
Der Raketenhersteller Isar Aerospace erhält Aufträge von der ESA. (IMAGO / imagebroker / IMAGO / imageBROKER / Timon Schneider)
Europa im Rückstand
Ähnlich zur Informationstechnologie ist Europa in den vergangenen Jahren auch in der Raumfahrt ins Hintertreffen geraten. Nach Zahlen des Luft- und Raumfahrt-Bundesverbands BDLI starteten die USA im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte von weltweit 220 zivilen und militärischen Trägerraketen mit Satelliten und anderer Nutzlast an Bord. China schoss 67 Raketen ins All, Russland 20, und Indien 7. Europa war demnach mit 4 Raketenstarts Schlusslicht.
Ursache sind die jahrelangen Verzögerungen bei der Entwicklung der Trägerrakete “Ariane 6”, die im Auftrag der ESA entwickelt wurde. Ein Profiteur der Entwicklung ist der US-Milliardär Elon Musk: Europäische Satelliten werden derzeit häufig von Musks Raumfahrtunternehmen Space X in die Umlaufbahn befördert.
Diese Nachricht wurde am 27.08.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.