€10/m^2 und Jahr aber eh bissl ein Witz. Wer sich leisten kann eine Wohnung leerstehen zu lassen wird sich auch das leisten können bzw. gleich in den Wert/die Preissteigerung einpreisen.
Zu wenig!
Die Mieten werden also um min 10€/m2 pro Jahr steigen. Ohne bundesweite, wesentlich höhere Abgabe wird das nix.
Viel zu wenig. Es sollte mit 4 bis 10 EUR pro Quadratmeter pro **MONAT** festgelegt werden. Dann würde es Sinn machen.
Es ist auch ganz einfach, die Leerstände zu kontrollieren:hat man einen Mietvertrag oder nicht? wird mehr als 50 kWh Strom pro Monat bezogen oder nicht?
Und es ist mir gleich egal, ob das sensible Daten sind oder nicht – besitzt man eine Zweitwohnung oder Drittwohnung, muss man das verkraften können.
Und noch was: all diese Einzahlungen sollten in ein Fonds gelangen, wodurch die Mieter unterstützt werden und nicht die Stadt/das Land soll darüber verfügen.
Alle die sich hier wegen der Höhe aufregen fehlt ein Hintergrundwissen. Die Höhe wurde so beschlossen damit man nicht das gleiche Problem hat wie in Wien damals (Wo der VfGH sie dann als Verfassungswidrig eingestuft hat).
Ohne allzu Rechtstheoretisch zu werden: Länder können nur Abgaben beschließen für den Zweck einer Finanzierung. Bei Wien damals war der Betrag laut VfGH zu hoch, wodurch der Bestimmung eine Lenkungsintention nachgesagt würde, nicht die Intention einer Finanzierung. Gesetze, welche auch Lenkungsintention haben, dürfen laut B-VG nur vom Bund erlassen werden, deswegen gilt eine zu Hohe Leerstehabgabe als Verfassungswidrig.
Alle sagen teurer, aber bleiben im Linearen?
Warum muss man linear bleiben?
Man kanns doch genauso gut exponentiell steigen lassen, dann sind Großinvestoren stärker betroffen als der Opa der fürs Enkerl die alte Wohnung aufbewahrt und Firmen, die zentral Immobilienspekulation betreiben können gleich einpacken. (vom Bund ausgehend, wenns vom Land aus nicht erlaubt ist)
Hab die Voraussetzungen dafür nicht gefunden, kann mir jemand helfen?
Beispiel: wenn die Wohnung nur 1 Monat leer steht, wird vermutlich nix anfallen, bei 2 jahren Eher schon. Im Artikel steht dazu aber nix
Cost of making business, so nennt sich das glaube ich in Spekulations-Kreisen…
Eine Abgabe für Zweitwohnsitze ist eine extreme Belastung von Wochenendpendlern und Studenten.
Die Begründung für diese Aktion ist von mäßiger Qualität. Substanzbesteuerung ist an sich eine problematische Sache. Der Leerstand in Wien beträgt 3%, was dem Internationalen Durchschnitt entspricht und zum Großteil durch friktionalen Leerstand (Übergang, Sanierung, Rechtsstreitigkeiten) begründet ist. Eine Wohnung leerstehen zu lassen ist aufgrund der Betriebskosten ein relativ teueres Vergnügen. Das Problem am Wohnungsmarkt ist in der Nachfragesteigerung begründet. Die Einwohnerzahl Wiens ist seit 2000 um ~1/3 gestiegen, dieser Anstieg entstand rein durch Immigration. Bezüglich Immigration und Immobilienpreise gibt es in Kanada einige Debatten, die früher oder später auch hierher überschwappen werden.
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Warum geht das [in Wien nicht?](https://wien.orf.at/stories/3152876/) In der Steiermark aber schon?
€10/m^2 und Jahr aber eh bissl ein Witz. Wer sich leisten kann eine Wohnung leerstehen zu lassen wird sich auch das leisten können bzw. gleich in den Wert/die Preissteigerung einpreisen.
Zu wenig!
Die Mieten werden also um min 10€/m2 pro Jahr steigen. Ohne bundesweite, wesentlich höhere Abgabe wird das nix.
Viel zu wenig. Es sollte mit 4 bis 10 EUR pro Quadratmeter pro **MONAT** festgelegt werden. Dann würde es Sinn machen.
Es ist auch ganz einfach, die Leerstände zu kontrollieren:hat man einen Mietvertrag oder nicht? wird mehr als 50 kWh Strom pro Monat bezogen oder nicht?
Und es ist mir gleich egal, ob das sensible Daten sind oder nicht – besitzt man eine Zweitwohnung oder Drittwohnung, muss man das verkraften können.
Und noch was: all diese Einzahlungen sollten in ein Fonds gelangen, wodurch die Mieter unterstützt werden und nicht die Stadt/das Land soll darüber verfügen.
Alle die sich hier wegen der Höhe aufregen fehlt ein Hintergrundwissen. Die Höhe wurde so beschlossen damit man nicht das gleiche Problem hat wie in Wien damals (Wo der VfGH sie dann als Verfassungswidrig eingestuft hat).
Ohne allzu Rechtstheoretisch zu werden: Länder können nur Abgaben beschließen für den Zweck einer Finanzierung. Bei Wien damals war der Betrag laut VfGH zu hoch, wodurch der Bestimmung eine Lenkungsintention nachgesagt würde, nicht die Intention einer Finanzierung. Gesetze, welche auch Lenkungsintention haben, dürfen laut B-VG nur vom Bund erlassen werden, deswegen gilt eine zu Hohe Leerstehabgabe als Verfassungswidrig.
Alle sagen teurer, aber bleiben im Linearen?
Warum muss man linear bleiben?
Man kanns doch genauso gut exponentiell steigen lassen, dann sind Großinvestoren stärker betroffen als der Opa der fürs Enkerl die alte Wohnung aufbewahrt und Firmen, die zentral Immobilienspekulation betreiben können gleich einpacken. (vom Bund ausgehend, wenns vom Land aus nicht erlaubt ist)
Hab die Voraussetzungen dafür nicht gefunden, kann mir jemand helfen?
Beispiel: wenn die Wohnung nur 1 Monat leer steht, wird vermutlich nix anfallen, bei 2 jahren Eher schon. Im Artikel steht dazu aber nix
Cost of making business, so nennt sich das glaube ich in Spekulations-Kreisen…
Eine Abgabe für Zweitwohnsitze ist eine extreme Belastung von Wochenendpendlern und Studenten.
Die Begründung für diese Aktion ist von mäßiger Qualität. Substanzbesteuerung ist an sich eine problematische Sache. Der Leerstand in Wien beträgt 3%, was dem Internationalen Durchschnitt entspricht und zum Großteil durch friktionalen Leerstand (Übergang, Sanierung, Rechtsstreitigkeiten) begründet ist. Eine Wohnung leerstehen zu lassen ist aufgrund der Betriebskosten ein relativ teueres Vergnügen. Das Problem am Wohnungsmarkt ist in der Nachfragesteigerung begründet. Die Einwohnerzahl Wiens ist seit 2000 um ~1/3 gestiegen, dieser Anstieg entstand rein durch Immigration. Bezüglich Immigration und Immobilienpreise gibt es in Kanada einige Debatten, die früher oder später auch hierher überschwappen werden.