Wie wenn aus Österreich tatsächlich ein richtiges „Unicorn“ kommen könnte.
Das ist wieder nur die „Gig-Economy“ Version von Nachhilfe wie Uber bei Taxis oder Mjam bei Essensbestellung wo der „Zwischenhändler“ kräftig mitschneidet.
Faszinierend, dass sowas 3 Mrd. wert sein soll – und noch dazu zeigt so eine massive erwartete Nachfrage nach Nachhilfe halt auch, dass etwas im Schulsystem so gar nicht passt.
Sie widersprechen den Vorwürfen. Welch Überraschung
„Laut Firmengründer Felix Ohswald bewerben sich rund 100.000 Menschen pro Monat bei Go Student – fünf Prozent würden es ins Unternehmen schaffen.“ jedes Monat?! Nur in Österreich?! Dann haben wir bald keine 8 Millionen Teamchefs sondern 8 Millionen (wenn auch nur fast, weil 5% genommen werden) Tutoren /S
Als jemand der seit Jahren Mathematik Nachhilfe bis zur Matura gibt kann ich über das nur herzlich lachen.
Es ist völlig absurd zu glauben man braucht auf dem Markt einen Vermittler… im Gegenteil, man lehnt Nachhilfe ab weil es zu viel Zeit verbraucht.
Und man kann es sich aussuchen.
Wenn ich zu den Eltern sage:
Hört zu, es schaut so aus, so viele Defizite hat das Kind, das ist unmöglich in dem Semester zu schaffen, vertrauen sie mir, ein Fleck im Halbjahr/Endjahr ist nicht schlimm weil Endjahr/Nachprüfung, aber wenn das Kind sich anstrengt dann schafft es das natürlich, allerdings wenn ich sehe das Kind tut nix und strengt sich nicht nach seinen Möglichkeiten an dann höre ich sofort auf.
dann haben das noch ALLE Eltern sofort akzeptiert. Dann stellt man einen Wochenplan auf, sucht sich aus den ewig gleichen Unterlagen die Aufgaben raus, kontrolliert die Schulhefte und Bücher und dann arbeitet man mit dem Kind und deckt es mit Aufgaben zur Übung zu. (Mathematik ist praktisch nur üben von Beispielen die ganz langsam schwieriger werden… sonst nix.)
Es ist keine Hexerei und ich sehe überhaupt keinen Grund, aber gar keinen, dazu ein “Startup” zu brauchen.
Zudem wird in den letzten Jahren die Konkurrenz durch Youtube und Co immer besser, da gibt es Videos da erklären Leute so gut da schlackere ich mit den Ohren weil so Profi bringe ich das niemals rüber.
Aber die Kritik “Huch, da geht es nur ums Wachstum” kann ich nicht nachvollziehen. Willkommen auf dem Planeten kann ich da nur sagen. Wenn man das nicht will muss man halt sein eigenes Ding machen. Was in der Branche absolut leicht möglich ist…
Also hält sich auch das Mitleid in Grenzen.
Warum sind die so umständlich? Die müssen doch nur die lästigen Schüler und Tutoren loswerden dann kann man ungestört expandieren. Genügt doch eh, heiße Luft zu verkaufen.
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Wie wenn aus Österreich tatsächlich ein richtiges „Unicorn“ kommen könnte.
Das ist wieder nur die „Gig-Economy“ Version von Nachhilfe wie Uber bei Taxis oder Mjam bei Essensbestellung wo der „Zwischenhändler“ kräftig mitschneidet.
Faszinierend, dass sowas 3 Mrd. wert sein soll – und noch dazu zeigt so eine massive erwartete Nachfrage nach Nachhilfe halt auch, dass etwas im Schulsystem so gar nicht passt.
Sie widersprechen den Vorwürfen. Welch Überraschung
„Laut Firmengründer Felix Ohswald bewerben sich rund 100.000 Menschen pro Monat bei Go Student – fünf Prozent würden es ins Unternehmen schaffen.“ jedes Monat?! Nur in Österreich?! Dann haben wir bald keine 8 Millionen Teamchefs sondern 8 Millionen (wenn auch nur fast, weil 5% genommen werden) Tutoren /S
Als jemand der seit Jahren Mathematik Nachhilfe bis zur Matura gibt kann ich über das nur herzlich lachen.
Es ist völlig absurd zu glauben man braucht auf dem Markt einen Vermittler… im Gegenteil, man lehnt Nachhilfe ab weil es zu viel Zeit verbraucht.
Und man kann es sich aussuchen.
Wenn ich zu den Eltern sage:
Hört zu, es schaut so aus, so viele Defizite hat das Kind, das ist unmöglich in dem Semester zu schaffen, vertrauen sie mir, ein Fleck im Halbjahr/Endjahr ist nicht schlimm weil Endjahr/Nachprüfung, aber wenn das Kind sich anstrengt dann schafft es das natürlich, allerdings wenn ich sehe das Kind tut nix und strengt sich nicht nach seinen Möglichkeiten an dann höre ich sofort auf.
dann haben das noch ALLE Eltern sofort akzeptiert. Dann stellt man einen Wochenplan auf, sucht sich aus den ewig gleichen Unterlagen die Aufgaben raus, kontrolliert die Schulhefte und Bücher und dann arbeitet man mit dem Kind und deckt es mit Aufgaben zur Übung zu. (Mathematik ist praktisch nur üben von Beispielen die ganz langsam schwieriger werden… sonst nix.)
Es ist keine Hexerei und ich sehe überhaupt keinen Grund, aber gar keinen, dazu ein “Startup” zu brauchen.
Zudem wird in den letzten Jahren die Konkurrenz durch Youtube und Co immer besser, da gibt es Videos da erklären Leute so gut da schlackere ich mit den Ohren weil so Profi bringe ich das niemals rüber.
Aber die Kritik “Huch, da geht es nur ums Wachstum” kann ich nicht nachvollziehen. Willkommen auf dem Planeten kann ich da nur sagen. Wenn man das nicht will muss man halt sein eigenes Ding machen. Was in der Branche absolut leicht möglich ist…
Also hält sich auch das Mitleid in Grenzen.
Warum sind die so umständlich? Die müssen doch nur die lästigen Schüler und Tutoren loswerden dann kann man ungestört expandieren. Genügt doch eh, heiße Luft zu verkaufen.
/s