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News zum Ukraine-Krieg im Ticker: Gespräche in der Türkei könnten den Durchbruch für ein Ende des Ukraine-Kriegs bringen. Merz droht Putin mit Sanktionen.
Update, 23.05 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj kritisierte am Montag, dass Russland seine Angriffe auf die Ukraine unvermindert fortsetze. In seiner abendlichen Videoansprache erklärte er zudem, dass es bislang keine Antwort auf sein Angebot zu direkten Gesprächen gegeben habe. Selenskyj hatte vorgeschlagen, sich am Donnerstag in der Türkei mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin zu treffen.
Update, 22.20 Uhr: Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto empfängt italienischen Angaben zufolge am Freitag seine Kollegen aus Deutschland, Frankreich, Polen und Großbritannien in Rom zu Gesprächen über die weitere Unterstützung der Ukraine. Neben der Ukraine soll es auch über Möglichkeiten zur Stärkung der europäischen Verteidigung gehen, wie das italienische Verteidigungsministerium am Montag mitteilte. Im Anschluss an das Treffen wollen die fünf Minister um 14.45 Uhr eine gemeinsame Pressekonferenz abhalten.
Ukraine-Krieg: Kreml bezeichnet 30-tägige Waffenruhe als List des Westens
Update, 20.33 Uhr: Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, sieht in der vom Westen vorgeschlagenen 30-tägigen Waffenruhe eine List. Auf eine Nachfrage bei einer Pressekonferenz erklärte die Politikerin am Montag, Deutschland und Frankreich hätten Kiew auf den Ukraine-Krieg vorbereitet. Der Westen habe eine gewaltsame Lösung des „Donbass-Problems“ umsetzen wollen, so Sacharowa. „Heute streben dieselben Länder einen 30-tägigen Waffenstillstand an, um Kiew eine Pause zu verschaffen, sein militärisches Potenzial wiederherzustellen und die Konfrontation mit Russland fortzusetzen“, monierte die Kreml-Sprecherin weiter.
Update, 19.35 Uhr: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hob die Möglichkeit von Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland hervor. „Die jüngsten Gespräche haben eine günstige Gelegenheit erschaffen“, sagte Erdogan am Montag nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten. „Wir hoffen, dass diese Gelegenheit nicht verschwendet wird.“ Er betonte, dass die Türkei bereit sei, sich aktiv an den Gesprächen zu beteiligen. „Ich möchte noch einmal betonen, dass wir bereit sind, zu diesen Treffen beizutragen und uns freuen, ihr Gastgeber zu sein“, fügte der Präsident hinzu.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von den Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Krieg in der Ukraine lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich positiv zu den Vorschlägen von US-Präsident Donald Trump für eine umfassende Waffenruhe mit Russland und direkte Verhandlungen mit Kremlchef Wladimir Putin. „Natürlich hätten wir in der Ukraine gern, dass Präsident Trump dort bei diesem Treffen in der Türkei dabei ist“, schrieb Selenskyj auf Telegram. Er selbst plane, an den Bosporus zu reisen, und hoffe auf die Teilnahme der russischen Seite an den Gesprächen. „Wir können viel verändern“, betonte Selenskyj.
Update, 18.50 Uhr: Die Außenminister von Frankreich, Deutschland, Italien, Polen, Spanien und Großbritannien haben nach dem Ukraine-Gipfel am Montag (12. Mai) ein gemeinsames Statement veröffentlicht. Die Regierungsvertreter kritisieren darin die fehlende Bereitschaft Russlands, nicht auf den vorgeschlagenen 30-tägigen Waffenstilstand einzugehen.
In dem Statement heißt es: „Bislang hat Russland keine ernsthafte Absicht gezeigt, Fortschritte zu erzielen. Es muss dies unverzüglich tun. Wir haben uns der Ukraine angeschlossen und eine sofortige, vollständige und bedingungslose 30-tägige Waffenruhe gefordert, um Raum für Gespräche über einen gerechten, umfassenden und dauerhaften Frieden zu schaffen.“
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Fotostrecke ansehenTrump erwägt Türkei-Besuch für Ukraine-Gespräche mit Russland
Update, 17.24 Uhr: US-Präsident Donald Trump erwägt einen Türkei-Besuch am Donnerstag, sollte es zu direkten Gesprächen zwischen der Ukraine und Russland kommen. Dies sei möglich, wenn er den Eindruck habe, dass sich Dinge bewegen könnten, sagte Trump am Montag in Washington vor einer dreitägigen Reise in die Golfregion. Der US-Präsident wird ab Dienstag in Saudi-Arabien, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten erwartet.
Von dort aus könne er gegebenenfalls in die Türkei weiterfliegen, sagte Trump. „Ich habe so viele Treffen, aber ich habe darüber nachgedacht, dort hinzufliegen.“ Die Türkei hatte sich in den festgefahrenen Verhandlungen über einen Waffenstillstand als Vermittler zwischen Russland und der Ukraine angeboten. Außenminister Hakan Fidan lud beide Parteien zu direkten Gesprächen in sein Land ein.
Update, 16.30 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat sich hoffnungsvoll über ein mögliches Treffen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in der Türkei gezeigt. „Ich denke, dass dieses Treffen gute Dinge hervorbringen kann“, so Trump. Er erklärte weiter, er habe auf dieses Treffen bestanden.
Peskow betont Putins Bereitschaft für Verhandlungen im Ukraine-Krieg
Update, 16.10 Uhr: Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat betont, dass Russlands Machthaber Wladimir Putin mögliche Friedensverhandlungen in der Türkei ernst nehme. „Wir sind einer ernsthaften Suche nach Wegen für eine langfristige friedliche Lösung verpflichtet“, wird Peskow von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert.

Ende des Ukraine-Krieges: Selenskyj will Putin persönlich in der Türkei treffen und fordert eine Waffenruhe ab Montag. (Symbolbild) © IMAGO / ZUMA Press Wire, IMAGO / Ukrinform
Update, 15.44 Uhr: Die Türkei fordert Russland und die Ukraine zu Verhandlungen im andauernden Ukraine-Krieg auf. „Wir laden beide Parteien ein, so schnell wie möglich zusammenzukommen und die Waffenruhe zu beginnen“, sagte der türkische Außenminister Hakan Fidan am Montag in Ankara. „Die Ukrainer wollen zuerst eine Waffenruhe und dann Gespräche und die Russen wollen zuerst Gespräche und dann eine Waffenruhe.“ Jetzt sei es wichtig, einen Kompromiss zu erreichen.
Lob für Ukraine-Politik von Kanzler Merz: Grüne bieten Unterstützung an
Update, 15.18 Uhr: Die Grünen haben die Ukraine-Politik von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gelobt. Parteichef Felix Banaszak drückte am Montag mit Blick auf die „Signale, die Friedrich Merz mit Blick auf die Ukraine so kurz nach Beginn seiner Amtszeit gesetzt hat“, seine volle Unterstützung aus.
Update, 14.57 Uhr: Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat erneut die Bereitschaft Russlands zu „ernsthaften“ Gesprächen über eine „dauerhafte Friedenslösung“ im Ukraine-Krieg erklärt. Zuvor hatte er ein von westlichen Staaten gesetztes Ultimatum für eine Zustimmung zu einer Waffenruhe abgelehnt. Zu dem Vorschlag des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj über ein Treffen zwischen ihm und dem russischen Machthaber Wladimir Putin äußerte sich Peskow am Montag (12. Mai) allerdings nicht.
Kreml weist Ultimatum für Waffenruhe im Ukraine-Krieg zurück
Update, 14.37 Uhr: Der Kreml hat das Ultimatum des Westens für einen Waffenstillstand als „inakzeptabel“ zurückgewiesen. „Die Sprache von Ultimaten ist inakzeptabel für Russland, sie ist nicht angemessen“, zitiert die Nachrichtenagentur AFP den Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Montag. So könne man nicht mit Russland sprechen.
Update, 14.15 Uhr: Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha glaubt, dass Russland das Angebot für eine Waffenruhe im Ukraine-Krieg „ignoriert“. In einem Beitrag auf X berichtete Sybiah von einem Treffen mit westlichen Partnern. Dort habe er gesagt: „Die Russen ignorieren das Angebot eines vollständigen und dauerhaften Waffenstillstands ab dem 12. Mai. Sie greifen weiterhin ukrainische Stellungen entlang der gesamten Frontlinie an.“ Das einzige Ziel Putins sei es, den Ukraine-Krieg zu verlängern.
Erstmeldung: Kiew/Moskau – Die Lage im Ukraine-Krieg könnte vor einem neuen Wendepunkt stehen: Seit Tagen nehmen die Meldungen über eine mögliche Waffenruhe oder ein Ende des Ukraine-Kriegs zu. Die westlichen Partner formieren sich zunehmend stärker gegen Wladimir Putin. Am Montag hat auch Deutschlands Bundesregierung den Ton gen Moskau deutlich verstärkt und dem Kreml ein Ultimatum gestellt. Wenn die Waffenruhe im Laufe des Montags nicht stehe, würden Sanktionsvorbereitungen „in Gang gesetzt“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius am Montagmittag in Berlin. „Die Uhr läuft, wir haben noch zwölf Stunden bis zum Ablauf dieses Tages“.
Verhandlungen über Ende des Ukraine-Kriegs
Bereits am Sonntag war der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit einem Gesprächsangebot an Putin in die Offensive gegangen. „Ich werde am Donnerstag auf Putin in der Türkei warten, persönlich“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X zur aktuellen Entwicklung im Ukraine-Krieg. Kurz zuvor war Selenskyj von Donald Trump zur Teilnahme an den von Putin angebotenen Gesprächen gedrängt worden. Der russische Präsident hatte die Wiederaufnahme direkter Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs in der Türkei ab Donnerstag vorgeschlagen. Selenskyj äußerte die Hoffnung mit Blick auf die möglichen Verhandlungen die Hoffnung, „dass die Russen keine Ausreden suchen“ würden.
Dass mögliche Verhandlungen ein Ende des Ukraine-Kriegs herbeiführen könnten, wird von den westlichen Verbündeten Kiews seit längerem angestrebt. Die Türkei hat sich nun bereiterklärt, die Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine auszurichten. Bereits 2022 kurz nach Kriegsbeginn hatten Russland und die Ukraine in Istanbul letztlich erfolglose Verhandlungen über ein Ende der Kampfhandlungen geführt.
Ende des Ukraine-Kriegs: Gespräche in der Türkei geplant – EU-Staaten drohen mit Sanktionen
In der Türkei werden am Mittwoch zudem die Außenminister der Nato-Staaten zusammenkommen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Ukraine und andere wichtige Sicherheitsprioritäten. Außerdem soll es um das belastete transatlantische Verhältnis gehen. US-Außenminister Marco Rubio reist am Mittwoch nach Antalya. „Mit Blick auf den NATO-Gipfel in Den Haag im Juni dieses Jahres wird Minister [Rubio] die Agenda von Präsident Trump vorantreiben, die darauf abzielt, sicherzustellen, dass unsere Verbündeten ihren gerechten Beitrag dazu leisten, die NATO stärker und effektiver zu machen“, erklärte das Außenministerium am Sonntag.
Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Polen hatten derweil Russland am Samstag zu einer 30-tägigen Waffenruhe ab Montag aufgefordert. Bei einem Besuch in Kiew drohten dabei Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und die anderen Staats- und Regierungschefs mit Sanktionen, sollte dies nicht erfolgen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte von „massiven“ Sanktionen Europas und der USA gesprochen.
Schwere Verluste im Ukraine-Krieg
Die Möglichkeit eines Endes des Ukraine-Kriegs scheint aktuell wahrscheinlicher, als noch in den vergangenen Wochen. Doch mitten in den Bemühungen um Verhandlungen und Waffenruhe steigen die Verluste im Ukraine-Krieg stetig weiter. Russland hat am vergangenen Tag 1170 getötete und verwundete Soldaten sowie über 400 Waffen und militärische Ausrüstungsgegenstände verloren. Das geht aus Angaben des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine auf Facebook hervor.
Inzwischen hat Putin im Ukraine-Krieg etwa 967.000 Soldaten verloren. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Zu den Verlusten zählen auch etwa 10.800 Panzer, 22.473 gepanzerte Kampffahrzeuge und etwa 35.680 unbemannte Luftfahrzeuge (Drohnen).
Weniger Details über Waffenlieferungen im Ukraine-Krieg – auch bei Taurus
Derweil wurde bekannt, dass Deutschland künftig im Zusammenhang mit Waffenlieferungen im Ukraine-Krieg künftig weniger detailliert berichten wird als bisher. Regierungssprecher Stefan Kornelius verwies am Montag in Berlin auf den Wunsch von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), „weniger über einzelne Waffensysteme zu diskutieren“. Auch über etwaige Pläne zu einer Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern „werden wir uns nicht weiter äußern“, sagte Kornelius weiter. (fbu mit Agenturen)