Die Ukraine will mit den USA und europäischen Staaten die lahmenden Bemühungen für ein Ende des russischen Invasionskrieges erörtern. Er erwarte «mehrere Treffen an verschiedenen Orten» mit europäischen Staats- und Regierungschefs für die kommende Woche, sagte Präsident Wolodymyr Selenskyj am Freitag in Kiew. Sein Büroleiter Andrij Jermak werde noch am Freitag in New York mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff die Vorbereitungen für kommende Treffen besprechen.
Selenskyj sagte, ukrainische Unterhändler hätten versucht, den Friedensprozess in Gesprächen in Katar, Saudi-Arabien, der Türkei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Schweiz und den USA voranzubringen. Russland engagiere sich jedoch nicht konstruktiv und ziehe die Verhandlungen in die Länge. Das Argument Russlands, die Grundlagen für eine mögliche Friedensregelung müssten bereits vor einem Gipfeltreffen zwischen ihm und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ausgearbeitet sein, sei künstlich. «Sie wollen den Vereinigten Staaten vormachen, sie seien konstruktiv. Aber sie sind nicht konstruktiv», sagte Selenskyj. «Meiner Meinung nach müssen die Chefs dringend einbezogen werden, um Vereinbarungen zu treffen.»