Wie das Kommando Luftwaffe der Bundeswehr berichtet hat, sind deutsche Eurofighter zurzeit stark eingebunden in die Sicherung des Luftraums an der NATO-Ostflanke. Im Rahmen des NATO-Einsatzes „enhanced Air Policing North“ (eAPN) überwachen seit dem 5. August fünf deutsche Kampfflugzeuge den polnischen Luftraum. Der Einsatz soll noch bis zum 3. September gehen. Zudem befinden sich fünf Eurofighter vom August dieses Jahres an bis kommenden März zum „enhanced Air Policing South“ (eAPS) in Rumänien.

Schon ab April dieses Jahres unterstützte das Taktische Luftwaffengeschwader 71 „Richthofen“ (TaktLwG 71 „R“) von Laage südlich von Rostock aus die Luftsicherheit über Polen. Nun sind deutsche Kampfflugzeuge erstmals direkt auf dem Luftwaffenstützpunkt Mińsk Mazowiecki östlich von Warschau stationiert. Sie sind Teil der 24/7-Alarmrotte – im NATO-Jargon „Quick Reaction Alert“ (QRA). Dabei handelt es um Eurofighter des Taktischen Luftwaffengeschwaders 31 „Boelcke“ (TaktLwG 31 „B“) aus dem nordrhein-westfälischen Nörvenich. Begleitet werden sie von rund 150 Soldatinnen und Soldaten.

Gleichzeitig ist eine Eurofighter-Alarmrotte auf dem Luftwaffenstützpunkt Mihail Kogălniceanu nahe der Schwarzmeer-Hafenstadt Konstanza stationiert. Sie stammt vom TaktLwG 71 „R“, das wieder am Heimatstandort im niedersächsischen Wittmund zurück ist. Das deutsche Kontingent wird unterstützt von Spezialkräften des Objektschutzregiments der Luftwaffe (ObjSRgtLw) „Friesland“ aus dem niedersächsischen Schortens. Insgesamt befinden sich rund 170 deutsche Soldatinnen und Soldaten in Rumänien.

Die Aufgabe der deutschen Eurofighter im Rahmen der abschreckenden Bündnissolidarität ist klar definiert: Sie klären auf, identifizieren, überwachen und beobachten jede verdächtige Flugbewegung an der Ost- und Südostflanke der NATO. Am verdächtigsten sind russische Militärmaschinen, die sich dem NATO-Luftraum ohne Transpondersignal nähern. Russland testet so die Reaktionszeiten und Einsatzverfahren der Atlantischen Allianz.

gp