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Das Chikungunya-Virus, bekannt aus den Tropen, rückt immer näher. Jetzt droht die erste Übertragung in Deutschland. Wie gefährlich ist es?
Ein Virus, das bisher vor allem in tropischen Regionen für Schlagzeilen sorgte, nähert sich Deutschland: Das Chikungunya-Virus. Während es in Ländern wie Italien und Frankreich bereits zu lokalen Ausbrüchen kam, warnen Experten nun vor einer möglichen Übertragung in Deutschland. Besonders die Asiatische Tigermücke, die das Virus überträgt, breitet sich hierzulande immer weiter aus. Doch wie gefährlich ist das Virus wirklich, und wer sollte sich besonders schützen?

Tropenkrankheit in Europa: Droht jetzt eine neue Gesundheitskrise? © IMAGO/ABACAPress
Das Chikungunya-Virus könnte bald auch in Deutschland für die ersten lokalen Infektionen sorgen. Laut Gesundheitsbehörden steigt das Risiko, da sich die Asiatische Tigermücke, ein Hauptüberträger, vor allem in Süddeutschland etabliert hat. In Frankreich, nahe der deutschen Grenze, gab es bereits erste Fälle. Die Symptome des Virus sind unangenehm: hohes Fieber, starke Gelenkschmerzen und Hautausschläge. Gefährlich wird es vor allem für ältere Menschen oder Personen mit geschwächtem Immunsystem. Auch in Italien breitet sich ein Virus aus, der ebenfalls durch Stechmücken übertragen wird.
Wie gefährlich ist das Chikungunya-Virus?
Für gesunde Menschen ist das Chikungunya-Virus meist nicht lebensbedrohlich. Die Symptome, die etwa eine Woche nach einem Mückenstich auftreten, ähneln einer schweren Grippe und klingen in der Regel nach ein bis zwei Wochen ab. Allerdings können die Gelenkschmerzen bei manchen Betroffenen monatelang anhalten, was die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, chronisch Kranke und Menschen mit geschwächtem Immunsystem, bei denen Komplikationen auftreten können.
Bisher gibt es keine spezifische Heilung für das Chikungunya-Virus. Die Behandlung konzentriert sich darauf, Symptome wie Fieber und Schmerzen zu lindern. Zwei Impfstoffe sind inzwischen verfügbar, die vor allem für Reisen in Risikogebiete empfohlen werden. Doch auch in Deutschland wird der Schutz vor Mückenstichen immer wichtiger, um einer Infektion vorzubeugen.
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Die beste Prävention bleibt ein effektiver Mückenschutz. Experten raten dazu, Mückensprays zu verwenden, lange Kleidung zu tragen und stehendes Wasser – etwa in Blumentöpfen oder Regentonnen – zu vermeiden. Dies sind ideale Brutstätten für die Asiatische Tigermücke. Obwohl die meisten Infektionen glimpflich verlaufen, sollten wir wachsam bleiben. Denn mit der Ausbreitung tropischer Krankheiten in Europa verändert sich auch das Gesundheitsrisiko vor unserer Haustür. Auch interessant: Achtung, Zecken — warum selbst Ihr Garten gefährlicher ist, als Sie denken.