Guillaume + Stéphanie von Luxemburg
Künstler packt über Zusammenarbeit mit den Royals aus

Erbgroßherzog Guillaume und Erbgroßherzogin Stéphanie von Luxemburg

© Dana Press

Als Jacques Schneider erfuhr, dass Großherzog Guillaume im Herbst 2025 zum Staatsoberhaupt von Luxemburg ernannt wird, bot sich an, “diese Arbeit mit einer persönlichen Note fortzusetzen”. Jetzt berichtet der Künstler von seinen Erfahrungen mit den Royals.

Es kommt nicht aller Tage vor, dass (selbst hochrangige) Künstler:innen mit Royals zusammenarbeiten dürfen. Jacques Schneider bekam aber genau diese Chance, nachdem Großherzog Henri, 70, Ende letzten Jahres bekannt gab, im Oktober 2025 zugunsten seines Sohnes Guillaume von Luxemburg, 43, abdanken zu wollen. Der Erbgroßherzog wird damit in wenigen Monaten zum Staatsoberhaupt Luxemburgs, seine Ehefrau Stéphanie, 41, zur Erbgroßherzogin. 

“Seit über einem Jahrzehnt fertige ich auf eigene Initiative inoffizielle Porträts der großherzoglichen Familie an”, sagt der Künstler Jacques Schneider in einem am 10. August veröffentlichten Interview mit der “Point de Vue”. Vor Henris Abdankung habe Schneider Guillaume und Stéphanie angeboten, Porträts von ihnen anzufertigen, um “diese Arbeit mit meiner persönlichen Note fortzusetzen und ihnen die Möglichkeit zu geben, ihre Vision zum Ausdruck zu bringen.” Das Erbgroßherzogpaar stimmte zu – und Schneider berichtet jetzt von seinen Erlebnissen mit ihm.

Stéphanie + Guillaume von Luxemburg: “Atmosphäre des absoluten Vertrauens”

“Sie sagten einfach ‘Einverstanden!'”, erinnert sich Schneider an die Zusage des Erbgroßherzogpaares zurück, “ohne Berechnung und Strategie.” Die insgesamt 13 entstandenen Porträts wurden “in einer Atmosphäre des absoluten Vertrauens” erschaffen, berichtet der Künstler Schneider weiter, “hinter verschlossenen Türen im Großherzoglichen Palast, ohne Berater oder Zeugen”. 

Dafür hinaus konnte der Fotograf “eine seltene Freiheit” genießen: “keine vorgeschriebene Inszenierung, sondern lange Diskussionen über Farben, Kleidung und Symbolik.” Schlussendlich habe man vereinbart, dass Guillaume und Stéphanie “schlichte, zivile Kleidung ohne Schmuck und Insignien tragen sollten, um die Person und nicht den Rang in den Vordergrund zu stellen.” Darüber hinaus sei “nichts festgelegt” worden, berichtet Schneider, “sie hatten keinerlei Vorgaben, was ich machen sollte.”

Großherzogin Stéphanie: Sie brachte sich mit eigenen Vorschlägen ein

Zwar ließen der Erbgroßherzog und seine Ehefrau dem Künstler Jacques Schneider größtenteils freie Hand, aber ein paar Ideen hatten sie dennoch. Besonders die Erbgroßherzogin “hat sich engagiert”, berichtet der Fotograf, “und einige Bilder strukturiert.” Er erklärt weiter: “Einige Entscheidungen sind auch spontan entstanden, wie dieses Sitzporträt Ihrer Königlichen Hoheit, das mitten in einer Sitzung entstanden ist. Ich finde es sehr symbolisch: Es steht für eine ruhige, wohlwollende Macht, aber auch für die beobachtende Rolle, die Weisheit und die natürliche Autorität des Erbgroßherzogs.”

Bei der letzten Audienz mit dem Ehepaar stellte Schneider insgesamt 13 “Optionen” vor, wie er seine Porträts nennt. “Sie haben alle akzeptiert”, sagt er weiter – sicherlich auch mit etwas Stolz. “Sie sehen sich selbst, so wie ich sie sehe”, erklärt er weiter, “das ist selten und wertvoll. […] Dass sie sich in meinen Fotos wiedererkannt haben, ist der größte Erfolg. Dieses Vertrauen von ihnen zu bekommen, war magisch.”

Verwendete Quelle: pointdevue.fr

cre
Gala

#Themen