Bio Gurke vom Lidl. Netter Gedanke, oder das Plastik nicht wert?

7 comments
  1. Weiß du wie dünn diese Folie ist und wie unsignifikant Kunststofffolien für den Österreichischen CO2-Ausstoß sind?

    Dieses ewige Plastikstrohhalme und Sackerl verbieten und meinen man rettet damit die Welt ist komplett lächerlich und viel Plastik schafft es von Österreich aus auch nicht ins Meer.

    Wer dem Klima wirklich helfen will soll weniger fliegen, autofahren, heizen oder Fleisch essen.

  2. Mag sein, dass sie was nutzt, auch wenn ich mir den Effekt nicht unbedingt erklären kann. Bei mir daheim hält sich eine Gurke ohne Folie auch je nach Temperatur fast eine Woche.

    Wo ich mehr bedenken hab: Am Ende des Tages landet die nicht verkaufte Gurke vermutlich ohnehin im Müll, also ist sie Folie in der Hinsicht eher Augenauswischerei. Weil dass aussoetiert würde, was noch verkauft werden kann, halte ich für sehr unwahrscheinlich

  3. Ich habe in Rahmen meiner Schularbeit mal ein Paper zur biologisch abbaubaren Hülle, kurz Bio Surfactant, bei Tomaten in der Lagerung ausgearbeitet. Bei diesem Paper waren vor allem ausschlaggebend Parameter wie Festigkeit, Wassergehalt, pH-Wert und Reifegrad der Frucht. Somit sehe ich eine generelle Verpackung als sinnvoll, die Frage ist aber auch, ob man nicht schon zu Alternativen wie abbaubares Wachs greifen könnte. Grundsätzlich sehe ich es als wichtig, das das Produkt geschützt wird, denn eine Gurke mit Makel kaufen 90% der Kunden nicht mehr.

  4. Fun Fact: eine österr. Bio Gurke in Plastikfolie ist tatsächlich nachhaltiger als konventionelle Gurke ohne Folie aus Spanien.

    Plastik ist ein großes Problem für Biodiversität v.a. in Gewässern, Verpackungs-Folien sind CO2 mässig vernachlässigbar.

    Wenns dir ums Klima geht (Emissionen), bist du mit Vezicht auf Rindfleisch am besten dran:

    Bio Gurke mit Plastik: 0.4 kg CO2 (saisonal) pro Kilo

    Rindfleisch: 34 kg CO2 pro Kilo Ware

    source: arbeite in einem nachhaltigkeits-startup

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