Ja ja, wir haben Ausgaben- u. kein Einnahmenproblem, mag sein, aber die im Vergleich geringen Einnahmen aus Kapitalerträgen haben mich echt erstaunt.

by plinkett-wisdom

30 comments
  1. Und wir haben bei der KeSt nicht Mal eine Freibetrags Grenze. Nachdem ich 33% Steuern auf mein Gehalt abgedrückt habe lässt sich die Finanz von meiner 9,35 € P&G Dividende auch nochmal 2,57 schmecken. Aber Gott sei Dank ist die kalte Progression wieder eingeführt und eine Nettoabgabe in Form der GIS darf ich auch nochmal leisten. irgendwo fühle ich mich echt langsam verarscht.

  2. Ja ist eine absute Frechheit. Demokratieschützende Vermögenssteuer muss auch dringed her.

  3. Die kest ist eh so schon Sau hoch. Bitte ned. Sonst gibts ja wirklich keine Chance mehr für normale Leute das Geld irgendwie einfach anzulegen was Sinn macht. Lieber einen Freibetrag einführen und die Leute zu entlasten anstatt das ganze noch unattraktiver zu machen als es eh schon ist.

  4. Wundert mich nicht, der Österreicher investiert ja kaum an der Börse, weil “da wird ja nur Geld verzockt”. Außerdem zahlt man ja KESt nur bei Verkauf.

    Und auf mein hart erspartes und bereits versteuertes Geld zahl ich ehrlicherweise am liebsten gar keine Steuern, wenn ich mal meinen ETF/Aktien verkaufe zum Hausbau oder später zur Pension.

  5. Naja wunderts dich? In Österreich passiert überhaupt nichts, das irgendwie private Anlage von normalen Bürgern fördern würde. Weder ein Freibetrag, noch Steuererleichterungen für private Pensionsvorsorge durch Investments.

    Normalsterbliche würden spätestens in der Pension anfangen Aktien zu verkaufen, und damit dann Steuern zahlen.
    Jemand der reich (also wirklich reich, spricht mehrere Millionen in Aktien) ist muss das im Normalfall nie im großen Stil machen, deshalb gibts auch keine KeSt.

  6. das liegt aber an dem zu versteuerndem volumen und nicht daran, dass kapitalerträge geringer besteuert sein sollen, als das gehalt.
    die meisten zahlen deutlich weniger lohnsteuer auf ihr einkommen, als die 27.5%, die bei einkünften auf kapitalerträgen ab dem ersten euro zu zahlen sind.

  7. Es sollte eine progressive Kest & einen Freibetrag geben. Hauptsache die Köst wird immer wieder reduziert.

  8. Ich finde auch die Einkommenssteuer extrem niedrig. Anscheinend machen nur wenige Sebständige Gewinne.

  9. Kapitalerträge sind mit fast 50% versteuert. Nennt sich KöSt und KESt.

    Welcher Arbeitnehmer zahlt knapp 50% Steuer?
    Und kommt nicht mit SV-Beiträgen!

  10. Dich wundern die geringen Einnahmen aus Kapitalerträgen und dann willst du diese als Reaktion noch unattraktiver machen? Was für einen Sinn ergibt das bitte?

    Es arbeitet halt fast jeder, aber investieren tun nur wenige Österreicher, natürlich schauen die absoluten Zahlen dann so aus.

  11. Ich verstehe ja die Idee und es gibt Steuern zB. in Richtung höhere Erbschaften die ich unterstützen würde, aber die Grafik ist keine Grundlage für Steuerinstrumente. Sie gibt nur Beträge an, aber keine Informationen wie viel da im einzelnen Besteuert wird. Beispiel 25% Kest (auf dem gesammten Gewinn). Auf der anderen Seite die erste Einkommenstufe sind 20% für die Beträge oberhalt der Stufe (Einige darunter viel nicht über die zweite Stufe). Wenn wir jetzt noch überlegen wie viel Leute verdienen und ausgeben (Die beiden großen Broken) und wie viel von der Kest erfasst wird, kommen wir der Sache schon näher.

    Das Steuersystem muss mit steigender Automatisierung auf jedenfall überdacht werden, aber einfach ist das nicht.

  12. 27,5 % KESt sind extrem viel – europaweit gibt es nur wenige Länder mit einem höheren Satz. Zudem gibt es keine Behaltefrist mehr, wie sie die Boomer-Generation noch hatte (damals war der Verkauf nach einer gewissen Frist steuerfrei). Die Bank bzw. der Broker verrechnet zusätzlich auf jede Transaktion oder Auszahlung im Zusammenhang mit Investitionen Gebühren. Wenn man die KESt nun noch erhöht, muss man ehrlich sagen: Welchen Sinn hat Sparen dann noch für den Normalbürger?

    Man könnte über eine gestaffelte KESt nachdenken – z. B. ab einer Depotgröße von 5 Millionen Euro. Das müsste aber an den Hauptwohnsitz in Österreich gekoppelt sein, sonst verlagern die Vermögenden ihren Wohnsitz einfach nach Zypern oder in andere Steueroasen. Für Vermögen ab dieser Schwelle könnte der Satz z. B. 30 % betragen, dafür aber darunter niedriger sein. So würde Sparen, das ja indirekt auch mit Leistung zusammenhängt, für den Großteil der Bevölkerung attraktiver bleiben.

    Eine generelle Erhöhung der KESt trifft hingegen vor allem Kleinanleger – jene, die auf ein Eigenheim oder ähnliche Ziele sparen. Die wirklich Reichen bringen ihr Geld dann einfach ins Ausland, wo die Besteuerung günstiger ist.

  13. Die Masse verdient zu wenig, um überhaupt ESt zahlen zu müssen… die reichsten richten es sich so, dass sie nur ein minimales Gehalt bezahlt bekommen, während sie sich alles durch ihre Firmen zahlen lassen, wodurch die Firmen weniger Steuern zahlen müssen, weil sind ja Kosten, die abgeschrieben werden.
    Übrig bleibt die unselbstständige Mittelschicht, die zu viel verdient, deshalb Steuern zahlen muss, nichts von der Firma bekommt, und auch keine Förderungen bekommt, weil sie zu viel verdient.

    Und wenn sie ein bisschen was für später weglegen, werden die Gewinne daraus auch besteuert… wenn man aber das Geld verliert, war’s das eigene Pech….

    -edit:Typo

  14. Alles außer eine Pro-Kopf-Steuer (z.B. 100€ pro Monat) ist ungerecht.

  15. Die Grafik und die Überschrift des Posts sind halt extrem irreführend. Klar sind die Umsätze aus Lohnsteuer viel höher als die aus der KESt, denn Lohnsteuer zahlt jeder der Arbeiten geht, während investieren für viele Österreicher noch Teufelszeug ist und daher kaum in Wertpapiere oder ähnliches ihr Geld anlegen.

    Die KESt ist eh schon recht hoch bei uns. Wie viele hier geschrieben haben, entweder ein Freibetrag oder ein progressives System wären für den Otto-Normalverbraucher viel besser. Früher gabs zumindest mal die Behaltefrist, aber die wurde auch vor rund 15 Jahren abgeschafft.

  16. Die Umsatzsteuer ist von unserem Finanzminister gut berechnet. Was für eine Glaskugel hat der?

  17. Ohne das angesprochene Thema negieren zu wollen, haben wir schon auch ein ausgabenseitiges Problem, nicht nur ein einnahmeseitiges. Österreich hat eine Staatsquote von über 50%, d.h. jeder zweite erwirtschaftete Euro wandert einmal durch den Staatsapparat durch. Das ist blanker Wahnsinn und wir nehmen das als normal und gegeben wahr.

    Beispiel: Pendlerpauschale. Der Staat nimmt Geld ein, um vorwiegend Leuten aus der oberen Mittelschicht, die von der Stadt in den Speckgürtel ziehen, ihren CO2-Abdruck vervielfachen und dann täglich kilometerweit in die Stadt pendeln, einen finanziellen Zuschuss zu geben. Es macht null Sinn. Steuergeld an das eigene Klientel zu verteilen hat sich in Österreich so normalisiert, dass so etwas gar nicht mehr auffällt.

  18. Meine Rede…

    Deswegen: sämtliche Einnahmen zusammenzählen und mit einem Satz versteuern, der geringer als der aktuelle ist.

  19. Ding ding ding!

    Dies ist ein allgemeines Problem in der EU. Die populistischen Parteien sowohl auf der linken als auch auf der rechten Seite wollen es nicht wirklich anfassen.

    Nur die liberalen Parteien scheinen sich dafür zu interessieren, aber ansonsten sind sie nicht sehr beliebt.

  20. Immer wenn ich Leistungsloses Einkommen hör stellts ma die Haare auf.

    Ich würd da gerne unterscheiden zwischen zwei Arten:
    leistungsloses Einkommen aka Rendite o.ä. aus selber erwirtschafteten Vermögen oder geschenktem/geerbten/etc. Vermögen.

    Ich sehs ehrlich gesagt nicht ein, dass die klassische Anlageform “Ich bau ma ein Heisl” in einem so viel besseren Licht steht als “Ich schmeiß meine paar Netsch in Aktien”.
    Wenn der Häuslbauer sein Keischn nach 10 Jahren ums doppelte verkauft zahlt er original keine zusätzliche Steuer.
    Wenn ich meine Aktien/ETFs nach 10 Jahren verkaufen will der Staat aufeinmal was davon haben?

    Die ganzen geerbten Summen können von mir aus mit 40 oder 50% Kest besteuert werden.
    Aber das Geld des kleinen Mannes und der kleinen Frau sollt ma steuerfrei anlegen können.

  21. Das Grundproblem: Der Gedanke, dass mehr Geld für einen Staat, der das Geld wieder mit beiden Händen für sein Klientel rauswirft, zu irgendeiner Verbesserung führt.

    Zur Erinnerung: Österreich hat jetzt bereits einen weltweiten Spitzensteuersatz.

  22. Die Steuer auf GmbH- und AG-Gewinne beträgt mehr als 44%, und das ab dem 1. EUR. Denn auf den Gewinn entfällt Körperschaftsteuer (23%), auf die Entnahme nochmals die KESt von 27,5%. Was willst du hier noch alles besteuern?

    Kapital ist mobil. Investitionen kann man überall machen. Wir stehen im internationalen Wettbewerb. Über der Grenze in Ungarn beträgt die KöSt gerade einmal 15%, in der Slowakei 19%.

    Nein, wir haben definitv ein Ausgabenproblem.

  23. 2022 hatten wir den 24. größten Staatshaushalt der Welt.

    Solange die Ausgaben nicht wirkungsvoll reduziert werden, führt jede Einnahmenerhöhung nur dazu, dass in ein paar Jahren das geld wieder nicht reicht.

    Ganz abgesehen davon: Nur 20% der Österreicherinnen und Österreicher sind Nettozahler. Was passiert denn, wenn es denen reicht und jedes Jahr ein paar % von Ihnen wegziehen, weil es zig Länder gibt, in denen es leichter ist, sich etwas aufzubauen.

    Ohne drastische Einschnitte in Verwaltung und Pensionen wird es nicht gehen und es ist eine absolute Frechheit (und von den Neos Verrat an den Wählern), dass in der jetzigen Situation hier keine ernsthaften Schritte gesetzt werden, um hier endlich Reformen durchzubringen.

  24. > die im Vergleich geringen Einnahmen aus Kapitalerträgen haben mich echt erstaunt.

    ÖVP

  25. Nein, das Hauptproblem ist, dass wir besteuert werden für Arbeit um zu leben. Vermögen werden nicht besteuert von den Superreichen das ist das Problem. Checkt das endlich mal

  26. Soll nun auch das Sparbuch von da Oma stärker versteuert werden?!?!? Die hat doch sonst nur die Mindestpension!!! /s

    Jeden Vermögenszuwachs gleich/gemeinsam versteuern.

  27. Die KEST in Österreich ist schon wahnsinnig hoch. Würde man die KEST noch weiter raufdrehen, dann würde Sparen für die Mittelschicht komplett unrentabel werden. Meiner Meinung nach muss die KEST dringend gesenkt werden unter einem gewissen Betrag.

  28. Mann kann nicht versuchen ein volkswirtschaftliches Problem, betriebswirtschaftlich lösen.

    Das Budget als geschlossenen Kosmos zu sehen und hier eine Umverteilung stattfinden zu lassen, wird problematisch. Prinzipiell sollte sich die Republik darum bemühen, mehr Unternehmen nach Österreich zu bringen, damit mehr Leute besser bezahlte Jobs haben.

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