) gebe es bislang (Stand: 7. Mai 2025) keinen bekannten Fall des Krim-Kongo-Fiebers in Österreich.

Schutz vor Zeckenbissen: Experte gibt Ratschläge zur Vorbeugung

Während im Netz Videos zeigen, wie man Zecken auf keinen Fall entfernen sollte, hat ein Fachmann wertvolle Tipps, um Zeckenbissen und damit verbundenen Ansteckungen vorzubeugen. Der Bericht zitiert den italienischen Zecken-Experten Maurizio Ruscio: „Mittlerweile vermehren sich die Zecken das ganze Jahr über. Die globale Klimaerwärmung schafft ihnen auch in unseren nördlicheren Breitengraden einen Wohnraum.“ Was hilft? Ruscio: „Lange Hosen anziehen. Man kann auch Sprays in Erwägung ziehen, die vor einem Zeckenbefall schützen. Zu Hause sollte man zeitnah duschen und die Kleidung durchsuchen.“ Um sich letztlich vor allen Zecken-Arten, die zu den Milben zählen, zu schützen. (pm)