Bei israelischen Angriffen im Gazastreifen eine Kirche getroffen worden. Wie das lateinische Patriarchat in Jerusalem mitteilte, handelte es sich um die katholische Kirche der Heiligen Familie im Zentrum der Stadt Gaza. Drei Menschen seien getötet und neun weitere verletzt worden, hieß es in einer am späten Nachmittag veröffentlichten Mitteilung. Drei von ihnen seien schwer verletzt und in teils kritischem Zustand.

Bei den Toten handelte es sich nach Angaben des Nachrichtenportals des Vatikans um den 60 Jahre alten Pförtner der Kirche und eine ältere Frau. Zu dem dritten, später verstorbenen, Opfer gab es zunächst keine Angaben. Der Pfarrer der Gemeinde erlitt demnach leichte Verletzungen. Israels Außenministerium teilte mit, die Umstände des Vorfalls seien noch unklar. «Israel äußert tiefes Bedauern über die Schäden an der Kirche der Heiligen Familie in der Stadt Gaza und über jegliche zivile Opfer», hieß es in einer Mitteilung der Behörde weiter.

Israels Armee erklärte, ihr seien die Berichte über Schäden an der Kirche sowie Opfer in der Gegend bekannt. Die Umstände des Vorfalls würden geprüft. Das israelische Militär unternehme «alle möglichen Anstrengungen», um Zivilisten zu schonen und Schäden an zivilen Gebäuden, darunter religiöse Einrichtungen, zu begrenzen. Palästinensischen Angaben nach sollen in dem Gotteshaus rund 600 Vertriebene untergebracht gewesen sein. Im Gazastreifen leben rund 1000 Christen, bei insgesamt mehr als zwei Millionen Einwohnern.