Hallo liebe Garten-und Pflanzenfreunde,
ich möchte den Vorgarten neu bepflanzen und freue mich über eure Ideen und Erfahrungen! Rasen ist nicht 🥲
Rahmenbedingungen:
Lage: Vorgarten im Osten – bekommt also viel Sonne am Vormittag-frühen Nachmittag.
Boden: sehr sandig, trocknet schnell aus
Klima: zunehmend trockener, am gleichen Standort fühlen sich Lavendel, Hortensien und Hibiskus bereits wohl.
Wünsche:
- Insektenfreundlich (vor allem Bienen, ich sehe gelegentlich Holzbienen im Garten)
- Pflegeleicht
- Gerne essbar (z. B. Kräuter, Heilpflanzen, essbare Blüten oder Beeren)
- Bonus für Pflanzen mit Mehrfachnutzen (z. B. Bodendecker gegen Unkraut, Duft, Heilwirkung)
Ich bin offen für mehrjährige Pflanzen, aber auch für gute Kombis mit einjährigen Sorten. Vielleicht hat ja jemand Erfahrungen mit mediterranen oder heimischen Pflanzen, die mit sandigem Boden gut klarkommen?
Freue mich auf eure Tipps, Lieblingspflanzen und gerne auch Fotos oder Pflanzpläne!
Viele Grüße
by HippoLegal5983
11 comments
Klimaresistente essbare Sträucher wären Felsenbirne, Kornellkirsche, Mandel, Haselnuss, Sanddorn, Honigbeere (die beiden letzten sind zweihäusig). Mit denen haben wir gute Erfahrungen. Die müssen aber trotzdem die ersten Jahre gegossen werden. Und sie wachsen alle sehr langsam. Dafür sind sie gut für Insekten
Natternkopf und Ochsenzunge fänden den Standort super und sind super für Insekten. Leider nicht essbar.
Holunder, Schlehe ,
Borretsch .. leuchtend blaue Blüten , Bienenliebling
Ysop.
Möhren und wilde möhre ziehen den Schwalbenschwanz an
Trockener Standort und Hortensien fühlen sich wohl? Wie dem auch sei. Von mir gibt’s den Hinweis auf naturadb.de. das kann man Pflanzen durch einen brauchbaren Filter jagen.
Ein wenig Senf
Sanddorn und Kartoffeln
thymian, rosmarin und lavendel evtl auch
Ein Natursteinmauer mit Sedum, Thymian, Fetthenne.
Ein kleiner Wassertümpel.
Eine Sandfläche ohne Bewuchs für Bienen.
Beete mit Currykraut, Olivenkraut, Majoran, Oregano.
Trockenresistente Sträucher wie Sanddorn, Ölweide am Rand
Mediterrane Stauden und halbsträucher sind super. Lavendel Rosmarin Thymian Salbei etc. Auf keinen Fall rindenmulch. Lieber mineralischen Milch oder einfach baumsubstrat aufkippen. Hier etwas Inspiration:
https://www.xn--gaimayer-sya.de/web/shop/gestaltung/themengaerten/gaerten-wie-in-fernen-laendern/mediterrane-gaerten/55/
Kauf deine Pflanzen im Fachhandel, nicht bei dehner oder Obi.
Der Himalaya Geißblatt (Karamellbeere) wäre vielleicht auch was für den Standort. Braucht sehr wenig Wasser und ist relativ anspruchslos. Außerdem winterhart.
Die Blüten (blühen bis in den November) werden von Bienen & Hummeln gerne besucht und die Beeren kann man selbst essen (schmecken nach Karamell/Schokolade) oder den Vögeln überlassen.
Sandthymian (Thymus serpyllum) oder breitblätteiger Thymian (T. pulegoides) eignen sich als Bodendecker, benötigen wenn einmal etabliert praktisch keine Pflege, sind heimisch, essbar, bedingt trittfest und für Insekten hervorragend. Nachteil ist, dass Aussaat eher nicht gelingen wird, d.h. Du müsstest sie vorziehen bzw. vorgezogen kaufen. Initial wachsen beide auch sehr langsam, d.h. es wird ein Weilchen dauern bis sie etabliert und dann wirklich trockenheitsresistent und bodendeckend sind.
Natternkopf (Echium vulgare oder Echium plantagineum) ist wahrscheinlich die Insektenpflanze schlechthin, benötigt keine Pflege und sieht in meinen Augen wunderschön aus. Wiesensalbei oder Steppensalbei (Salvia pratensis/ nemorosa) sind ebenfalls sehr schön, gute Insektenpflanzen und vor allem letzterer macht sich optisch gut mit Lavendel. Der Nachteil ist ist, dass sie in der Regel erst im zweiten Jahr blühen und bis dahin eventuell etwas Unterstützung brauchen um nicht von Gräsern überwuchert zu werden. Z.b. mit Kies oder Sand im Umkreis von 30cm un die Blattrosette mulchen oder so. Natternkopf ist bedingt essbar, allerdings in größeren Mengen hepatotoxisch. Die beiden Salbei sind unbedenklich essbar, allerdings wesentlich, wesentlich milder als Salvia officinialis.
Katzenminze ist unkaputtbar, blüht ewig und drei Tage, ist essbar (schmeckt für mich wie eine Mischung aus Minze und Erdbeeren) und kommt mit Trockenheit gut klar. Nachteil ist, dass sie relativ ausbreitungsfreudig ist. Bei weitem nicht so wie Pfefferminze, d.h. sie wird Dir den Garten sicher nicht zu minzen, aber es kann trotzdem stören. Daneben kann’s gut sein, dass sich Katzen aus der Nachbarschaft rein legen und alles platt machen.
Wilder Dost (Origanum vulgare (“Oregano”)) blüht hübsch, ist relativ konkurrenzstark und das Viehzeug steht drauf. Majoran geht prinzipiell auch, ist aber streng genommen ein Neophyt und damit ökologisch nicht besonders wertvoll.
https://www.naturadb.de/pflanzen/thymus-serpyllum/
https://www.naturadb.de/pflanzen/thymus-pulegioides/
https://www.naturadb.de/pflanzen/echium-vulgare/
https://www.naturadb.de/pflanzen/echium-plantagineum/
https://www.naturadb.de/pflanzen/salvia-pratensis/
https://www.naturadb.de/pflanzen/salvia-nemorosa/
https://www.naturadb.de/pflanzen/nepeta-cataria/
https://www.naturadb.de/pflanzen/origanum-vulgare/
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