Saab dient dem Bundesheer den Gripen als Eurofighter-Ersatz an

10 comments
  1. >Die Eurofighter sind im Betrieb teuer und technisch längst nicht mehr auf neuestem Stand.

    Waren die denn jemals auf dem neusten Stand seit wir die gekauft haben?

    Anwort:

    >ohne die essenziellen Elemente Selbstschutz, Nachteinsatzfähigkeit und weitreichende Waffen geliefert wurden

  2. Also eines muss man Saab lassen: Sie legen sich echt ins Zeug, um ihre Produkte zu verkaufen. Das ist mir schon vor Jahren mal aufgefallen. Und jetzt wieder: Gründen eine eigene GmbH in Österreich, schnüren ein Komplettpaket bei dem wir 50 Millionen im Jahr sparen (was wahrscheinlich nicht schwer war), liefern gleich zwei Zweisitzer mit, damit die Ausbildung in Österreich stattfinden kann. Dann auch gleich volle Transparenz über die Kosten gegenüber der Medien. Alle Karten auf den Tisch. Ein 900-Millionen-Euro Sorgenfrei-Paket inklusive Ersatzteile. Nicht blöd. Aber trotzdem teuer, wenn man bedenkt, dass uns keiner die alten Eurofighter abkaufen wird. Das ist das Hauptproblem, sonst hätten wir vielleicht eh schon längst was besseres.

  3. Mah bitte, hauts euch rein und schmierts ordentlich liebe Schweden, das könnt uns viel Geld und Sorgen sparen.

    Und wenn’s tatsächlich passieren würde, könnte ma die auch als Ersatz für die 105 für den Erdkampf einsetzen… mit Bomben… aus Schweden …

  4. Was man seinerzeit rund um das Jahr 2000 aus dem ÖBH gehört hat war ja einer der Gründe wieso damals der Gripen keine Chance hatte, dass in den 1980ern und 90ern Saab das ÖBH mit der Wartung der Draken Ende nie über den Tisch gezogen hat.

    Gut, die Draken waren gegen Ende ihres Einsatzes im ÖBH tatsächlich schon eher Museumsstücke: aber Saab dürfte sich mit absoluten Apothekerpreisen für jegliche Ersatzteile ziemlich schadlos gehalten haben. Also in einem Ausmaß, das selbst nach den Maßstäben der militärischen Luftfahrt (die diesbezüglich sowieso eine enorm hohe Schmerzgrenze hat) als obszön angesehen wurde.

    Weswegen die leitenden Offiziere im ÖBH damals im Modus *”man sieht sich im Leben immer zwei Mal, liebe Firma Saab!”*-Modus waren. Und alles getan haben, damit die nicht zum Zug kommen. Genauso wie General Dynamics mit ihren gebrauchten F-16, wo wir als ÖBH (und damit aus US-Sicht nicht letztgültig zuverlässiger Drittstaat) quasi das root-Passwort für die Flieger nicht bekommen hätten. Sprich, die USA wollten uns Flieger hinstellen, bei denen wir nicht komplette Einsicht in die Bordelektronik haben. Das war auch ein Killer-Kriterium dagegen.

    Das alles ist jetzt schon 20 Jahre her, also könnte in puncto Saab mittlerweile Gras über die Sache gewachsen sein. An einem grundsätzlichen Punkt hat sich allerdings nichts geändert: das ÖBH wollte damals unbedingt Maschinen mit zwei Triebwerken, um die Flugsicherheit im alpinen Umfeld (kaum Landemöglichkeiten bei Triebwerks-Ausfall) zu steigern. Das war auch ein KO-Kriterium gegen den Gripen, ganz unabhängig von der Aversion gegen die Firma Saab.

    Wenn das nach wie vor als wichtig angesehen wird, dann wäre die einzige echte Alternative bei einem Systemwechsel vermutlich Dassault, mit der Rafale. Die ist ein tadelloses System, aber vermutlich im Betrieb nicht viel billiger als ein Eurofighter.

    Bei der damaligen Ausschreibung hat Dassault übrigens gar nicht mitgeboten, weil ihnen das korrupte Österreich zu mühsam war. Wegen 16 Maschinen wollten sie sich den Zirkus mit den Parteien in AT nicht antun. Was auch tief blicken lässt.

  5. Was mir nicht gefällt es werden Gripen D angeboten nicht die neuen Gripen E

    Österreich braucht für eine vernünftige 24/7 Luftraumüberwachung mindestens 24 Stück an Flugzeugen ( ohne Zweisitzer)

    Der Gripen hat ein Amerikanisches Triebwerk verbaut ( es ist der lizenzbau von Volvo) trotzdem braucht Saab das ok der Amerikaner es ist zwar möglich das Eurofighter Triebwerk einzubauen aber das hat noch keiner gemacht es gab nur testflüge in der Konfiguration

    Übrigens eine F35A ist billiger als der Eurofighter jetzt schon in Europa verbreitet und es gibt eine Fertigungslinie in Italien.

  6. Für Airbus ist es damals um die Wurscht gegangen, weil damals niemand so einen teuren und leistungsfähigen Jet gebraucht hat. Wir waren der erste Exportkunde und die haben uns ein unschlagbares Angebot gemacht.
    So dass der Eurofighter billiger als die Gripen war.
    Saab war sich ziemlich siegessicher und hat kein verlockendes Angebot gemacht.

    Die Gripen ist zwar gut, aber der Typhon besser.

    Nachdem alles unter Dach und Fach war, sind wir eben daher gekommen und haben abgespeckt wo es nur ging, tlw noch mehr.
    Eigentlich wurde der extra für uns mit so wenig Funktionen gebaut.

    In der Zwischenzeit wurde der Eurofighter ein Erfolgsmodell und eigentlich ist man nur im deutschsprachigen Raum unzufrieden.
    Airbus hat sein Ziel erreicht und wird mit uns noch mal richtig Geld verdienen, weil uns aufgrund veränderter geopolitischen Verhältnissen nix anderes über bleibt als die Teile arschteuer nachzurüsten.

    Ist ungefähr so wie man man zum Audi Händler geht, für 35 vollausgestatte A6 unterschreibt, dann sagt man dass man doch nur 15 will, die ganzen Extras müssen alle wieder raus aber der Rabatt pro Stück muss gleich bleiben.
    Dann regt man sich darüber auf dass in die Teile nichts reinpasst (weil man Limousinen statt Kombis hat), nachst zu wenig sieht (Weil man Halogen anstatt LED Scheinwerfer hat), die Anlage nicht gut ist und das Navi nicht geht (weil man keines hat).
    Dann fängt man an alles nachzurüsten was man eigentlich schon hatte

  7. Es war leider ein wahnsinniger Fehler den Eurofighter zu wählen. Der Saab Draken wurde seinerzeit runtergeschrieben war aber für die Piloten ein verlässliches Fluggerät und der Saab Gripen wäre wirklcih der bessere Deal gewesen.

    Ich hoffe sie machen jetzt den Zugriff aber ich glaubs nicht. Wäre eine gute Idee und auf sowas kommen die nie.

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