
Schule am Niederrhein: Krankgeschriebene Lehrerin soll als Heilpraktikerin gearbeitet und Startup gegründet haben
by mcflym1

Schule am Niederrhein: Krankgeschriebene Lehrerin soll als Heilpraktikerin gearbeitet und Startup gegründet haben
by mcflym1
37 comments
Kleiner Nachschlag zu unserer kranken Lehrerin.
Wie kann das denn passieren
Das ist natürlich wirklich ein sehr absurder Fall und wenn es stimmt, dass sie nebenher gearbeitet, ein StartUp gegründet hat und zusätzlich versucht mit allen Mitteln die Amtsarztuntersuchung zu umgehen, sieht das leider sehr nach bewusstem Arbeitszeitbetrug aus.
Spätestens das müsste doch dienstrechtlich sanktionierbar sein?
Neben dem offensichtlichen Betrug, sich krankschreiben zu lassen, nebenbei dann aber doch zusätzlich arbeiten zu können, muss der Dienstherr Nebentätigkeiten genehmigen.
Da bewegt man sich dann jetzt schon im Bereich des Betrugs, oder?
Und wieder so eine Querdenker-Scheiße.
Immer und immer und immer wieder. Es nimmt kein Ende.
Leider werden diese sehr seltenen Einzelfälle von der Presse verwendet, um unsere bereits prekären Arbeitsrechte noch mehr zu erodieren…
> „Das ist wirklich besorgniserregend“ Deutscher Beamtenbund fordert zusätzliche Beamte
Hier wurde ja der passende Artikel verlinkt…
Schadensersatz möglich?
Das ist also dieses “overemployment”, wovon in der Hustler-Kultur gesprochem wird. /s
Eine Nebentätigkeit bei Beamten muss der Dienstherr genehmigen. Entweder die Nebentätigkeit war nicht genehmigt, was ein Dienstvergehen der Lehrerin wäre oder die Nebentätigkeit war genehmigt. Im letzteren Fall hat jemand die Genehmigung dann wohl erteilt, obwohl die Lehrerin angeblich zu krank war, ihre Haupttätigkeit auszuüben.
Der Fall zeugt einerseits von Inkompetenz des Dienstherrn, dem 16 Jahre lang nicht aufgefallen ist, dass die Lehrerin dauerkrank bei vollen Bezügen ist. Spätesten im ersten Jahr hätte eine amtsärztliche Untersuchung zur Prüfung der dauerhaften Dienstunfähigkeit angeordnet werden müssen.
Andererseits sieht das mittlerweile auch einfach nach krimineller Energie seitens der Lehrerin aus. Wer als Heilpraktikerin arbeiten und sogar ein Unternehmen gründen kann, der kann eigentlich nicht arbeitsunfähig sein. Demnach sind hier wohl vorsätzlich falsche Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen vorgelegt worden. An dieser Stelle sollten Staatsanwaltschaft und Dienstherr Ermittlungen einleiten, um zu prüfen, ob man die Frau wegen eines schwerwiegenden Dienstvergehens (Betrug) aus dem Beamtenverhältnis entfernen muss.
Beim Dienstherrn sollte ermittelt werden, ob dieser Sachverhalt eine Untreue darstellt.
Und die Ärztekammer sollte sich mal anschauen, was für Ärzte eigentlich diese Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen ausgestellt haben.
Naja, man darf ja alles machen, was der Genesung nicht im Wege steht. Vielleicht war das Startup und das Heilpraktiker-Dasein sehr wichtig für ihre Psyche, die ist im Heilungsprozess wesentlich! /s
Die beste unter allen Arbeitszeitbetrüger*innen
Und das ist dem Dienstherren und all ihren Kolleg*innen in all den 16 Jahren nicht bekannt gewesen? 🤔
Braucht man da nicht eh Zustimmung durch AG?
Was sagt eigentlich der Arzt/Ärztin, welcher die AU zu verantworten hat?
Die Story ist ja wie ein Fortsetzungsroman. Bin gespannt was morgen passiert, vielleicht stellt sich heraus, dass alles ein Komplott ihrer bösen Zwillingsschwester ist
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Macherin.
Das wird ja immer bunter
Kanzlerkandidaten dürfen ihre Noten auswürfeln, Kanzler erinnern sich an tausende Bankgespräche nicht mehr, Minister:innen wechseln munter vom Amt in Unternehmen, ehrliche Politiker:innen werden aus dem Betrieb herausgeekelt, während Würste essen als Form der Interessensvertretung ausreicht. Und jetzt das hier. Warum reagieren so viele Vertreter des Staates mit Resignation und Schulterzucken anstatt sich zu erzürnen, dass der Eindruck erweckt wird, dass Egoismus und Korrumpiertheit anscheinend Einstellungsvoraussetzungen in Deutschland geworden sind?
Was für ne Macherin.
Der Traum von r/finanzen
Oho. Da kommt eine fette, fette Besoldungsrückforderung auf jemanden zu. Und evtl. Knast. Und die PKV wird da ggf. auch abgewickelt werden.
“Im Kollegenkreis erzählte man sich, dass die Frau, obwohl sie krankgeschrieben war, in einer Heilpraktiker-Praxis gearbeitet haben soll.”
Die Frage ist natürlich seit wann man sich das im Kollegenkreis erzählt hat und wenn das schon länger bekannt war, warum das dann tatsächlich niemand nach oben gemeldet hat. Einer Kollegin, sie seit Jahren krank gemeldet ist, aber nebenher arbeitet bin ich als Kollegin nichts schuldig.
> … etwa 5000 und 6100 Euro brutto im Monat….
Traumhaft. Wo muss ich unterschreiben?
Ich hoffe, die muss was davon zurückzahlen. Immerhin waren andere berufliche Tätigkeiten kein Problem.
Wahrscheinlich war ihr langweilig.
Mal ne interessierte Frage zu der Thematik: angenommen, die war wirklich in einer Art und Weise krank geschrieben, die zwar eine Beschäftigung als Lehrerin nicht möglich gemacht hätte, ihre Nebenbeschäftigungen aber schon und blenden wir mal aus, dass das eh genehmigt hätte werden müssen. Gibts keine Bestrebungen im Beamtenwesen, dass solche Staatsdiener einer anderen Funktion zugeteilt werden? Wenn man wirklich keine Chance hat, in dem eigentlichen Beruf zu arbeiten jemals wieder zu arbeiten, darf dann der Staat nicht eine passende Position finden?
Die Details um diese Geschichte werden ja immer abstruser…
1. Lehrerin seit 15 Jahren krankgeschrieben – Merkwürdig…
2. Lehrerin klagt gegen Gesundheitsuntersuchung – Dreist…
3. Dienstherr hat Lehrerin vergessen – Unglaublich…
4. Kollegen haben noch nie von Lehrerin gehört – Wie bitte?
5. Krankgeschriebene Lehrerin hat gearbeitet und Startup gegründet – WTF?!!
Hoffentlich muss die alte alles zurück zahlen und verliert alle Ansprüche auf Pension etc.
Ich würd sagen sie zahlt halt die Gehälter der letzten 15 Jahre zurück?
>Anders als Angestellte können Beamte auch in langen Phasen mit Krankheit ganz normal weiterbezahlt werden.
Moment Mal. Angestellte können auch weiterbezahlt werden bei langer Erkrankung. Macht nur kaum ein Arbeitgeber.
Lese ich das so richtig, dass die Lehrerin dagegen geklagt hat, dass sie nach 15 Jahren Krankschreibung zum Amtsarzt gesendet wurde, verloren hat, und dann gegen das Urteil auch noch Beschwerde eingelegt hat?
Mal abgesehen von der absoluten Dreistigkeit, hatte sie eine realistische Chance in ihrer Klage? Hatte sie nach 15 Jahren eine Art Gewohnheitsrecht, nicht zum Amtsarzt zu müssen?
>Ein ehemaliger Kollege der Frau erklärte gegenüber unserer Redaktion, dass die Lehrerin im Bereich Gesundheit und Soziales unterrichtet habe, dann aber dauerhaft krank gewesen sei.
Gesundheit und Soziales 😀
Comedy Gold!
Das wird einfach immer besser
ganz schön raffiniert. 5-6k Netto vom Steuerzahler, dann noch Heilpraktikerin + Start ups 😂
Solche Lehrer, nicht in dem absurden Ausmaß, gibt es an jeder Schule. Also unironisch an jeder. Als Schüler hatte jeder den Lehrer, der immer gefehlt hat. Als Eltern hat man den Lehrer, der in der Schule des Kindes ständig fehlt. Manchmal weiß man nicht mal was von dem Lehrer, weil der seit Jahren fast nie da ist.
Das Beamtentum bietet einfach reichlich Missbrauchspotenzial wenn man keine Skrupel hat und als Lehrer steigst du mit A13 nach relativ entspanntem Studium ein, dadrauf kann man ein entspanntes Leben führen. Bei Leuten die sich von A9 über Jahrzehnte hochgearbeitet haben oder Juristen, die ebenfalls mit A13 einsteigen aber ein ungleich schwereres Studium hinter sich haben, ist der Anreiz einfach niedriger.
Hatte ja Zeit.
Bin ich überrascht, dass sowas passiert…. Ja. Bin ich überrascht, dass sowas in Wesel passiert…. Nein.
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