Ralf Rangnicks Vorgänger Franco Foda (Bild) und sein Salzburger Assistent Robert Ibertsberger steigen mit dem Kosovo erst im September in die WM-Qualifikation gegen die Schweiz, Europameister Spanien und Slowenien ein. Sicher eine schwerere Gruppe als die von Österreich. Foda brachte den Kosovo erstmals in die Nations League B, das sorgte für Jubel und Emotionen, lässt sogar von der ersten WM-Teilnahme der Kosovaren träumen. Statt WM-Qualifikation gibt es jetzt die letzten Vorbereitungsspiele gegen Armenien und die Komoren. Zum Kader gehört auch Vesel Demaku, Altachs in Baden bei Wien geborener Mittelfeldspieler mit Vergangenheit bei Austria und Sturm Graz.
Am Weg ins Nations League-Play-off, in dem der Kosovo zweimal Island bezwang, traf Foda zweimal auf Österreichs ersten Gegner in der WM-Qualifikation. In Pristina gab es eine klare 0:3-Heimniederlage, in Bukarest stand es in der 89. Minute 0:0, als die Kosovo-Spieler von den rumänischen Fans beleidigt wurden und abtraten. Das Match wurde abgebrochen, mit 3:0 für die Rumänen gewertet. „Daheim waren wir trotz 0:3 fast ebenbürtig, in Bukarest besser, da hätten wir gewinnen müssen“, erinnert sich Foda zurück. Er beschreibt die Rumänen als ballsichere Mannschaft, zu deren Stärken es gehöre, nach Ballgewinn schnell nach vorne über die Flügel zu spielen. Meist über die Schaltzentrale im Mittelfeld, Nicolae Stanciu, ein 32 jährigen Legionär in Saudiarabien beim FC Damac, bei dem Rumäniens Ex-Teamchef Cosmin Contra Trainer ist. Die Flügel sind mit Spielern aus Italiens Serie A besetzt: Mit Dennis Man von Parma und Razman Marin von Cagliari. Als Schwächung bezeichnete Foda den Ausfall des Abwehrchefs, Radu Dragusin, der nach einem Kreuzbandriss bei Tottenham ausfiel, weshalb Kevin Danso nach London geholt wurde.
Wegen Dragusins Fehen überredete Mircea Lucescu, der nach der EM 2024 nach 38 Jahren ein „Comeback“ als Teamchef in der Heimat feierte, mit 79 der älteste in Europa, auch den 32 jährigen Vlad Chiriches von Meister FCSB Bukarest, zum Comeback nach drei Jahren. Eigentlich hatte der ehemalige Legionär von Tottenham und Napoli nach 76 Länderspielen seine Teamkarierre beendet. Für Foda gibt es aber keine Zweifel, dass Österreich ein „Topteam“ und mehr Qualität als Rumänien hat.
Foto: ffk-Kosova.
