Seit wann ist das eigentlich eine akzeptierte Option, sich einen Hund zu holen und wenn man keinen Bock mehr auf ihn hat, ihn wieder zurückzugeben? Kind ist für mich keine Ausrede, das kann man sich ja wohl ein wenig früher überlegen. Auch wenn’s ein "Unfall" war, gibt's ja Möglichkeiten um den Hund vielleicht einfach zu behalten. Aber na, weg mit ihm. Passt ma grad nimma in den Kram.

Der Hund ist 3,5 Jahre alt, das Baby gibt's seit 9 Monaten bis zu 1 Jahr oder länger. Der Hund wird wohl nicht sofort als Kleinstwelpe aus dem Tierheim mitgenommen worden sein, also ist er bestimmt kürzer als 3,5 Jahre bei denen, vor allem wenn er laut denen traumatisiert ist. Also ich bezweifle, dass zwischen Hund holen und dem Wissen, dass das Kind kommt viel mehr als 2 Jahre waren. Vielleicht sogar weniger.

Also Meinung ändern ist ja grundsätzlich ok, aber nicht auf Kosten anderer Lebewesen. Ich hab das gelesen und ich bin einfach nur angewidert von dieser Wegwerf-Mentalität gegenüber Tieren.

by trappa_keepa

31 comments
  1. Es ist mir eher schleierhaft wie man freiwillig seinen Hund abgeben kann. Normal hat man ja eine Bindung zum Tier…

    Aber bevor das Tier misshandelt wird wenn es unerwünscht ist bitte doch lieber abgeben damit ein anderer dem Tier eine würdiges Leben ermöglichen kann. Womöglich ein zu Hause wo der Hund wirklich geliebt und geschätzt wird…

  2. Hunde haben in der Nähe von kleinen Kindern nichts verloren. Den Hund abzugeben, auch wenn man ihn gerne mag, ist eine sehr verantwortungsvolle Entscheidung. 

  3. Passiert leider öfter als man denkt. War scheinbar nach Corona noch schlimmer weil die „HomeOffice Worker“ sich Haustiere angeschafft haben und dann irgendwann gemerkt haben sie müssen ins Büro retour aber der Hund kann ned alleine bleiben… und laut Freunden aus dem Tierschutz sind geschenkte Haustiere oft pünktlich zum ersten Urlaub dann ganz schnell wieder weg von manchen Besitzern…

  4. Hä? Ist doch verantwortungsbewusst und vernünftig.

  5. Jaja und dann entsetzt sein wenn der nächste „Einzelfall“ ein Kind totgebissen hat. Hunde haben neben Kleinkindern nichts verloren.

  6. Es geht so. Paar verliebt sich, zieht zusammen, will was gemeinsames und weil man ja so tierlieb ist, schafft man sich einen Hund an. Nachdem man sieht dass es 1-5 Jahre gut mit dem Hund klappt, quasi als Probetraining fürs Kind, bekommt man ein Kind. Weil ein Baby ja schon anstrengend genug ist, stört der Hund jetzt aber und wird wieder weggegeben, er hat seinen Zweck ja erfüllt.

  7. Seit wann das akzeptiert wird? Ähm..schon immer?! Früher hat man die Tiere halt einfach mim Kopf gegen den Beton gedroschen etc wenn ma sie nimma braucht hat/wollt. Mein Uropa hat die neugeborenen Katzerl in der Waschmaschine vergast zb, das war jedem wurscht. Ich würd auch nicht zu viel herumfragen wie der Hofhund bei manchen Bauern behandelt wird, das würd dir ws nicht gefallen.

    Ich find das sehr vernünftig einen Hund wegzugeben um den man sich nicht mehr adäquat kümmern kann, ich weiß nicht warum du das so herumjammerst. Oftmals verändert einen die Schwangerschaft und man mag seine Viecher einfach nicht mehr, das ist nicht schön für alle Beteiligten, aber es ist die Realität.

  8. Das klingt nach Amstaff oder gleich Pitbull. Die Nähe solcher Rassen zu Kindern endet in der Zeitung.

  9. Ich hab selbst 2 kinder und 1 hund… das ist alles andere als einfach ! Wenn mein hund nicht so extrem lieb zu den kindern wäre dann hätt ich ihn meiner schwester gegeben…

  10. Wir hatten am schwarzen Brett mal eine Anzeige “2-jähriger Kater abzugeben”.

    Warum? Weil er dem sündteuren Rasse-Kätzen des neuen Partners, das ihm ins Revier gesetzt wurde, eins auf die Nase gegeben hat.

    Wenn ich der Noch-Besitzerin getroffen hätte hät ich ihr kräftig eines auf die Nase gegeben. Schlampe blöde!

    Hab mich so aufgeregt das mich meine Bürokollegen schon ausgelacht haben…

  11. Das ist nicht nur eine absolut akzeptable sondern auch die einzig verantwortungsvolle Option. Ein Listenhund hat rein gar nix in der gleichen Wohnung mit Säugling/Kleinkind zu suchen.

  12. Ich frag mich, wieso das Ganze erst nach der Geburt passiert. Die werden sich ja in den neun Monaten Schwangerschaft ein paar Gedanken gemacht haben, wie sie ihr Kind erziehen wollen. Als neue Eltern hat man eh schon mehr als genug um die Ohren und sich erst jetzt um die Umsiedlung des Hundes kümmern… na seas.

  13. Amstaff plus baby (oder auch Erwachsener) ist oft Rezept für Tote.

  14. Es ist nur ein Hund lol, offensichtlich geht das Kind vor.

  15. Meine Eltern sind Tierärzte, so leid es mir tut ist Kind noch ein (“guter”) Grund.
    Denke es leiden fast so viele Hunde wie Menschen an (den Folgen) coronas, den Leuten war einfach langweilig.

  16. Ist ja nicht so, wenn man einen Hund 3 Jahre hat, dass man da mal überlegt, bevor man den Hund daheim hat, ob man Kinder will. Wenn ja: Kein Kampfhund. Wenn nein, spricht nichts dagegen.

    Wenn ich mir die Kommentare hier les, wunderts mich nicht, dass so viele Leute super verwundert vor verlängerten Wochenenden Großeinkäufe machen, weil sies nicht schaffen mehr als 2 Tage in die Zukunft zu planen.

    Und nein, man kann ein Kleinkind sehrwohl zusammen mit Hunden großziehen. Vielleicht kein Kampfhund, ja, da versteh ich die Sorgen, aber ich kenn genug Personen im Familienkreis und nahen Freundeskreis, die das Problemlos hinkriegen, da der Hund ebenso Teil der Familie ist. Was willst machen, wennst den Hund seit 10 Jahren hast und dann Kinder willst? Abschieben? Sorry, aber die Leute die hier groß Reden kennen Hunde auch nur ausm Fernsehen oder der Zeitung, so viel Blödsinn wie hier geschrieben wird.

  17. Kampfhunde haben nichts in der Nähe von Kindern verloren. Fragwürdig ist die Entscheidung, eine solche Rasse anzuschaffen.

  18. Mit sowas mach ich mich oft unbeliebt, aber:

    Ich umgekehrt verstehs nicht, warum man überhaupt Haustiere will. Die scheinen mir doch inhärent ein egoistisches Projekt, mit dem man auf tierlieb tun kann, obwohl man in Wahrheit schlicht ein Kuscheltier will (sofern keine ‘Rettungsaktion’ ist, wo das Tier sonst kein Zuhause hat). Da find ichs null überraschend, dass viele Leute dann darauf keine Lust mehr haben, wenn nichts mehr genehm ist.

    Wer wirklich tierlieb ist, engagiert sich für Artenvielfalt. Bspw eine Katze zu halten, ist das absolute Gegenteil von sich für Artenvielfalt einsetzen

  19. ‘Staffie mischling’

    na, passt alles so. Powidl wie gut erzogen hund & besitzer sind, so ein viech sollte ned in der nähe von kindern sein

  20. erhöht halt die überlebenschancen des kinds dramatisch

  21. Schwangerschaft und Geburt ändert mehr bei Menschen, als man denken würde. Es gibt sehr viele Frauen, die sobald sie schwanger sind, psychisch nicht mehr mit Tieren zurecht kommen. Ist es der Gestank, der Lärm, die Hygiene, die Aufmerksamkeit, die Tiere wollen oder ganz andre Sachen, das war denen davor vollkommen egal und auf einmal können sie damit nicht mehr leben. Das suchen sich die Frauen nicht aus. Natürlich haben das bei weitem nicht alle, aber mehr, als man denken würde. Hormone machen oft die komischten Sachen mit einem.

  22. wie auch immer, ich glaube die meisten von uns haben zu wenig kontext zu der situation um zu urteilen.

  23. Wir (bzw meine Eltern) haben auch überlegt, ob sie unsere *Katze* weggeben sollen, weil dem Säugling im Haus gegenüber aggressiv.

    Der Nachbarsbursch wird sein Leben lang eine gigantische Narbe im Gesicht haben, weil der Familienhund (kinderfreundliche Rasse, wohlerzogen) halt doch nur ein Tier ist und im falschen Moment wie ein Tier gehandelt hat.

    Sicher sollt man sich sowas davor überlegen. Aber manchmal weiß man’s halt nicht. Manchmal unterschätzt man’s. Manchmal vertragen sich Tier und Baby einfach nicht so wie gedacht. Ich bin im Freundeskreis grade so ziemlich die einzige ohne Baby. Allein was Komplikationen betrifft war von extrem schwierigen Geburten über Schreibabies bis zur postnatalen Depression alles dabei. Man weiß halt nicht wie’s kommt und wie man’s dann schafft seinen Alltag zu managen.

    Es bringt halt auch nix, jetzt über diese Familie herzuziehen. Der Schaden ist passiert und sie versuchen ihn so human wie möglich zu richten. Das sind keine Monster, sondern Personen, die, zumindest jetzt, das verantwortungsvollste tun, was sie tun können.

  24. Hatte ein ähnliches Problem nur mit einer Katze. Hatte zuerst nur zwei dann bekam eine Freundin ihr Baby und wollte ihre (nicht mal ein Jahr alt) los werden, war n häufchen elend mit Milben und allergien. Nach vielen überlegen haben mein Freund und ich die kleine dann aufgenommen und nach vielen Tierarzt besuchen gut aufgepeppelt bekommen. Weiß nicht wie man darauf kommt sich ein Tier welches auch immer zu holen und es dann sobald sich nur etwas im leben ändert es wieder weg geben zu wollen.

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  25. schonmal daran gedacht dass evtl nur der mann den hund wollte und die frau neben kind und haushalt nicht auch noch einen hund schaukeln will?

  26. hä? da ist ja null information zum Kontext – vielleicht reagiert der Hund auf das Baby. Vielleicht sind da Verhaltensprobleme, vielleicht hat das Kind eine Allergie entwickelt, vielleicht hat das Kind Angst vor dem Hund, vielleicht hat sich die Mutter hauptsächlich ums Gassi gehen gekümmert, und schafft es mit dem Baby einfach nicht mehr. Vielleicht wollte die Mutter den Hund nie, und in der Überforderung mit dem Baby haltet sie den Hund nicht aus – oder Postpatrumdepressionen. Oder der Vater fühlt sich so schlecht, dass er nicht genug Energie für den Hund hat, und aus Liebe will er ihn weggeben, in der Hoffnung auf ein besseres Leben, als er gerade bieten kann. 

    ich find nicht, dass es fair ist so eine Entscheidung zu veruteilen. Vielleicht ists ein Arschlochhund. Es gibt tausende von Gründen, in denen die Entscheidung nach einem neuen Besitzer zu suchen die richtige Entscheidung. Nicht einfach, aber manchmal tragbarer als die Alternative.

    irgendwas irgendwas manchmal muss man aus Liebe loslassen

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