Die ersten Verzögerungen im Pfingstverkehr erwarteten die ÖAMTC-Fachleute bereits am Donnerstagabend und am Freitag entlang der Transitrouten Richtung Süden. Hauptstaupunkt wird wieder die Tunnelbaustelle auf der Tauernautobahn (A 10) zwischen Golling und Werfen sein. Das 14 Kilometer lange Baulos ist nur einspurig im Gegenverkehr befahrbar, die Einfahrt wird per Blockabfertigung geregelt. Viel Reiseverkehr rollt bereits Freitagfrüh über die A10. In Richtung Villach bei Golling gibt es Blockabfertigung vor der Tunnelbaustelle und zehn Kilometer Stau ab Kuchl. Die Wartezeit um kurz nach 8 Uhr betrug auf dieser Strecke bereits eineinhalb Stunden. Viele würden ab Kuchl auf die B159 ausweichen, obwohl die Abfahrten gesperrt sind.
Herbert Thaler, als Stauberater seit vielen Jahren für den ÖAMTC in Salzburg tätig, sagt: “Am Samstag wird es auf der Tauernautobahn die längsten Staus geben. Da sind Verzögerungen von mehreren Stunden im Pfingstverkehr leider Alltag. Dass die unangenehme Baustelle ab Ende Juni endlich geräumt sein wird, lässt zumindest die Sommerurlauber aufatmen.” Und wohl auch die Menschen in den Tennengauer und Pongauer Anrainergemeinden, die in den vergangenen beiden Jahren regelmäßig von Stauflüchtlingen überrollt wurden.
Abfahrtssperren gelten weiterhin
Herbert Thaler wird ab Samstagfrüh vorrangig auf der Tauernautobahn unterwegs sein, um die aktuelle Verkehrssituation laufend einschätzen zu können. Auf seinem Motorrad kann er zusätzlich defekte Fahrzeuge schnell erreichen und wieder flott machen. Thaler: “Ich möchte alle an die A-10-Abfahrtssperren erinnern, die in Salzburg durchgehend gelten.”
Und diese gelten auch in der Gegenrichtung. Denn ab Pfingstmontag ist eine Rückreisewelle zu erwarten.