Man muss sich ja nur die Schaumweinsteuer anschauen, wird wahrscheinlich nochmal 100 Jahre dauern bis die Flotte fertig ist.
Da wird’s wahrscheinlich wieder heiße Debatten geben, aber wenn es so viele gibt die gar nichts einbringen oder sogar ein Minusgeschäft sind, dann wird es ja mindestens eine handvolle geben die ohne jegliche Debatte schnellmöglichst abgeschafft werden können.
Das wäre relevant, wenn Einnahmen der einzige Grund für das Erheben von Steuern wären – ist zwar der Hauptgrund, aber nicht der einzige.
Das erinnert mich an die Geschichte des englischen (?) Strafrechts, wo irgendwann sinngemäß gesagt wurde “Hier blickt keine Sau mehr durch und bei der Hälfte ist das Gesetz nicht das, was man erwarten würde – wir machen einmal alles neu.”
Hier wäre ein ähnlicher Fall, bei dem man sich auch mal fragen könnte, ob man nicht einfach mal die Schere ansetzt. Man verkündet fröhlich “Wir schaffen ganz viele Steuern ab!”, macht sich beliebt und es hat quasi keinen Einfluss auf den Haushalt. Gut, “abschreckende” Steuern stehen evtl auf einem anderen Blatt. Und ob man das so einfach verkaufen kann, wenn man sich grade groß auf die Fahnen geschrieben hat “Wir müssen den Gürtel enger schnallen, ihr faulen Säcke!” ist nochmal eine andere Frage…
Ich vermute das manche Steuern und Regelungen auch einfach dafür da sind das man die Lücken nicht ausnutzen kann. Wenn es sich nicht um die erwähnten reactionären Steuern handelt . Jede Steuer Regelung einzeln zu betrachten kann schwierig sein.
Einerseits richtig, da werden sicher ein paar sinnlose Steuern dabei sein.
Andererseits geht es bei Steuern ja nicht immer und ausschließlich nur darum, dem Staat Geld einzubringen, sondern auch darum, wie der Name schon sagt, Dinge zu steuern.
Daher sollte der Blick hier nicht nur rein auf die Frage gehen “Wie viel Geld bringt dem Staat diese Steuer ein?” sondern auch “Was soll mit dieser Steuer erreicht werden und was würde passieren, wenn man sie einfach abschafft?”
Edit: Bestes Beispiel ist hier die im Artikel erwähnte Alkopop-Steuer. Diese wurde damals eingeführt, um diese Getränke unattraktiv zu machen. Das hat so gut funktioniert, dass der Markt nun quasi tot ist. Würde man die nun ersatzlos abschaffen, gäbe es möglicherweise eine Alkopop-Renaissance und in 5 Jahren beschweren sich wieder alle über Jugendliche, die zu viel trinken.
Hier könnte aber denkbar sein, etwa die Steuer abzuschaffen, aber gleichzeitig die Alkopops komplett zu verbieten.
1.) Nicht bei allen Steuern geht es primär um die Einnahmen
2.) Wir können auch viele wenig relevante Steuern abschaffen, da muss mann dann aber sehr vorsichtig sein, oder wir werden dabei noch mehr Steuerschlupflöcher schaffen als wir sowieso schon haben
Wenn wir was ändern, dann vielleicht erstmal die Löcher schließen durch die die Reichen jedes Jahr über hunderd Milliarden stehlen, dann können wir uns es leisten den Rest genau anzuschauen.
Ich finde die Zahlen schon sehr stark verzerrt. Da wird einerseits davon gesprochen, dass 3,7 Millarden 0.4% der Steuereinnahmen aus machen, dies deutet darauf hin, dass die gesamt Bundessteuern gemeint sind. Andererseits geht es bei einem Beispiel um die Schankerlaubnissteuer die eine Kommunale Steuer ist, die mit den gesamten Bundeseinnahmen nichts zu tun hat. Ein Wegfall dieser kleinsten Steuer würde zu einem Mehraufwand bei der Unterstützung der Kommunen durch den Bund führen müssen, was die Reduzierung des Aufwandes durch ebenjenen Wegfall schmälern würde. Außerdem müssten sowieso diese Steuereinnahmen in relation zu den Kommunalen Einnahmen gesetzt wären wo man wieder bei einem höheren Anteil wäre.
Bagatellsteuern sollte man dringend überarbeiten, aber natürlich ist Steuerpolitik auch Ordnungspolitik. Nur weil eine Steuer nicht lukrativ ist, heißt das nicht pauschal, dass sie sinnlos ist. Die Alkopopsteuer, die ja im Artikel erwähnt wird, ist da definitiv ein gutes Beispiel für. Da geht‘s schlicht um die Lenkungswirkung.
Gerade bei solchen Steuern, die eine Lenkungswirkung haben sollen, muss man natürlich finanziell auch weiter schauen. Bspw. dass wenn der Konsum von Alkohol dadurch sinkt, natürlich auch Folgekosten vermieden werden. Das zeigt sich ja an ganz anderer Stelle. Auch wenn der finanzielle Part da ja keine Rolle spielen sollte. Ich meine es ist ja auch bei kleinen Ordnungswidrigkeiten meistens teurer ein Bußgeld von 10€ auszusprechen als das nicht zu tun. Da arbeiten wir ja auch mit derselben Logik der Lenkungswirkung, wenn auch als Strafe, nicht als Konsumsteuer.
Steuern sollten meiner Meinung nach auch nicht als Einnahmequelle gesehen werden, sondern als “Steuer”mechanismus, um ein gewünschtes Verhalten zu erzielen.
Im Prinzip ist das komplett egal. Steuern sind im ursprünglichen Sinne nicht primär dazu da, um Einnahmen zu generieren. Wenn eine Steuer nur 0,0001% des Haushaltes finanziert, mit mittlerem Aufwand verwaltet werden muss, aber sehr gut dafür sorgt, dass ein gesellschaftlich unerwünschtes Verhalten teurer und damit bedeutend unattraktiver wird, dann erfüllt sie ihren Zweck.
Schafft aber Arbeit für die Steuerberater.
Meh. Also ich bin für Bürokratieabbau aber der Artikel ist schon sehr dünn.
1. Die 20 kleinsten Steuern liegen absolut immer noch bei 3,7 Mrd. Euro. Dafür kann der Staat schon ein paar Leute anstellen um das zu managen. Und wenn er’s dann noch automatisieren würde, noch besser. Generell würde es wohl mehr Sinn machen, diese kleinen Steuern halt maximal einfach und paschalisiert auszugestalten, sodass viel Automatisierung möglich ist.
2. Man könnte das ganze auch relativ umdrehen: Sind die “kleinen” Steuern wirklich so klein oder wird bspw. Arbeitslohn übermäßig stark besteuert und hat deshalb so einen hohen Anteil?
3. Das Beispiel Schankerlaubnissteuer hinkt aus 2 Gründen: 1. Fließen die Steuereinnahmen ja scheinbar an die ohnehin alle chronisch klammen Kommunen und nicht direkt an den Bund. Für die Kommunen ist die Steuer daher also wohl wichtig. 2. Scheint der Aufwand hier ja wieder mal v.a. daran zu liegen, dass die Kommunen unfähig sind, sich auf ein einheitliches Besteuerungssystem zu einigen. Hier liegt das Problem also wieder mal in der Kleinstaaterei.
4. Beispiel Alkopopsteuer: Eine Steuer, deren Zweck ist, etwas (Alkopops) weniger attraktiv zu machen hat also dazu geführt, dass das entsprechende Gut weniger konsumiert wird, womit die Steuereinnahmen darauf sinken? Wo ist da jetzt das Problem. Hier könnte eher eine Abschaffung Sinn machen, weil der rückläufige Konsum möglicherweise auch darauf zurückgeht, dass die junge Generation ja scheinbar angeblich weniger Alkohol trinkt.
„Jede Kommune muss sich eine eigene Satzung überlegen, um diese Steuer zu erheben. Und zwar mit beträchtlichen Unterschieden. So können die Kommunen sich nicht mal darauf einigen, was da genau besteuert wird. Vom Umsatz über das verkaufte Getränke-Volumen bis hin zur Lokalfläche gibt es zahlreiche Varianten. Weil die Steuer überall anders funktioniert, muss auch jedes Mal ein eigenes Computersystem und ein eigener Prozess entwickelt werden“
Aber das mögen die Deutschen doch. Satzungen schreiben, Prozesse designen. Wie ein Spielplatz 🛝 Macht einfach so viel Spaß, dass jede Kommune ihr eigenes System hat
An alle, die hier immer wieder schreiben, dass Steuern “wie der Name ja schon sagt dazu da sind, Konsum und Verhalten zu steuern.”: Nein. Die Lenkungsabgaben sind vergleichsweise eine eher neue Entwicklung. Hier mal der Abschnitt zur Etymologie von Wikipedia:
>Das Wort „Steuer“ geht auf althochdeutsch stiura ‘Stütze; Unterstützung; Steuerruder’, ab etwa 900 auch ‘regelmäßige Geldabgabe an die Obrigkeit’ zurück. Verwandt sind altniederdeutsch [heri]stiuria ‘[Heeres]sold’, altenglisch steor ‘Lenkung, Anordnung, Verordnung, Strafe’ und (mit Ablaut) altnordisch staurr ‘Stange’. Die Ausgangsbedeutung ‘(stützender) Pfahl, Stock’ entwickelte sich somit über die Zwischenbedeutung ‘Unterstützung, helfende Abgabe’ zu ‘obligatorische Geldabgabe an den Staat’. Die Zwischenbedeutung ‘Unterstützung’ wurde nach dem 16. Jahrhundert selten.
Mein Bruder ist Steuerberater. Dem bringen die ganzen Steuerarten viele Einnahmen.
Das Steuersystem so wie es ist, begünstigt Steuerberater und Reiche Menschen die sich gute Steuerberater leisten könne. Radikale Vereinfachung wäre eine gute Lösung die aber mit modernen Machtverhältnissen unmöglich geworden ist.
Die Brennelementesteuer dürfte da mittlerweile auch drunter fallen oder?
ich frage mich warum man nicht ein Gesetz beschließen kann, welches Steuern verbietet welche weniger einbringen als sie kosten. So würden dann Gerichte durch setzen diese ganzen blöden Kleinststeuern abzuschaffen.
Einfach mal mutig sein und streichen. Gesetz raus 2026 weg. Is doch nich so schwer.
Ich hab ein unbebautes Grundstück und zahle darauf trotz 420% Hebesatz 23€ Grundsteuer im Jahr. Was genau diese Steuer bringen soll ist mir schleierhaft.
Steuern sind ja auch zum „Steuern“ und nicht nur als Einnahme.
Da wird nämlich mal ein Gedankenexperiment aufgestellt wie man mit deutlich weniger Bürokratieaufwand als wir aktuell betreiben ein deutlich gerechteres Staatshaushaltierungssystem aufsetzen könnte.
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Man muss sich ja nur die Schaumweinsteuer anschauen, wird wahrscheinlich nochmal 100 Jahre dauern bis die Flotte fertig ist.
Da wird’s wahrscheinlich wieder heiße Debatten geben, aber wenn es so viele gibt die gar nichts einbringen oder sogar ein Minusgeschäft sind, dann wird es ja mindestens eine handvolle geben die ohne jegliche Debatte schnellmöglichst abgeschafft werden können.
Das wäre relevant, wenn Einnahmen der einzige Grund für das Erheben von Steuern wären – ist zwar der Hauptgrund, aber nicht der einzige.
Das erinnert mich an die Geschichte des englischen (?) Strafrechts, wo irgendwann sinngemäß gesagt wurde “Hier blickt keine Sau mehr durch und bei der Hälfte ist das Gesetz nicht das, was man erwarten würde – wir machen einmal alles neu.”
Hier wäre ein ähnlicher Fall, bei dem man sich auch mal fragen könnte, ob man nicht einfach mal die Schere ansetzt. Man verkündet fröhlich “Wir schaffen ganz viele Steuern ab!”, macht sich beliebt und es hat quasi keinen Einfluss auf den Haushalt. Gut, “abschreckende” Steuern stehen evtl auf einem anderen Blatt. Und ob man das so einfach verkaufen kann, wenn man sich grade groß auf die Fahnen geschrieben hat “Wir müssen den Gürtel enger schnallen, ihr faulen Säcke!” ist nochmal eine andere Frage…
Ich vermute das manche Steuern und Regelungen auch einfach dafür da sind das man die Lücken nicht ausnutzen kann. Wenn es sich nicht um die erwähnten reactionären Steuern handelt . Jede Steuer Regelung einzeln zu betrachten kann schwierig sein.
Einerseits richtig, da werden sicher ein paar sinnlose Steuern dabei sein.
Andererseits geht es bei Steuern ja nicht immer und ausschließlich nur darum, dem Staat Geld einzubringen, sondern auch darum, wie der Name schon sagt, Dinge zu steuern.
Daher sollte der Blick hier nicht nur rein auf die Frage gehen “Wie viel Geld bringt dem Staat diese Steuer ein?” sondern auch “Was soll mit dieser Steuer erreicht werden und was würde passieren, wenn man sie einfach abschafft?”
Edit: Bestes Beispiel ist hier die im Artikel erwähnte Alkopop-Steuer. Diese wurde damals eingeführt, um diese Getränke unattraktiv zu machen. Das hat so gut funktioniert, dass der Markt nun quasi tot ist. Würde man die nun ersatzlos abschaffen, gäbe es möglicherweise eine Alkopop-Renaissance und in 5 Jahren beschweren sich wieder alle über Jugendliche, die zu viel trinken.
Hier könnte aber denkbar sein, etwa die Steuer abzuschaffen, aber gleichzeitig die Alkopops komplett zu verbieten.
1.) Nicht bei allen Steuern geht es primär um die Einnahmen
2.) Wir können auch viele wenig relevante Steuern abschaffen, da muss mann dann aber sehr vorsichtig sein, oder wir werden dabei noch mehr Steuerschlupflöcher schaffen als wir sowieso schon haben
Wenn wir was ändern, dann vielleicht erstmal die Löcher schließen durch die die Reichen jedes Jahr über hunderd Milliarden stehlen, dann können wir uns es leisten den Rest genau anzuschauen.
Ich finde die Zahlen schon sehr stark verzerrt. Da wird einerseits davon gesprochen, dass 3,7 Millarden 0.4% der Steuereinnahmen aus machen, dies deutet darauf hin, dass die gesamt Bundessteuern gemeint sind. Andererseits geht es bei einem Beispiel um die Schankerlaubnissteuer die eine Kommunale Steuer ist, die mit den gesamten Bundeseinnahmen nichts zu tun hat. Ein Wegfall dieser kleinsten Steuer würde zu einem Mehraufwand bei der Unterstützung der Kommunen durch den Bund führen müssen, was die Reduzierung des Aufwandes durch ebenjenen Wegfall schmälern würde. Außerdem müssten sowieso diese Steuereinnahmen in relation zu den Kommunalen Einnahmen gesetzt wären wo man wieder bei einem höheren Anteil wäre.
Bagatellsteuern sollte man dringend überarbeiten, aber natürlich ist Steuerpolitik auch Ordnungspolitik. Nur weil eine Steuer nicht lukrativ ist, heißt das nicht pauschal, dass sie sinnlos ist. Die Alkopopsteuer, die ja im Artikel erwähnt wird, ist da definitiv ein gutes Beispiel für. Da geht‘s schlicht um die Lenkungswirkung.
Gerade bei solchen Steuern, die eine Lenkungswirkung haben sollen, muss man natürlich finanziell auch weiter schauen. Bspw. dass wenn der Konsum von Alkohol dadurch sinkt, natürlich auch Folgekosten vermieden werden. Das zeigt sich ja an ganz anderer Stelle. Auch wenn der finanzielle Part da ja keine Rolle spielen sollte. Ich meine es ist ja auch bei kleinen Ordnungswidrigkeiten meistens teurer ein Bußgeld von 10€ auszusprechen als das nicht zu tun. Da arbeiten wir ja auch mit derselben Logik der Lenkungswirkung, wenn auch als Strafe, nicht als Konsumsteuer.
Steuern sollten meiner Meinung nach auch nicht als Einnahmequelle gesehen werden, sondern als “Steuer”mechanismus, um ein gewünschtes Verhalten zu erzielen.
Im Prinzip ist das komplett egal. Steuern sind im ursprünglichen Sinne nicht primär dazu da, um Einnahmen zu generieren. Wenn eine Steuer nur 0,0001% des Haushaltes finanziert, mit mittlerem Aufwand verwaltet werden muss, aber sehr gut dafür sorgt, dass ein gesellschaftlich unerwünschtes Verhalten teurer und damit bedeutend unattraktiver wird, dann erfüllt sie ihren Zweck.
Schafft aber Arbeit für die Steuerberater.
Meh. Also ich bin für Bürokratieabbau aber der Artikel ist schon sehr dünn.
1. Die 20 kleinsten Steuern liegen absolut immer noch bei 3,7 Mrd. Euro. Dafür kann der Staat schon ein paar Leute anstellen um das zu managen. Und wenn er’s dann noch automatisieren würde, noch besser. Generell würde es wohl mehr Sinn machen, diese kleinen Steuern halt maximal einfach und paschalisiert auszugestalten, sodass viel Automatisierung möglich ist.
2. Man könnte das ganze auch relativ umdrehen: Sind die “kleinen” Steuern wirklich so klein oder wird bspw. Arbeitslohn übermäßig stark besteuert und hat deshalb so einen hohen Anteil?
3. Das Beispiel Schankerlaubnissteuer hinkt aus 2 Gründen: 1. Fließen die Steuereinnahmen ja scheinbar an die ohnehin alle chronisch klammen Kommunen und nicht direkt an den Bund. Für die Kommunen ist die Steuer daher also wohl wichtig. 2. Scheint der Aufwand hier ja wieder mal v.a. daran zu liegen, dass die Kommunen unfähig sind, sich auf ein einheitliches Besteuerungssystem zu einigen. Hier liegt das Problem also wieder mal in der Kleinstaaterei.
4. Beispiel Alkopopsteuer: Eine Steuer, deren Zweck ist, etwas (Alkopops) weniger attraktiv zu machen hat also dazu geführt, dass das entsprechende Gut weniger konsumiert wird, womit die Steuereinnahmen darauf sinken? Wo ist da jetzt das Problem. Hier könnte eher eine Abschaffung Sinn machen, weil der rückläufige Konsum möglicherweise auch darauf zurückgeht, dass die junge Generation ja scheinbar angeblich weniger Alkohol trinkt.
„Jede Kommune muss sich eine eigene Satzung überlegen, um diese Steuer zu erheben. Und zwar mit beträchtlichen Unterschieden. So können die Kommunen sich nicht mal darauf einigen, was da genau besteuert wird. Vom Umsatz über das verkaufte Getränke-Volumen bis hin zur Lokalfläche gibt es zahlreiche Varianten. Weil die Steuer überall anders funktioniert, muss auch jedes Mal ein eigenes Computersystem und ein eigener Prozess entwickelt werden“
Aber das mögen die Deutschen doch. Satzungen schreiben, Prozesse designen. Wie ein Spielplatz 🛝 Macht einfach so viel Spaß, dass jede Kommune ihr eigenes System hat
An alle, die hier immer wieder schreiben, dass Steuern “wie der Name ja schon sagt dazu da sind, Konsum und Verhalten zu steuern.”: Nein. Die Lenkungsabgaben sind vergleichsweise eine eher neue Entwicklung. Hier mal der Abschnitt zur Etymologie von Wikipedia:
>Das Wort „Steuer“ geht auf althochdeutsch stiura ‘Stütze; Unterstützung; Steuerruder’, ab etwa 900 auch ‘regelmäßige Geldabgabe an die Obrigkeit’ zurück. Verwandt sind altniederdeutsch [heri]stiuria ‘[Heeres]sold’, altenglisch steor ‘Lenkung, Anordnung, Verordnung, Strafe’ und (mit Ablaut) altnordisch staurr ‘Stange’. Die Ausgangsbedeutung ‘(stützender) Pfahl, Stock’ entwickelte sich somit über die Zwischenbedeutung ‘Unterstützung, helfende Abgabe’ zu ‘obligatorische Geldabgabe an den Staat’. Die Zwischenbedeutung ‘Unterstützung’ wurde nach dem 16. Jahrhundert selten.
Mein Bruder ist Steuerberater. Dem bringen die ganzen Steuerarten viele Einnahmen.
Das Steuersystem so wie es ist, begünstigt Steuerberater und Reiche Menschen die sich gute Steuerberater leisten könne. Radikale Vereinfachung wäre eine gute Lösung die aber mit modernen Machtverhältnissen unmöglich geworden ist.
Die Brennelementesteuer dürfte da mittlerweile auch drunter fallen oder?
ich frage mich warum man nicht ein Gesetz beschließen kann, welches Steuern verbietet welche weniger einbringen als sie kosten. So würden dann Gerichte durch setzen diese ganzen blöden Kleinststeuern abzuschaffen.
Einfach mal mutig sein und streichen. Gesetz raus 2026 weg. Is doch nich so schwer.
Ich hab ein unbebautes Grundstück und zahle darauf trotz 420% Hebesatz 23€ Grundsteuer im Jahr. Was genau diese Steuer bringen soll ist mir schleierhaft.
Steuern sind ja auch zum „Steuern“ und nicht nur als Einnahme.
Zum Thema Steuersystems kann man sich auch mal [dieses Interview](https://www.youtube.com/watch?v=KlRVHU9Qjz0) anschauen. Das ganze Video lohnt sich komplett, aber insbesondere [diesen Teil am Ende](https://youtu.be/KlRVHU9Qjz0?si=aIrYvgIqezfaXrR5&t=2565) sollte man sich gönnen.
Da wird nämlich mal ein Gedankenexperiment aufgestellt wie man mit deutlich weniger Bürokratieaufwand als wir aktuell betreiben ein deutlich gerechteres Staatshaushaltierungssystem aufsetzen könnte.
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