
"Leila wurde dazu gezwungen, Alina fand es cool: Zwei Mädchen erzählen, warum sie ein Kopftuch trugen, es wieder abgelegt haben, was Freiheit für sie bedeutet und was sie von dem geplanten Kopftuchverbot an Schulen halten."
Erschienen am 30. Mai 2025 in der Rubrik "dieStandard".
by CasualStockbroker
10 comments
Und wieder TikTok.
Komplett arg wie dort Junge Burschen und Mädchen von religiösen Fanatikern manipuliert werden. Das man diese Hassplattform noch immer nicht stärker in die Mangel genommen hat…
Weil auch hier im Artikel vom muslimischen Hintergrund gesprochen wird – es is ja doch mehr ein Vordergrund. Bei der Religion steht die doch oft an vorderster Stelle im Leben.
Kopftuchverbot is ja lieb. Wird doch schon aufs Verhüllungsverbot geschissen. Ich war vor kurzem in der Milleniumcity. Da triffst alle 50 Meter auf eine im bodenlangen, schwarzen Gwandl mit Handschuhen, und einer schwarzen FFP2 quer übers Gesicht. Oder gleich nur mit Sehschlitz. An der Hand ein hüfthohes Mädl mit Kopftuch. Kindsgerecht in rosa…
Es läuft am Ende des Tages wirklich auf Social Media hinaus. Ob das nun Fitness- u. Beauty-Influencer sind die allen einen kompletten Body-Image Schaden verpassen, die Redpill/Manosphere Idioten die armen Incels das Geld aus der Tasche ziehen oder halt wie in dem Fall, religiöse Fanatiker und ihre Schafe, fürchterlich.
Ich finde es aber schön, dass hier endlich mal die Betroffenen interviewt werden, nämlich die Mädchen selbst und nicht irgendein alter weisser Sesselfurzer, der meint über andere bestimmen zu müssen.
Schutz, Freiheit u. Selbstbestimmung für die Betroffenen ist mMn hier das A und O.
>”Leila wurde dazu gezwungen, Alina fand es cool: Zwei Mädchen erzählen, warum sie ein
Ja, und wennst an Kind sein Leben lang erzählst alle die keins tragen sind Schlampen, oder jeder mit nicht weißer Hautfarbe ist ein Oasch oder was auch immer werdens diesen BS irgendwann glauben.
Sorry aber wennst dein Leben lang darauf hin erzogen wirst – egal welcher Blödsinn es ist – dann kann von freiwillig keine rede sein.
Leute kommentieren hier als wäre der artikel eine offene einladung zur islamophobie. Schon klar dass es ein heikles thema ist aber feminismus und “kinderschutz” ist keine Rechtfertigung für xenophobie
Warum reden Deutschland, Österreich und andere europäische Länder eigentlich noch über dieses Thema? Verschleierung grundsätzlich verbieten und bei jedem Verstoß 100€ Strafe & fertig. Es gibt keinen legitimen Grund in Europa verschleiert rumzulaufen. Ich hab mit dem gemäßigten Islam in Europa grundsätzlich keine Probleme aber hier darf es einfach ein paar Dinge nicht geben. Bei folgenden Dingen bin ich raus:
-Verschleierung jeglicher Art
-Nähe zur Scharia oder dem radikalen Islam
-Nähe zum IS oder ähnlichen Organisation
-Ehen innerhalb der Familie (zB Cousine und Cousin)
-Zwangsheirat
-Kinderehen
-Zwang/Gewalt gegenüber Frauen
-Parallelgesellschaften
-Ehrenmorde
-Friedensrichter
-Unterdrückung von schwulen Menschen oder Christen
-Das Stellen der eigenen Religion über das Grundgesetz oder andere Religionen
-Clans
-Großfamilien die mit dem Ziel des Machterhaltes gegründet wurden
Europa ist in erster Linie christlich, jüdisch und atheistisch geprägt. Wir erlauben hier jedem seine Religion friedlich auszuleben aber nur gleichberechtigt mit anderen Religionen und untergeordnet des Grundgesetzes und der jeweiligen Leitkultur der einzelnen europäischen Länder. Fanatiker wollen wir in Europa nicht. Der Grund wieso wir so fortschrittlich und „reich“ sind ist eben weil wir das Gesetz und die Vernunft über Jahrtausendalte Schriften stellen. Religion sollte nur dazu da sein einem Menschen im privaten halt zu geben. Natürlich ist es auch gut solche Gebote wie „du sollst nicht töten“ zu befolgen. Aber trotzdem gilt bei uns das Grundgesetz und die europäische Leitkultur. Hier dürfen Frauen unverschleiert rumlaufen. Hier dürfen homosexuelle Männer zusammen sein usw. Punkt.
Kenn eine Afghanin, die als 13-Jährige nach Österreich zwangsverheiratet wurde. Als sie ihren 40+-Jährigen Ehemann (Flüchtling aus Afghanistan) am Flughafen Wien das erstemal gesehen hat (Die Heirat fand in Afghanistan statt, aber ohne den Bräutigam), sagte er zu ihr in etwa: “Richte gefällig dein Kopftuch ordentlich, du schaust aus wie eine Schlampe.” Mit 14 kam ihr erstes Kind zur Welt. Der Mann arbeitet bei der Caritas-Flüchtlingsbetreuung.
Unerwünschte meinung: kleidung zu verbieten ist schwachsinn. Wennst frauen und mädchen wirklich helfen willst dann sind frauenhilfszentren und co besser.
Ist wieder so ne typisch österreichische lösung: hauptsache das bild passt. Wenn jetzt eine muslime daheim gezwungen wird das zu tragen wird das tragen verboten anstatt gegen den zwang zu arbeiten. Und andere muslime die es nicht stört das zu tragen werden unter den bus geworfen. Von der legitimierung rechten hasses ganz zu schweigen
Im Iran kämpfen die Frauen das sie es nicht tragen müssen – die Muslimas bei uns kämpfen das sie es tragen dürfen – kann man da kein Austauschprogramm starten? Win/Win
Ja eh, anekdotische Evidenz, dies das.
Ich find alle Religionen weird, aber trotzdem ist es halt Blödsinn, zu sagen, dass alle Frauen mit Kopftuch unterdrückt und gehirngewaschen sind oder auf Frauen ohne Kopftuch herabblicken. Ich arbeite in einem Verein, mit sitzenden Frauen mit Kopftuch meine Chefin trägt eines und ist Ur die Feministin.
Das Kind, das ich betreue, ist literally die Tochter eines muslimischen Theologen, der für eine Moschee arbeitet, und trägt mit 13 kein Kopftuch, weil sie halt ähnlich viel Lust drauf hat wie die meisten katholisch sozialisierten Jugendlichen, und in die kirche zu gehen. Ist den Eltern relativ wurscht.Ich war mit Kopftuch tragenden Mädchen in der Schule, eine davon ist jetzt Pharmazeutin, ein paar andere sind Dolmetscherinnen geworden. Ich hab arabisch studiert und viele meiner Dozentinnen hatten ein Kopftuch, ein Dozent war Islamwissenschaftler und absolut cool und liberal.
Ich verstehs absolut nicht, aber ich versteh auch vegan leben nicht, oder seije ganze Freizeit bei Veranstaltungen von irgendeiner Partei verbringen, oder bouldern. Ich muss es nicht verstehen. Religion oder eine ähnliche Struktur, die einem künstliche Grenzen auferlegt durch irgendeine Ideologie ist ein essentielles menschliches Bedürfnis, um den halt nicht zu verlieren, auch wenn’s komplett deppat ist.
Ich bin katholisch aufgewachsen glaube an Gott, habe einige bekannte, die mennonitische Christ*innen sind, und solche gesellschaftspolitischen Themen sind halt meistens echt von Gemeinde zu Gemeinde und Familie zu Familie unterschiedlich.
Und ja, der Islam ist, wie jede andere Religion, in teilen super Frauen verachtend und wird in Gegensatz zum Christentum viel öfter streng und konservativ ausgelebt. Das bringt viele Probleme. Aber warum tun bei diesem Artikel alle so, als sei es komplett unrealistisch oder abnormal, dass ein Mädchen ein Kopftuch tragen will? Mein 13jähriger Neffe liest freiwillig die Bibel. Find ich absurd und unverständlich, aber gibt’s halt auch.
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