Assistierter Suizid: Salzburgerin gestorben

8 comments
  1. Gut zu hören, dass es tatsächlich möglich ist und kein totes Recht. Dass es Anlaufschwierigkeiten gibt und jeder sich vor der Verantwortung drücken möchte war aber auch zu erwarten. War in der Schweiz am Anfang wahrscheinlich auch nicht anders

  2. Eine Katastrophe.

    In Zukunft soll sich dann also jeder töten lassen können, der an einer unheilbaren Krankheit leidet. Auch wenn man Jahrzehnte damit leben kann. Und die Ärzte werden zu Mittätern. Wobei ich da eine perverse Lust an Mord vermute, wenn man es auch wirklich macht.

    Sie hätte sich auch einfach selbst töten können, ohne andere hineinzuziehen.

    Und ja, es ist ein Unterschied ob man die letzten Stunden/Tage schlimmster Qualen vor dem sicher eintretenden Tod abkürzen möchte oder wie in diesem Fall ein schweres Leben hat, das aber noch viele Jahre weitergehen kann.

    Dürfen Ärzte dann in Zukunft jemanden töten, der mal Sportler war und durch z.B. eine Querschnittslähmung die Lust am Leben verloren hat?

  3. Ich bin für Sterbehilfe in solch schweren Fällen. Ich hätte meinem Opa gerne zumindestens seine letzte Woche erspart. Er ist an Lungenkrebs gestorben.

  4. >denn der Kampf gegen die Behörden ist der Schlimmste und das steht fast keiner durch“,

    Ich habe sie in einem früheren Interview gehört, und dieser Satz bezieht sich nicht auf das Prozedere der Sterbehilfe sondern auf das gesamte Leben als Behinderter davor, wo man um jede Kleinigkeit streiten und kämpfen muss.

    Das ist das eigentlich fürchterliche an diesem Artikel.

    Und es überrascht mich noch nicht einmal.

    Denn wer auch nur ein bisschen Einblick hat, weiß wie mühsam und unglaublich schwierig es tatsächlich oft ist.

    Hätte sie mehr Unterstützung mit weniger Kampf gehabt, hätte sie vielleicht noch eine Weile leben wollen und können.

    Diese verdammte Suizid Regel sieht ja vor, dass man selbst sozusagen Hand anlegen muss.

    man darf also nicht warten, bis man das nicht mehr kann, was für Menschen, die das in Erwägung ziehen, bedeutet, sie verzichten auf vielleicht noch einige wertvolle Wochen oder Monate. Oder sei es auch nur Tage.

    Es ist einfach zum Kotzen.

  5. Vielleicht eine unbeliebte Meinung, aber ich denke dass sich jeder – egal ob krank oder nicht – in kontrollierter Umgebung das Leben nehmen (lassen) sollen dürfte.

    Damit würde man ganz schön vielen unbeteiligten Menschen einiges ersparen (Stichwort Zug usw…) und außerdem sollte jeder entscheiden dürfen ob sein Leben lebenswert ist oder nicht.

  6. Mit Palliativpflege kann man eigentlich jedes Leben noch lebenswert machen. Der vermeintlich “selbstbestimmte Tod” kommt natürlich der Gesellschaft um vieles billiger. Es wundert mich absolut nicht, dass der assistierte Suizid so promoted wird. Eigentlich müsste in den nächsten Jahren die Palliativpflege ausgebaut werden, da die Boomers langsam ins Alter kommen wo diese aufwendige Pflege benötigen würden. Aber hey warum das Leben lebenswert machen wenn man Leuten einreden kann sich umzubringen.

  7. Mein Opa wollte schon länger nicht mehr leben und es war quasi unmöglich dieses Jahr für ihn das zu organisieren. Die Hürden sind unfassbar groß. Jeder Mensch der sich für zu strenge Gesetze in diesem Bereich ausspricht hat noch nie einen engen Mitmenschen leiden gesehen, der nicht mehr Leben wollte…

  8. Ich unterstelle der Ärztekammer knallharte wirtschaftliche Interessen – zugedeckt mit dem Totschlagargument der Moral. Anders lässt sich für ein solches Kaspertheater (für mich nicht) erklären.

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