
Das ist ein Interview mit dem Manfred Hohensinner von Frutura, der die Gewächshäuser in der Thermenregion hat. Ich finde ziemlich beeindrucked was er zu sagen hat, vor allem weil er Landwirtschaft tatsächlich nicht nur aus einem Blickwinkel kennt. Und damit auch ein typisches österreichisches Phänomen offen legt – was der Bauer nicht kennt, isst (oder macht) er nicht. Nichts gegen althergebrachte Methoden, da haben viele ihre Berechtigung, aber manchmal muss sich halt was ändern, und das geht so schwer in viele österreichische Sturschädeln rein:
[https://www.derstandard.at/story/2000134801081/frutura-eigentuemer-es-ist-mir-egal-ob-putin-das-gas](https://www.derstandard.at/story/2000134801081/frutura-eigentuemer-es-ist-mir-egal-ob-putin-das-gas)
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3 comments
Hm, ich find, grad in Österreich gibts einige kleine Unternehmen, die Sachen anders machen, als der “Gesinnungsbauer”. Der Zotter ist für mich ein weiteres solches Beispiel…
Ich find das schon ein wenig ironisch, dass er sich über die stehen gebliebene Technik in Österreich aufregt und wie kein Bauer über die Zukunft nachdenkt – und gleichzeitig hetzt er gegen gentechnisch veränderte Lebensmittel. So eine Thermalheizung für Gemüse ist vielleicht für diese spezielle Region was tolles, aber selbst dabei schauts mit der Skalierung schlecht aus, wenn man nach den Zahlen in der Infobox am Ende vom Artikel geht: 230.000 Tonnen Gemüse wickeln sie ab, aber selber anbauen in ihrem Thermalglashaus tun sie nur 9.000 Tonnen. Das sind nichtmal 4%. Wo stammen die übrigen 96% her? Wenn es darum geht, die Nahrungsmittelsicherheit zu erhalten, sollte man sich bewusst sein, dass sowas vielleicht ein toller Marketingtrick ist (frisches Gemüse im Winter, mit erneuerbarer Energie produziert), aber für das ganze Land ist das ein Irrweg. Selbst Gentechnik wird uns nur schwer retten, sobald das Klima zuschlägt. Technik, die wir vor 100 Jahren schon kannten und die nach wie vor nicht skalierbar ist, wird es jedenfalls nicht sein.
Solche Unternehmen werden hier nicht so viele entstehen. Man wird von der Beveolkerung eher gehasst als geliebt und von der Buerokratie erschlagen.