1,1 Milliarden sind nichts für Deutschland. (0,023% des BIP). Für Namibia wäre es 7% des BIP. Bedenkt man was für Nachhaltigen Schaden der Kolonialismus dort angerichtet hat sehe ich nicht wo das Problem ist.
Keiner sagt wir sind schuld an dem was geschehen ist, aber wir können einen Teil des Schadens begleichen.
Als Exportland sollte Deutschland sowieso daran interessiert sein.
Würde das Geld denn bei den richtigen Menschen ankommen oder im Verwaltungsalparat versickern?
Können wir ja mit den Entwicklungshilfen verrechnen.
Ich bin mit der Thematik nicht sonderlich vertraut, aber was würde mit Geld – sollte welches fließen – geschehen? Die deutschen Kolonialzeiten, auch die Massaker an den Herero und Nama sind über 100 Jahre her, es leben keine unmittelbaren Opfer mehr. Welche Folgen/Schäden sind bis heute sichtbar und wie kann man diese in Geld aufwiegen? Vielleicht weiß das hier jemand.
Ganz stumpf kann man auch den Whataboutism rausholen und darauf beharren, dass die anderen Kolonialmächte auch nie Verantwortung übernommen haben, das sollte aber nicht im Vordergrund stehen. Ein weiterer Grund für die Ablehnung dürfte sein, dass man keinen weiteren Forderungen anderer Länder den Weg bereiten möchte.
Einige der Leute hier hätten auch Fritz Bauer als Nestbeschmutzer beleidigt.
Mei, Wiedergutmachung würde viel Geld kosten. Verhandlungen pauschal abzulehnen kostet etwas Ansehen, aber überwiegend bei nicht wichtigen Ländern. Die ehemaligen großen Kolonialmächte sind heute unsere wichtigsten Partner. Die fänden schon Verhandlungen uncool.
Entwicklungshilfe ist in der Vergangenheit zudem überwiegend verpufft. Abseits von Nothilfe bei Naturkatastrophen sind die Ergebnisse erbärmlich.
Natürlich wird das abgelehnt… Das ist einfach nur ein lächerlicher Versuch irgendwie an Geld zu kommen für etwas was vor über 100 Jahren passiert ist!
Diese vorgeschobene Argument, dass das Geld nicht bei der Bevölkerung ankommen würde. Sowas kann man doch nur legitim behaupten, wenn man sich tatsächlich mit der namibischen Politik auseinander setzen würde. Und dies tut hier garantiert (auch ich) niemand.
Schuldet uns Schweden nicht noch massiv Reparationen aus dem Dreißigjährigem Krieg? Wir könnten die Ansprüche darauf abtreten.
>Demnach beruft sich die schwarz-rote Koalition darauf, dass es zum damaligen Zeitpunkt noch kein Völkerstrafrecht gab. Das Konzept der Wiedergutmachung sei daher im Zusammenhang mit der kolonialen Vergangenheit Deutschlands nicht anwendbar.
Völkerstrafrecht gibt es mit dem Londoner Statut seit 1945.
Wenn nach deutscher Ansicht nichts vor 1945 zählt, dann ist das maximalster zivilatorischer Bruch.
Die Bundesregierung ist einfach nicht kreativ genug. Einfach die 20.000 Elefanten aus Botswana annehmen und bei der DHL Online in einen Paketshop nach Namibia umleiten.
Zwei Fliegen mit einer Klappe. Hier kannste was lernen Carsten.
zum Glück hatte die Bundesrepublik nie Kolonien. Ist also kein Problem.
Also sorry, die Länder dieser Erde waren sich alle ganz arg einig darin, dass die alten Deutschlande nicht mehr existieren und die Bundesrepublik nicht als rechtlicher Nachfolger gelte, wenn es darum ging Verpflichtungen gegenüber ersteren nachzugehen (etwa den Kaffee, den uns Vietnam eigentlich noch schuldet oder die deutschen Patente, die plötzlich für nichtig erklärt wurden). Okay. Akzeptiert. Aber dann gilt das auch in die andere Richtung.
Liste von Ur- und Blutssünden für die Deutschland bis zum jüngsten Tage zur Verantwortung bzw. zur Kasse gebeten werden darf:
-Ewige und alleinige Kriegsschuld 1. sowie 2. WK
-Überfall auf Polen und die Sovietunion
-Holocaust
-Kolonien in Afrika
-Kolonien in Asien
-Beteiligung an Kolonialismus in China bzw. Boxerkrieg
-Deutsch-Französischer Krieg
-Deutsch-Dänischer Krieg
-Deutscher Bruderkrieg
-Spanischer Erbfolgekrieg
-Schwabenkrieg
Hab ich noch welche vergessen?
Mal ehrlich, alleine die Aufforderung zur Wiedergutmachung ist lächerlich. Es gib längst keine Überlebende mehr die irgendwie vom deutschen Kolonialismus betroffen worden wären. Für alles nach 1918 hat man sich ohnehin an die Engländer oder Franzosen zu wenden, will sehen was die dazu sagen.
Ich fände wirklich die Klima Ziele unseren zu wollen wäre schon ne gute Wiedergutmachung aber nicht mal das kriegen wir hin
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1,1 Milliarden sind nichts für Deutschland. (0,023% des BIP). Für Namibia wäre es 7% des BIP. Bedenkt man was für Nachhaltigen Schaden der Kolonialismus dort angerichtet hat sehe ich nicht wo das Problem ist.
Keiner sagt wir sind schuld an dem was geschehen ist, aber wir können einen Teil des Schadens begleichen.
Als Exportland sollte Deutschland sowieso daran interessiert sein.
Würde das Geld denn bei den richtigen Menschen ankommen oder im Verwaltungsalparat versickern?
Können wir ja mit den Entwicklungshilfen verrechnen.
Ich bin mit der Thematik nicht sonderlich vertraut, aber was würde mit Geld – sollte welches fließen – geschehen? Die deutschen Kolonialzeiten, auch die Massaker an den Herero und Nama sind über 100 Jahre her, es leben keine unmittelbaren Opfer mehr. Welche Folgen/Schäden sind bis heute sichtbar und wie kann man diese in Geld aufwiegen? Vielleicht weiß das hier jemand.
Ganz stumpf kann man auch den Whataboutism rausholen und darauf beharren, dass die anderen Kolonialmächte auch nie Verantwortung übernommen haben, das sollte aber nicht im Vordergrund stehen. Ein weiterer Grund für die Ablehnung dürfte sein, dass man keinen weiteren Forderungen anderer Länder den Weg bereiten möchte.
Einige der Leute hier hätten auch Fritz Bauer als Nestbeschmutzer beleidigt.
Mei, Wiedergutmachung würde viel Geld kosten. Verhandlungen pauschal abzulehnen kostet etwas Ansehen, aber überwiegend bei nicht wichtigen Ländern. Die ehemaligen großen Kolonialmächte sind heute unsere wichtigsten Partner. Die fänden schon Verhandlungen uncool.
Entwicklungshilfe ist in der Vergangenheit zudem überwiegend verpufft. Abseits von Nothilfe bei Naturkatastrophen sind die Ergebnisse erbärmlich.
Natürlich wird das abgelehnt… Das ist einfach nur ein lächerlicher Versuch irgendwie an Geld zu kommen für etwas was vor über 100 Jahren passiert ist!
Diese vorgeschobene Argument, dass das Geld nicht bei der Bevölkerung ankommen würde. Sowas kann man doch nur legitim behaupten, wenn man sich tatsächlich mit der namibischen Politik auseinander setzen würde. Und dies tut hier garantiert (auch ich) niemand.
Schuldet uns Schweden nicht noch massiv Reparationen aus dem Dreißigjährigem Krieg? Wir könnten die Ansprüche darauf abtreten.
>Demnach beruft sich die schwarz-rote Koalition darauf, dass es zum damaligen Zeitpunkt noch kein Völkerstrafrecht gab. Das Konzept der Wiedergutmachung sei daher im Zusammenhang mit der kolonialen Vergangenheit Deutschlands nicht anwendbar.
Völkerstrafrecht gibt es mit dem Londoner Statut seit 1945.
Wenn nach deutscher Ansicht nichts vor 1945 zählt, dann ist das maximalster zivilatorischer Bruch.
Die Bundesregierung ist einfach nicht kreativ genug. Einfach die 20.000 Elefanten aus Botswana annehmen und bei der DHL Online in einen Paketshop nach Namibia umleiten.
Zwei Fliegen mit einer Klappe. Hier kannste was lernen Carsten.
zum Glück hatte die Bundesrepublik nie Kolonien. Ist also kein Problem.
Also sorry, die Länder dieser Erde waren sich alle ganz arg einig darin, dass die alten Deutschlande nicht mehr existieren und die Bundesrepublik nicht als rechtlicher Nachfolger gelte, wenn es darum ging Verpflichtungen gegenüber ersteren nachzugehen (etwa den Kaffee, den uns Vietnam eigentlich noch schuldet oder die deutschen Patente, die plötzlich für nichtig erklärt wurden). Okay. Akzeptiert. Aber dann gilt das auch in die andere Richtung.
Liste von Ur- und Blutssünden für die Deutschland bis zum jüngsten Tage zur Verantwortung bzw. zur Kasse gebeten werden darf:
-Ewige und alleinige Kriegsschuld 1. sowie 2. WK
-Überfall auf Polen und die Sovietunion
-Holocaust
-Kolonien in Afrika
-Kolonien in Asien
-Beteiligung an Kolonialismus in China bzw. Boxerkrieg
-Deutsch-Französischer Krieg
-Deutsch-Dänischer Krieg
-Deutscher Bruderkrieg
-Spanischer Erbfolgekrieg
-Schwabenkrieg
Hab ich noch welche vergessen?
Mal ehrlich, alleine die Aufforderung zur Wiedergutmachung ist lächerlich. Es gib längst keine Überlebende mehr die irgendwie vom deutschen Kolonialismus betroffen worden wären. Für alles nach 1918 hat man sich ohnehin an die Engländer oder Franzosen zu wenden, will sehen was die dazu sagen.
Ich fände wirklich die Klima Ziele unseren zu wollen wäre schon ne gute Wiedergutmachung aber nicht mal das kriegen wir hin
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