Gegen den Mann bestand seit über 20 Jahren ein Waffenverbot, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Er wurde auf freiem Fuß angezeigt.

Ich lese immer wieder Berichte, wo Leute, nachdem sie andere mit (Schuss-)Waffen bedroht haben, auf freiem Fuß angezeigt werden. Aus meiner Sicht ist jemand der mit einer Waffe jemanden bedroht oder gar verletzt doch sofort mit einem jahrelangem generellen Waffenverbot zu belegen. Es wäre quasi so als würde man im Nachhinein den Psycho-Test für den Waffenschein nicht bestehen. Mir kommt das Waffenverbot richtig, aber zahnlos vor.

Offensichtlich wird dieses nicht kontrolliert und dann haben solche Leute erst wieder Waffen in ihren Händen und bedrohen die nächsten. Gefängnis ist hier sicher überzogen, aber wäre es eine Lösung, wenn man mehrmals jährlich unangekündigte Kontrollen der Person und der Wohnung macht – um sicherzugehen, dass er tatsächlich mit hoher Wahrscheinlichkeit keine Waffe besitzt? Oder gibt's das eh? Wie steht Ihr dazu?

by HrRossiSuchtDasGluck

7 comments
  1. Ich versteh das auch nicht. Der Typ hat ein waffenverbot, er geht mit Waffe in den supermarkt. Wie kann der danach frei rumrennen? Der müsste doch mal in Untersuchungshaft, dann die Polizei seine Wohnung durchsuchen und alle Waffen beschlagnahmen.

  2. Du weisst schon, wie viele Personen waffenverbote haben oder? Da bräuchtest eine eigene Polizeibehörde zur Kontrolle, so wie du dir das vorstellst (in Zeiten wo viele PIs am Wochenende wegen Budget geschlossen werden).

  3. Wie soll das gehen? Da brauchst nen durchsuchungsbefehl für die wohnung, den bekommst nicht einfach für: der hat ein waffenverbot, hab keine anhaltspunkte dass er dagegen verstößt aber ich will ihm jz die bude auf den kopf stellen – rechtsstaat und so?!
    Dad einzige was ma machen kann is: “guten tag, wir würden gern nachsehen ob sie waffen daheim haben, dürf ma reinkommen? … Nein? Ok, dann geh ma wieder. Schönen tag noch”

  4. Hier sieht man eindrucksvoll, dass Waffenverbote meistens sinnlos sind. Eine Verschärfung des Waffenrechts trifft nur harmlose Menschen, die gerne schießen, jagen, Waffen sammeln oder aus anderen Gründen eine zuhause haben (Und ja, Selbstverteidigung ist ein legitimer Grund. Ich denke nicht dass ich meine Gewehre dafür brauche und hab auch keine Angst, aber ich verstehe völlig, wenn Menschen in anderen Lebenssituationen das anders sehen.).

    Wenn ein harmloser Waffensammler gezwungen wird, seine geliebte Sammlung herzugeben, trägt das nicht zur öffentlichen Sicherheit bei.

    Es bringt auch nichts, wenn man alle Menschen mit irgendeiner harmlosen und uralten psychischen Diagnose unter Generalverdacht stellt, ihn – obwohl er ein völlig normales Leben führt – als einen unzurechnungsfähigen Irren darstellt und ihm Waffen verbieten will, weil er als Kind zb eine Adhs oder Asperger Diagnose bekam oder irgendwann eine schwierige Phase hatte. (ist ziemlich spezifisch weil ich konkret Menschen kenne denen es so ging – sind aber sehr verantwortungsvolle Waffenbesitzer, einer der beiden ist ehrenamtlich bei der Rettung und hat dort wohl eine noch viel größere Verantwortung und macht das wirklich hervorragend)

    Was sinnvoll wäre: Anstatt alle unter Generalverdacht zu stellen, sollte das psychologische Gutachten für eine WBK verbessert werden, beispielsweise durch eine Vereinheitlichung, eine Aufteilung auf mehrere Sitzungen (ein Termin ist ja immer eine Momentaufnahme – einerseits kann man sich da verstellen, andererseits kann das Ergebnis auch ins negative verfälscht sein wenn man zb einen sehr schlechten Tag hatte usw) und einen offeneren Umgang mit psychischen Vorerkrankungen (wenn man Menschen mit einer Diagnose generell Waffen verbietet, würden sie die Diagnose gleich verheimlichen. Es wäre besser, darauf einzugehen, damit der Psychologe davon weiß und individuell eine Entscheidung treffen kann).

    Waffenverbote sollten auch strenger kontrolliert werden, aber sie bringen auch nicht all zu viel. Wer sich an ein Waffenverbot hält, zeigt dadurch, dass er vertrauenswürdig ist. 20 Jahre Waffenverbot ohne der Polizei in dieser Zeit aufgefallen zu sein halte ich da für überzogen.

    Wer aber wirklich vor hat, mit seinen Waffen Verbrechen zu begehen, lacht über das Waffenverbot und kauft sich am Schwarzmarkt eine, am besten noch so eine lustige Spielerei wie den Schießkugelschreiber oder gleich einen Vollautomaten.

    Regelmäßige unangekündigte Kontrollen wären sinnvoll, allerdings können dann immer noch die Waffen versteckt werden.

    Das wichtigste wäre aber eine bessere Gewaltprävention und ENDLICH Maßnahmen gegen Mobbing an Schulen.

  5. > Gegen den Mann bestand seit über 20 Jahren ein Waffenverbot, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. **Er wurde auf freiem Fuß angezeigt.**

    that’ll teach em!

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