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News zum Ukraine-Krieg: Trump will am Montag mit Putin und Selenskyj telefonieren. Der Kreml äußert sich zu einem Treffen der beiden Präsidenten. Der Ticker.
Update, 22.40 Uhr: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat sich für eine engere Einbindung Italiens in die europäischen Bemühungen um ein Ende des Kriegs in der Ukraine ausgesprochen. Nach einem Treffen mit der rechten Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Abend in Rom sagte Merz: „Wir waren uns einig, dass Italien hier eine Rolle spielen muss.“
Was das genau bedeuten wird, sagte der Kanzler bei seinem Antrittsbesuch in Italien nicht. Er kündigte an, in den nächsten Tagen mit anderen europäischen Partnern Gespräche zu führen. „Wir dürfen uns in der Europäischen Union nicht auseinanderdividieren lassen. Es gibt auch nicht Mitglieder erster oder zweiter Klasse.“
Putin-Selenskyj-Treffen im Ukraine-Krieg? Kreml äußert sich
Update, 19.30 Uhr: Die Regierung in Moskau knüpft ein Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj an die Bedingung, dass beide Länder zuvor eine „Vereinbarung“ erzielen. Das sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Samstag – einen Tag nach den ersten direkten ukrainisch-russischen Gesprächen seit mehr als drei Jahren, bei denen es in der Frage einer Waffenruhe keine Annäherung gab.
US-Präsident Donald Trump kündigte indes ein Telefonat mit Putin am Montag an. In der Ukraine wurden bei einem russischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus mindestens neun Menschen getötet. Peskow sagte vor Journalisten, Moskau halte ein Treffen zwischen Putin und Selenskyj für „möglich“ – aber nur als „Ergebnis der Arbeit“ beider Seiten und nach Abschluss einer „Vereinbarung“.
Update, 18.35 Uhr: US-Präsident Donald Trump will eigenen Angaben zufolge am Montag nach seinem Telefonat mit Kreml-Chef Wladimir Putin auch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Nato-Vertretern sprechen. Er wolle mit Putin darüber sprechen, wie ein Ausweg aus dem „Blutbad“ gefunden werden könne, erklärte Trump am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social mit Blick auf den Krieg in der Ukraine. Trump äußerte in dem Beitrag die Hoffnung, dass „eine Waffenruhe zustande kommt und dieser sehr gewalttätige Krieg (…) beendet wird“.
Verhandlungen zum Ukraine-Krieg: Trump will mit Putin und Selenskyj sprechen
Update, 17.15 Uhr: In den Bemühungen um ein mögliches Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine will US-Präsident Donald Trump am Montag erneut mit Kremlchef Wladimir Putin telefonieren. Es sei für 10:00 Uhr (US-Ortszeit) ein Telefonat geplant, kündigte Trump auf Truth Social an.
Update, 15.41 Uhr: Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat nach Angaben aus Moskau mit seinem US-Kollegen Marco Rubio telefonisch die Ergebnisse des Ukraine-Treffens in Istanbul besprochen. Das Gespräch sei auf Initiative der USA zustande gekommen, heißt es in einer Pressemitteilung des russischen Außenministeriums. Rubio habe sowohl den Gefangenenaustausch zwischen Russen und Ukrainern begrüßt als auch die Vereinbarung beider Seiten, ihre Sicht auf die nötigen Bedingungen für eine Waffenruhe darzulegen.
Lawrow wiederum habe die positive Rolle der USA beim Zustandekommen der Gespräche hervorgehoben. „Er hat die Bereitschaft Moskaus zur Fortsetzung der gemeinsamen Arbeit mit den amerikanischen Kollegen in diesem Zusammenhang bestätigt“, teilte das Ministerium in Moskau mit.
Transparenzhinweis
Die hier verarbeiteten Informationen stammen von Nachrichtenagenturen und internationalen Quellen, aber auch von den Kriegsparteien im Ukraine-Krieg. Die Angaben zum Krieg in der Ukraine lassen sich nicht unabhängig prüfen.
Macron erwartet Trump-Reaktion nach Angriff auf Ukraine
Update, 14.15 Uhr: Nach einem russischen Drohnenangriff auf einen Kleinbus mit neun getöteten Zivilpersonen in der Ukraine rechnet Frankreichs Präsident Emmanuel Macron mit einer Reaktion des US-Präsidenten Donald Trump. „Angesichts des Zynismus von Präsident Putin glaube ich, bin ich sogar sicher, dass Präsident Trump, besorgt um die Glaubwürdigkeit der USA, reagieren wird“, sagte Macron. Trump sei „mit einem löblichen“ Ziel als US-Präsident angetreten: „Frieden zu schaffen“, sagte Macron.
Trump glaubt an Deal mit Putin, um Ukraine-Krieg zu beenden
Update, 13.25 Uhr: Donald Trump hob in einem Gespräch mit Fox News hervor, dass er fest an ein baldiges Ende des Ukraine-Kriegs glaube. Er und Putin könnten einfach eine Vereinbarung treffen. Putin befinde sich momentan in einer schwierigen Lage, wolle jedoch in einem besseren Licht erscheinen. „Vergessen Sie nicht, dass das Ganze eigentlich in einer Woche vorbei sein sollte“, fügte Trump hinzu. „Wenn er nicht mit seinen Panzern im Schlamm steckengeblieben wäre, wären sie in etwa fünf Stunden in Kiew gewesen.“ Dass die russischen Streitkräfte damals von der ukrainischen Armee zurückgedrängt wurden, erwähnte Trump nicht.
Putin im Ukraine-Krieg zu Treffen mit Selenskyj nur unter Bedingungen bereit
Update, 12.25 Uhr: Nach russischen Angaben ist Russlands Präsident Wladimir Putin nur unter bestimmten Voraussetzungen zu einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj bereit. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow nannte keine spezifischen Forderungen, ließ jedoch durchblicken, dass die russische Führung Selenskyj nicht als rechtmäßigen Vertreter der Ukraine anerkennt. Sollten beide Parteien in Verhandlungen zu einer Einigung kommen, bleibe „die wichtigste und grundlegende Frage“ aus russischer Sicht, „wer genau auf ukrainischer Seite diese Dokumente unterzeichnen wird“.
Ukraine-Krieg: Die Ursprünge des Konflikts mit Russland

Fotostrecke ansehenSelenskyj wirft Russland gezielten Angriff auf Zivilpersonen im Ukraine-Krieg vor
Update, 11.40 Uhr: Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Russland vorgeworfen, bei einem Drohnenangriff auf einen Bus im Gebiet Sumy vorsätzlich Zivilpersonen getötet zu haben. „Alle Verstorbenen waren Zivilisten. Und den Russen konnte nicht entgangen sein, auf welche Art von Fahrzeug sie gezielt haben“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Er veröffentlichte Bilder von einem völlig zerstörten blauen Transporter – ohne Fensterscheiben und mit aufgerissenem Dach.
Verhandlungen im Ukraine-Krieg
Update, 10.45 Uhr: Trotz der gescheiterten Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew in der Türkei sieht US-Präsident Donald Trump den Kreml als verhandlungsbereit an. In einem Interview mit Fox News gab sich Trump davon überzeugt, dass der russische Präsident Wladimir Putin zu einem Friedensabkommen zur Beendigung des Ukraine-Krieges bereit sei. Gleichzeitig warnte Trump aber, dass die US-Politik bei einem Scheitern der Gespräche Sanktionen gegen Russland verhängen werde. „Das wäre niederschmetternd für Russland, denn das Land hat derzeit wirtschaftliche Probleme, die Ölpreise sind niedrig.“

US-Präsident Donald Trump (l.) will Kreml-Chef Wladimir Putin bislang nicht zu sehr unter Druck setzen. © Montage: Alexander Kazakov/dpa/Imago-images
Update, 10.10 Uhr: Der ukrainische Außenamtssprecher Heorhij Tychyj hat bestätigt, dass es harte Differenzen bei den Gesprächen in Istanbul gegeben habe. „Bei den Verhandlungen gab es tatsächlich Forderungen, die wir für unannehmbar halten“, sagte Tychyj, nannte aber keine Details. Tatsächlich gibt es Berichte, wonach die russische Seite weiterhin einen vollständigen Rückzug der Ukraine aus den von Russland beanspruchten Provinzen sowie eine Anerkennung der Annexionen fordere.
Schwere Drohnenattacke von Russland im Ukraine-Krieg: Viele Tote bei Angriff auf Bus
Erstmeldung: Kiew – Am Tag nach den Friedensverhandlungen zwischen der Ukraine und Russland sind bei einem russischen Drohnenangriff im Gebiet Sumy neun Menschen getötet worden. Demnach traf die „zynische Attacke“ laut der regionalen Militärverwaltung einen Bus mit Zivilpersonen in der Nähe der grenznahen Stadt Bilopillja. Sieben weitere Passagiere seien verletzt, hieß es weiter. Das Gebiet Sumy ist immer wieder Ziel russischer Angriffe.
Am Vortag hatten unter Vermittlung der Türkei erstmals seit drei Jahren russische und ukrainische Delegationen in Istanbul über ein mögliches Ende von Russlands Ukraine-Krieg gesprochen. Über eine Waffenruhe, die die Politik in der Ukraine gefordert hatte, wurde dabei keine Einigung erzielt. Einzig greifbares Ergebnis war die Vereinbarung, jeweils 1000 Kriegsgefangene auszutauschen. Das wäre der bisher größte Austausch dieser Art seit Kriegsbeginn im Februar 2022. Ein genauer Zeitpunkt wurde nicht öffentlich genannt.
Russland stellt Forderungen im Ukraine-Krieg
Bei den Gesprächen hat die Delegation von Wladimir Putin offenbar auch einen ukrainischen Rückzug aus den vier annektierten Regionen Cherson, Saporischschja, Donezk und Luhansk gefordert – und zugleich noch mit weiteren Annexionen gedroht. Sollte es keinen Rückzug aus den vier Regionen geben, so will Moskau demnach auch Charkiw und Sumy annektieren. Ein ukrainischer Regierungsvertreter sagte der Nachrichtenagentur AFP, die russische Seite habe „inakzeptable“ Forderungen gestellt.
Tatsächlich scheint die Politik in Russland trotz der Friedensgespräche eine neue Offensive im Ukraine-Krieg zu planen. Laut dem US-Sender CNN verlegt das russische Militär weitere Kräfte in die Nähe der Front. So soll dem Bericht zufolge eine neue Offensive vorbereitet werden, um weitere Gebiete in der Ukraine zu erobern.

Der Ukraine-Krieg geht unvermindert weiter. © Yevhen Titov/ImagoSchwere Gefechte an der Ukraine-Front
Abseits der Verhandlungstische lieferten sich russische und ukrainische Truppen weiter erbitterte Kämpfe. Der ukrainische Generalstab berichtete in seiner Tagesbilanz von 61 russischen Angriffen, die Mehrzahl rund um die Dauerbrennpunkte Torezk und Pokrowsk.
Aus der südukrainischen Stadt Cherson wurden russische Drohnenangriffe gemeldet, dabei wurden nach Angaben der Behörden zwei Menschen verletzt. In Kupjansk im Osten der Ukraine wurden bei russischen Artillerieangriffen nach offiziellen Angaben vier Menschen verletzt. (red mit Agenturen)