Nach den ereignisreichen Sommermonaten ist die FLF-Auswahl unglücklich in die WM-Qualifikation gestartet. Beim Debüt von Neu-Trainer Jeff Strasser zeigte Luxemburgs Fußball-Nationalmannschaft am Donnerstagabend im ausverkauften Stade de Luxemburg eine ordentliche Leistung, unterlag am Ende jedoch mit 1:3 gegen Nordirland.

Noch vor Anpfiff des Spiels brach Jubel im Stadion aus. Die FLF-Frauen wurden wenige Minuten vor Beginn der Partie für ihren historischen Aufstieg in die Liga B der Nations League geehrt und von den Fans gefeiert.

Die FLF-Frauen wurden im Vorfeld des Spiels für den Anfang Juni geschafften Aufstieg in die Liga B der Nations League geehrt. Foto: Ben Majerus

Vor den Augen des ehemaligen Nationaltrainers Luc Holtz erwischte die FLF-Auswahl einen denkbar schlechten Start. Nordirland fand zunächst besser in die Partie und hatte nach drei Minuten die erste gute Torgelegenheit des Spiels. Seid Korac hatte einen langen Ball unterschätzt, Jamie Reid scheiterte jedoch aus kurzer Distanz an Anthony Moris.

Früher VAR-Eingriff

Nach VAR-Eingriff sah sich Schiedsrichter Andris Treimanis die Situation allerdings noch einmal an. Weil der Ball unglücklich an der Hand von Korac gelandet war, entschied der Unparteiische auf Elfmeter. Den fälligen Strafstoß parierte Moris zunächst gegen Isaac Price, doch Reid verwandelte den Nachschuss.

Seid Korac verursachte mit einem unglücklichen Handspiel einen Elfmeter. Foto: Ben Majerus

Luxemburg zeigte sich unbeeindruckt von dem frühen Rückstand und fand allmählich besser ins Spiel. Nach zwölf Minuten ging ein Distanzschuss von Mathias Olesen am Tor vorbei. Wenig später schoss Danel Sinani einen Freistoß deutlich über das Tor. Nach Hereingabe von Tomas Moreira parierte Nordirland-Torwart Bailey Peacock-Farrell in der 27.‘ einen Kopfball von Olesen stark.

Nur drei Minuten später belohnte sich die FLF-Auswahl für ihre Bemühungen. Sinani leitete einen Ball traumhaft per Hacke auf Aiman Dardari weiter, der wiederum an der Strafraumgrenze nach innen zog und per Flachschuss zum 1:1 vollendete. Die letzte Torgelegenheit der ersten Halbzeit gehörte den Nordiren. Der Freistoß von Justin Devenny landete jedoch an der Latte.

Aiman Dardari bejubelt den zwischenzeitlichen Ausgleich. Foto: Ben Majerus

Horrorabend für Seid Korac

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff erlitt die FLF-Auswahl einen erneuten Rückschlag. Ein misslungener Rettungsversuch von Korac landete bei Shea Charles. Dessen Abschluss fälschte erneut Korac unglücklich mit dem Knie ins eigene Tor ab.

Erst nach 63 Minuten sorgte Luxemburg wieder für Torgefahr. Ein direkt aufs Tor getretener Eckball von Sinani konnte Peacock-Farrell jedoch nicht überraschen. Dardari setzte gleich im Anschluss gut nach, sein Abschluss wurde jedoch von einem nordirischen Abwehrspieler abgeblockt.

Lesen Sie auch:Start in eine neue Ära: Wie stehen Luxemburgs WM-Chancen?

Weil Korac nach einem Zweikampf mit Reid die Gelb-Rote Karte sah, musste Luxemburg ab der 66.‘ in Unterzahl spielen. Nur drei Minuten später sorgte Devenny für den 3:1-Endstand. In der 71.‘ trat einmal mehr der starke Sinani in Erscheinung. Der St.-Pauli-Profi bediente den eingewechselten Yvandro Borges, dessen Kopfball war allerdings zu unplatziert. Die letzte gefährliche Aktion der Begegnung hatte der eingewechselte Edvin Muratovic. Sein Schuss aus der Drehung ging jedoch über das Tor.