Die Kunst ist es sie nicht als falsch zu verstehen, sondern als Modelle welche sich der Realität immer mehr annähern. Ein Modell ist nie exakt, immer nur für die Darstellung von gewissen Sachen gut und da kann man zunehmend ins detail gehen.
ist in der psychologie ja ähnlich mit freud. der wird durchgekaut bis zum geht nicht mehr, obwohl
psychoanalyse komplett überholt ist mittlerweile.
aber er war halt der erste der sich dachte „vielleicht kann man psychisch kranken menschen helfen mit ihren problemen und muss sie nicht nur in der psychiatrie verwahren?“ und hat dementsprechend einen hohen stellenwert
Wenn ich in der Stadt von A nach B will schau ich auf eine Karte. Ist das Modell falsch? Na klar! Die Welt ist nicht zweidimensional und es gibt Höhenunterschiede Ok also ein 3D Modell mit Höhenkarte. Ist jetzt richtig oder? Ne, Erdkrümmung ist nicht berücksichtigt. Die Welt ist nicht flach, nimm n Globus. Der bildet die Realität ab. Ok jetzt aber. Naja nein, technisch gesehen ist die Erde nicht vollständig rund. Außerdem dreht sie sich ja.
Ok, aber ich will nur von A nach B. Ich nehm die Karte.
Symbolbild passt nicht, Figuren stehen falsch.
Ich finde auch Grundschüler sollten in Mathe mit Variablen rechnen bevor sie mit natürlichen Zahlen rechnen /s
Als ob das nur da so sei.
Physik: Arbeiten mit Newton.
Mathematik: Wurzel aus -1 ist nicht
Biologie: es gibt Männer XY und Frauen XX
man könnte auch gleich das rixhtige unterrichten.
Keine der Modelle und Theorien sind richtig bzw. vollständig. Es gibt ab initio Theorien in der Quantenmechanik, aber da ist alles größer als ein Wasserstoffatom im Vakuum schon ungenau/falsch
Schonmal versucht sechstklässlern quantenmechanik zu erklären? Darauf läufts nämlich hinaus, wenn man keine “falschen” (sprich:simplere) modelle benutzen will.

In der Schule ist doch eh fast alles nur ein vereinfachtes Modell, das ungefähr in die Richtung vom aktuellen Wissensstand deutet.
wow wie viele Vergleiche hier mit anderen Themen gemacht werden. In keinem fach werden soviele Regeln aufgestellt wir in Chemie. Zu mal zu absolut jeder Regel eine “Kleine” Ausnahme existiert, und man nie weiß auf was man die Regel anwenden darf und auf wass nicht.
In Physik werden modelle als Modelle erklärt in Chemie werden Scheuklappen als Regeln bezeichnet.
Bruder du tust niemandem einen gefallen wenn du einen armen Chemielehrer zwingst zu versuchen 6.Klässlern das Orbitalmodell einzuprügeln
Ihr wollt die Wahrheit? Ihr könnt die Wahrheit gar nicht verkraften!
Mal ehrlich, der mathematisch-physikalische Unterbau dafür ist für alles unterhalb des Studiums viel zu komplex
Ach komm, direkt in der neunten Klasse die Schrödingergleichung fürs Wasserstoffatom lösen und das QM-korrekte Wasserstoffatom bis zur Hyperfeinstruktur erklären, und dann quantenmechanisch erläutern, was Bindungen sind. Was soll schon schiefgehen?
Im Jurastudium dasselbe in grün. 100 Mindermeinungen, die man dann brav auswendig lernen darf. Spätestens im Referendariat dann alles total irrelevant, weil nur noch die Meinung des BGH zählt.
I meinem Biologie Lehrbuch waren Menschen noch in 5 “Rassen” unterteilt.
Das war 2017.
Also das Bohrsche Atommodell ist ja nicht per se falsch, es ist halt nur stark vereinfacht. Einem Sechstklässler das Orbitalmodell nahe zu bringen ist echt schwer. Heisenbergsche Unschärferelation ist eben dann doch etwas over the top.
Siebtklässler: “Was ist ein Spin?”
Chemielehrer: “Das weiß niemand so genau. Vereinfacht gesagt verhält sich das Elektron so als würde es sich um sich selbst drehen. Das Elektron dreht sich aber nicht um sich selbst und ist auch eigentlich eine Welle, zu mindest manchmal und so hundertprozentig wissen wir auch nicht was ein Elektron ist.”
Da ist mir die Mathematik ganz lieb. Entweder es ist richtig oder falsch. Und wir lernen nur richtiges.
Du meinst Modelle, nicht Theorien. So lange man das klar macht, finde ich es vollkommen in Ordnung.
Wenn ich dir auf ein Blatt Papier den Weg zum Bäcker aufmale, weißt du ja auch, dass sich der eigentliche Bäcker nicht auf dem Zettel befindet, sondern das alles nur eine sehr grobe Orientierungshilfe ist.
Ich würde im Religionsunterricht der ersten Klasse auch erstmal mit der Theodizee anfangen.
Wenn man schon gezwungen ist Kinder mit selten im Alltag benötigte Fächern zu beschulen, sollen sie wenigstens maximal davon verwirrt werden.
Ist völlig in Ordnung so. Diese Modelle sind ja nicht komplett falsch, sie haben einfach nur ihre Grenzen. Und ich persönlich finde es ist eine große Hilfe das Orbitalmodell zu verstehen, wenn man bereits das Schalenmodell kennt. Und gerade in der Schule macht es Sinn, da man sonst wahrscheinlich noch mehr Leute von Wissenschaft abschreckt wenn man direkt mit Quantenzahlen und Wellenfunktionen um die Ecke kommt.
Das Orbitalmodell ist übrigens auch fehlerhaft und nur eine Annäherung
das heißt Phlogiston existiert gar nicht??
Mein Gott, das war so anstrengend, alles rückwärts lernen zu müssen. 12 jähriges ich hat den pädagogischen Mehrwert davon nicht schätzen können.
Alle Modelle sind falsch, aber manche sind nützlich. Das Bor’sche Atommodell, newtonische Mechanik oder die Dynamik inkompressibler Gase sind alles nur Näherungen oder einfache Erklärungen, man kommt damit aber bei Berechnungen unter den allermeisten Bedingungen so nah ans korrekte Ergebnis ran, dass der Fehler kleiner als die kumulierten Messfehler der Eingangsgrößen sind. Warum sollte man sich also die extra Arbeit machen, es mit deutlich komplexeren Methoden zu erklären oder berechnen, wenn man am Ende kein besseres Ergebnis bekommt?

Die Alternative wäre halt achtklässlern Quantenmechanik beizubringen und wer die Schrödingergleichung für ein Wasserstoffatom nicht lösen kann, der bleibt eben sitzen.
1. Gibt es keine falschen Theorien. Eine Theorie ist belegt. Ist das noch unklar, ist es eine These.
2. Das was du meinst sind Modelle. Die sind nicht “falsch” sondern vereinfachen einen sehr komplizierten Zusammenhang. Sie sind aus didaktischer Sicht wichtig, um die Zusammenhänge verstehen zu können.
Du kannst einem Baby kein Motoradfahren beibringen. Du startest mit Rücken/Bauchdrehen, dann krabbeln, hochziehen, stehen, gehen, laufen, rennen, laufrad, Fahrrad, größeres Fahrrad, und dann Iwan moped, vespa, usw.
Oder man hat einen dauerbekifften Chemielehrer und lernt in zwei Jahren nur die Verbrennung von Magnesium.
Mg^2+ + O^2- = MgO
edit. das Ganze ist über ein Jahrzehnt her, sorry für den Fehler.
shoutout an u/MutedSherbet.
hier die korrigierte Version:
2Mg^+ + O₂^2- –> 2MgO
Philosophie: Halt mein Bier
Ihr hattet Chemieunterricht?
Man benutzt Modelle und Theorien, um zu versuchen die Natur für den Menschen verständlich und nützlich zu erklären und zu quantifizieren.
Alle Modelle haben ihre Grenzen.
Solange man das im Hinterkopf hat reicht es auch aus, zu sagen, dass Kohlenstoff vier “Hände” hat, um sich mit anderen Atomen zu verbinden, wenn es denn den Schülern hilft, den weitaus komplizierteren Sachverhalt zu erklären.
Man braucht bei Achtklässlern nicht anfangen, Elektonenaufenthaltswahrscheinlichkeiten berechnen zu wollen um damit auf die Bindungsverhältnisse zu schließen.
Ich studiere Chemie, das hört nicht auf, Schrödingergleichung von 1 Elektronenystemen, alles andere ist ne fette Näherung
Die “richtige” Theorie ist auch falsch, sie ist nur die gerade plausibelste. Die Schüler sollen lernen selbst zu überlegen ob eine Theorie plausibel ist oder nicht.
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Die Kunst ist es sie nicht als falsch zu verstehen, sondern als Modelle welche sich der Realität immer mehr annähern. Ein Modell ist nie exakt, immer nur für die Darstellung von gewissen Sachen gut und da kann man zunehmend ins detail gehen.
ist in der psychologie ja ähnlich mit freud. der wird durchgekaut bis zum geht nicht mehr, obwohl
psychoanalyse komplett überholt ist mittlerweile.
aber er war halt der erste der sich dachte „vielleicht kann man psychisch kranken menschen helfen mit ihren problemen und muss sie nicht nur in der psychiatrie verwahren?“ und hat dementsprechend einen hohen stellenwert
Wenn ich in der Stadt von A nach B will schau ich auf eine Karte. Ist das Modell falsch? Na klar! Die Welt ist nicht zweidimensional und es gibt Höhenunterschiede Ok also ein 3D Modell mit Höhenkarte. Ist jetzt richtig oder? Ne, Erdkrümmung ist nicht berücksichtigt. Die Welt ist nicht flach, nimm n Globus. Der bildet die Realität ab. Ok jetzt aber. Naja nein, technisch gesehen ist die Erde nicht vollständig rund. Außerdem dreht sie sich ja.
Ok, aber ich will nur von A nach B. Ich nehm die Karte.
Symbolbild passt nicht, Figuren stehen falsch.
Ich finde auch Grundschüler sollten in Mathe mit Variablen rechnen bevor sie mit natürlichen Zahlen rechnen /s
Als ob das nur da so sei.
Physik: Arbeiten mit Newton.
Mathematik: Wurzel aus -1 ist nicht
Biologie: es gibt Männer XY und Frauen XX
man könnte auch gleich das rixhtige unterrichten.
Keine der Modelle und Theorien sind richtig bzw. vollständig. Es gibt ab initio Theorien in der Quantenmechanik, aber da ist alles größer als ein Wasserstoffatom im Vakuum schon ungenau/falsch
Schonmal versucht sechstklässlern quantenmechanik zu erklären? Darauf läufts nämlich hinaus, wenn man keine “falschen” (sprich:simplere) modelle benutzen will.

In der Schule ist doch eh fast alles nur ein vereinfachtes Modell, das ungefähr in die Richtung vom aktuellen Wissensstand deutet.
wow wie viele Vergleiche hier mit anderen Themen gemacht werden. In keinem fach werden soviele Regeln aufgestellt wir in Chemie. Zu mal zu absolut jeder Regel eine “Kleine” Ausnahme existiert, und man nie weiß auf was man die Regel anwenden darf und auf wass nicht.
In Physik werden modelle als Modelle erklärt in Chemie werden Scheuklappen als Regeln bezeichnet.
Bruder du tust niemandem einen gefallen wenn du einen armen Chemielehrer zwingst zu versuchen 6.Klässlern das Orbitalmodell einzuprügeln
Ihr wollt die Wahrheit? Ihr könnt die Wahrheit gar nicht verkraften!
Mal ehrlich, der mathematisch-physikalische Unterbau dafür ist für alles unterhalb des Studiums viel zu komplex
Ach komm, direkt in der neunten Klasse die Schrödingergleichung fürs Wasserstoffatom lösen und das QM-korrekte Wasserstoffatom bis zur Hyperfeinstruktur erklären, und dann quantenmechanisch erläutern, was Bindungen sind. Was soll schon schiefgehen?
Im Jurastudium dasselbe in grün. 100 Mindermeinungen, die man dann brav auswendig lernen darf. Spätestens im Referendariat dann alles total irrelevant, weil nur noch die Meinung des BGH zählt.
I meinem Biologie Lehrbuch waren Menschen noch in 5 “Rassen” unterteilt.
Das war 2017.
Also das Bohrsche Atommodell ist ja nicht per se falsch, es ist halt nur stark vereinfacht. Einem Sechstklässler das Orbitalmodell nahe zu bringen ist echt schwer. Heisenbergsche Unschärferelation ist eben dann doch etwas over the top.
Siebtklässler: “Was ist ein Spin?”
Chemielehrer: “Das weiß niemand so genau. Vereinfacht gesagt verhält sich das Elektron so als würde es sich um sich selbst drehen. Das Elektron dreht sich aber nicht um sich selbst und ist auch eigentlich eine Welle, zu mindest manchmal und so hundertprozentig wissen wir auch nicht was ein Elektron ist.”
Da ist mir die Mathematik ganz lieb. Entweder es ist richtig oder falsch. Und wir lernen nur richtiges.
Du meinst Modelle, nicht Theorien. So lange man das klar macht, finde ich es vollkommen in Ordnung.
Wenn ich dir auf ein Blatt Papier den Weg zum Bäcker aufmale, weißt du ja auch, dass sich der eigentliche Bäcker nicht auf dem Zettel befindet, sondern das alles nur eine sehr grobe Orientierungshilfe ist.
Ich würde im Religionsunterricht der ersten Klasse auch erstmal mit der Theodizee anfangen.
Wenn man schon gezwungen ist Kinder mit selten im Alltag benötigte Fächern zu beschulen, sollen sie wenigstens maximal davon verwirrt werden.
Ist völlig in Ordnung so. Diese Modelle sind ja nicht komplett falsch, sie haben einfach nur ihre Grenzen. Und ich persönlich finde es ist eine große Hilfe das Orbitalmodell zu verstehen, wenn man bereits das Schalenmodell kennt. Und gerade in der Schule macht es Sinn, da man sonst wahrscheinlich noch mehr Leute von Wissenschaft abschreckt wenn man direkt mit Quantenzahlen und Wellenfunktionen um die Ecke kommt.
Das Orbitalmodell ist übrigens auch fehlerhaft und nur eine Annäherung
das heißt Phlogiston existiert gar nicht??
Mein Gott, das war so anstrengend, alles rückwärts lernen zu müssen. 12 jähriges ich hat den pädagogischen Mehrwert davon nicht schätzen können.
Alle Modelle sind falsch, aber manche sind nützlich. Das Bor’sche Atommodell, newtonische Mechanik oder die Dynamik inkompressibler Gase sind alles nur Näherungen oder einfache Erklärungen, man kommt damit aber bei Berechnungen unter den allermeisten Bedingungen so nah ans korrekte Ergebnis ran, dass der Fehler kleiner als die kumulierten Messfehler der Eingangsgrößen sind. Warum sollte man sich also die extra Arbeit machen, es mit deutlich komplexeren Methoden zu erklären oder berechnen, wenn man am Ende kein besseres Ergebnis bekommt?

Die Alternative wäre halt achtklässlern Quantenmechanik beizubringen und wer die Schrödingergleichung für ein Wasserstoffatom nicht lösen kann, der bleibt eben sitzen.
1. Gibt es keine falschen Theorien. Eine Theorie ist belegt. Ist das noch unklar, ist es eine These.
2. Das was du meinst sind Modelle. Die sind nicht “falsch” sondern vereinfachen einen sehr komplizierten Zusammenhang. Sie sind aus didaktischer Sicht wichtig, um die Zusammenhänge verstehen zu können.
Du kannst einem Baby kein Motoradfahren beibringen. Du startest mit Rücken/Bauchdrehen, dann krabbeln, hochziehen, stehen, gehen, laufen, rennen, laufrad, Fahrrad, größeres Fahrrad, und dann Iwan moped, vespa, usw.
Oder man hat einen dauerbekifften Chemielehrer und lernt in zwei Jahren nur die Verbrennung von Magnesium.
Mg^2+ + O^2- = MgO
edit. das Ganze ist über ein Jahrzehnt her, sorry für den Fehler.
shoutout an u/MutedSherbet.
hier die korrigierte Version:
2Mg^+ + O₂^2- –> 2MgO
Philosophie: Halt mein Bier
Ihr hattet Chemieunterricht?
Man benutzt Modelle und Theorien, um zu versuchen die Natur für den Menschen verständlich und nützlich zu erklären und zu quantifizieren.
Alle Modelle haben ihre Grenzen.
Solange man das im Hinterkopf hat reicht es auch aus, zu sagen, dass Kohlenstoff vier “Hände” hat, um sich mit anderen Atomen zu verbinden, wenn es denn den Schülern hilft, den weitaus komplizierteren Sachverhalt zu erklären.
Man braucht bei Achtklässlern nicht anfangen, Elektonenaufenthaltswahrscheinlichkeiten berechnen zu wollen um damit auf die Bindungsverhältnisse zu schließen.
Ich studiere Chemie, das hört nicht auf, Schrödingergleichung von 1 Elektronenystemen, alles andere ist ne fette Näherung
Die “richtige” Theorie ist auch falsch, sie ist nur die gerade plausibelste. Die Schüler sollen lernen selbst zu überlegen ob eine Theorie plausibel ist oder nicht.
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